07.09.2016, 10:08 Uhr

Trebesing investiert in Energie-Erlebnisweg

Touristiker Siggi Neuschitzer mit Bürgermeister Christian Genshofer beim Startpunkt in Trebesing

Märchenwandermeile wird um 360.000 Euro umgebaut.

TREBESING (ven). Die Märchenwandermeile hat nach über 20 Jahren nun "ausgedient". Die Gemeinde investiert daher in den Umbau des Weges in einen "Energie-Erlebnisweg", der künftig unter dem Namen "Drachenwandermeile Trebesing" Groß und Klein anlocken soll.

Fördergeld der LAG

Insgesamt 360.000 Euro werden investiert, davon hat die LAG Nockregion-Oberkärnten 180.000 Euro an Fördergeldern lukrieren können. 180.000 Euro bleiben bei der Gemeinde. Bauherr wird die Gemeinde sein, betreiben wird es der Tourismusverein "Europas 1. Babydorf", so Obmann Siggi Neuschitzer und Bürgermeister Christian Genshofer im WOCHE-Gespräch. Für die Abwicklung ist Sieghart Preis mit seinem Unternehmen "Tao" und die Tourismus GmbH des Dorfes zuständig. Wolfgang Daborer zeichnet für die Grafik verantwortlich. Astrid Rauscher, langjährige Mitarbeiterin der Falkensteiner Gruppe, wird zukünftige Geschäftsführerin sein und sich um die Finanzen kümmern.

Geschichte rund um Drache

"Die Märchenwandermeile gibt es seit über 20 Jahren. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, sie zu erneuern", so Genshofer. Trebesing ist eine e5-Gemeinde mit fünf "e", da bot sich das Thema Alternativenergie an. "Wir haben also beschlossen, daraus einen Energie-Erlebnislehrpfad zu machen." Dazu gibt es eine Geschichte rund um einen Drachen, der mit viel zu großen Füßen in einem Ei auf die Welt kommt. "Dies symbolisiert unseren ökologischen Fußabdruck, den wir hinterlassen. Wenn wir gewisse Bedingungen erfüllen, werden die Füße kleiner und bilden sich zurück", umreißt der Bürgermeister die Story dahinter.

Dreisprachige Infos

Schwerpunkte auf der gut zwei Kilometer langen Strecke, die von Neuschitz bis Pirk/Altersberg führt, werden die Themen Sonne, Wasserkraft, Wind, Photovoltaik und e5 sein. Mittels Schautafeln werden die Besucher selbst zu Erzählern, der Start ist bei der Autobahn-Einhausung. Die Informationen werden auch in italienisch, deutsch und englisch angeboten.

Positives Signal

Gebaut wird der Weg ab Herbst, mit Saisonstart im Mai/Juni 2017 soll er fertiggestellt sein. "Ohne die LAG wäre dies nicht umsetzbar gewesen", so Neuschitzer. Durch den Neubau werde die Attraktivität der Region wieder gesteigert, er will damit auch Kärntner Schulen und Projektgruppen erreichen. Man wolle auch versuchen, Langzeitarbeitslose mit dem Projekt zu beschäftigen, insgesamt seien mit der Wandermeile in Trebesing rund 100 Mitarbeiter touristisch mit Jobs versorgt. "Trebesing versucht, ein positives Signal zu setzen", so Neuschitzer.

Zeichen setzen

Für Regionalmanagerin Christine Sitter von der LAG passt das Projekt in die Positionierung der Region. "Es ist wichtig, ein Zeichen zu setzen und Verantwortung für unsere Enkel zu übernehmen. Der Erlebnisweg hat einen Bildungsauftrag und so können wir das Bewusstsein schärfen und Ressourcen schützen." Laut Sitter müsse man sich an den Klimawandel auch anpassen. Insgesamt sei das Projekt rund drei Jahre lang geplant und konzeptioniert worden.
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