24.05.2017, 16:55 Uhr

Volksschule Pusarnitz: Vier von fünf Lehrern wollen die Schule verlassen

In der Volksschule Pusarnitz wollen die Lehrerinnen plötzlich weg. (Foto: KK/Pixabay/CC0)

In der Volksschule im Lurnfeld wollen sich die Lehrer geschlossen versetzen lassen.

LURNFELD (aju). Wie nun bekannt wurde, haben die Lehrerinnen der Volksschule Pusarnitz einen Brief an den Landesschulrat gesandt und gemeinschaftlich um Versetzung gebeten.

Lösung finden

Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger bestätigt, dass ein solcher Brief eingelangt sei. "Das ist natürlich keine erfreuliche Situation für Eltern, Schüler und auch Lehrer. Vier der fünf Lehrer haben um Versetzung gebeten", sagt Altersberger. Nun sei für ihn die Personalvertretung und die Schulaufsicht gefragt. Regeln wolle man die Lage vorerst auf regionaler Ebene. "Es kann sein, dass dann auch die Hilfe des Landes noch eine Rolle spielen wird", so Altersberger. Den genauen Grund für die Versetzungswünsche will er allerdings nicht nennen, nur so viel: "Es gibt meistens Hierarchien, die eingehalten werden müssen. Wenn auf dieser Ebene Kommunikation statt findet, kommen auch immer Emotionen dazu", so Altersberger. Er bestätigt auch, dass es sich hier um ein zwischenmenschliches Problem handle. Um eine Lösung für alle zu finden, müssten aber auf jeden Fall die Schüler im Mittelpunkt stehen. "Wir werden uns um eine Lösung bemühen. Mediation spielt dabei sicher eine Rolle.

Gründe nicht bekannt

Direktorin Elisabeth More (sie hat die Leitung der Volksschule Möllbrücke und der Volksschule Pusarnitz über) ist von diesem Schritt überrascht: "Ich arbeite an den Schulen im Lurnfeld grundsätzlich immer nach den gesetzlichen Grundlagen. Das Wohlbefinden der Kinder steht immer an erster Stelle." Natürlich müsse für sie aber auch das Klima passen. "Es ist natürlich so, dass man als Führungskraft Entscheidungen treffen muss, die für die Kollegen nicht so angenehm sind", so More. Sie wolle aber nichts Negatives über ihre Kollegen sagen, da die Arbeit der Schule sehr gut sei. "Wir reden hier von der persönlichen und nicht von der fachlichen Ebene", erklärt More. Die Gründe für die Versetzungswünsche der Lehrer seien aber auch ihr noch nicht gänzlich bekannt.
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