04.10.2017, 08:01 Uhr

Sponsoren für Kreuzwegstationen gesucht

Zwölf Kreuzwegstationen sollen mit Kunst von Lisa Huber ausgestattet werden. Rund 300.000 Euro sollen dafür aufgebracht werden

Herbert Kulterer setzt sich für Kunst von Lisa Huber in zwölf Kreuzwegstationen ein.

SACHSENBURG (ven). Zwölf Kreuzwegstationen am Sachsenburger Kalvarienberg sollen nach der Renovierung mit Kunst von Lisa Huber ausgestattet werden. Herbert Kulterer sucht nun Sponsoren. Insgesamt sollen noch rund 250.000 bis 300.000 Euro aufgebracht werden.

Bilder sollen her

"Die Kapelle am Berg sowie die Kreuzwegstationen wurden bereits hergerichtet", so Kulterer zur WOCHE. Bürger und Gewerbetreibende haben Patenschaften für die Stationen übernommen und sorgen nun für den Erhalt. Auch Diözese und Denkmalamt haben einen Beitrag geleistet. "Für Bilder haben wir aber zu wenig Geld", so Kulterer. In den Stationen gäbe es Reste von Ölbildern, man wolle diese mit zeitgenössischer Kunst ersetzen. Vorübergehend gab man Holzkreuze hinein.

Gönner gesucht

"Es ist ein persönlicher Wunsch von mir, mich hier einzusetzen", so Kulterer, der auch im Pfarrgemeinderat sitzt. "Wir haben mit dem Sammeln begonnen, viele Bürger nahmen bei Beerdigungen auch Abstand von Kränzen oder Geschenken bei Geburtstagsfeiern, um Geld für die Stationen zu sammeln. Dennoch ist es notwendig, noch einige Mäzene zu finden, um alle zwölf Stationen auszustatten.

Holzschnitte in Glas

Die Kunstwerke sollen einheitlich, modern und auch witterungsbeständig sein, die Entscheidung fiel nun auf Lisa Huber. "Es soll die Leute zum Stehenbleiben und Meditieren anregen. Es handelt sich um geistliche Kunst." Ihre Holzschnitte werden in Glas umgesetzt, damit die Kunst auch lange hält. "Natürlich ist es nicht billig, aber das war der Kölner Dom und der Stephansdom ja auch nicht", so Kulterer. Einige Stationen konnten bereits realisiert werden, denn "wir müssen ja künftigen Gönnern auch was herzeigen können. Sie tun damit ein wirklich gutes Werk."

300.000 Euro in vier Jahren

Der Kreuzweg ist auch Teil eines Projektes, bei dem die Gemeinde Sachsenburg alte Burgen wieder sichtbar machen möchte. Auf lange Sicht sollen auch neue Bäume gepflanzt werden und so eine Allee zwischen den Stationen entstehen. "Alles zusammen wird rund 300.000 Euro kosten", erklärt Kulterer. Dafür will man sich aber noch drei bis vier Jahre Zeit lassen. Pfarre und Gemeinde sollen natürlich ebenso mitfinanzieren. "Die Aktion bildet einen schönen Abschluss der Renovierung des gesamten Weges inklusive Kapelle am Kalvarienberg." 
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