11.09.2014, 11:22 Uhr

Sporthalle Spittal wird ab 15. September saniert

Die Sporthalle ist desolat und wird völlig saniert

Gemeinderat gab Zustimmung zum ersten Teil der Auftragsvergabe nur mit knapper Mehrheit. Vorhaben kostet insgesamt 3,5 Millionen Euro.

SPITTAL (ven). Nur ein Punkt stand bei der letzten Gemeinderatssitzung in Spittal am Programm, doch der sorgte für reichlich Diskussionsstoff.

Knappe Abstimmung
Die Sanierung der Sporthalle sollte mit 15. September starten, damit sie im Oktober 2015 in neuem Glanz wieder ihrer Bestimmung übergeben werden kann. Im Gemeinderat kam es nach hitziger Diskussion zur Abstimmung über den ersten Teil der Auftragsvergabe an die ausführenden Firmen, die mit 15 Dafür-Stimmen und 13 Enthaltungen über die Bühne ging. Somit kann der Baustart wie geplant am 15. September erfolgen.

Ausschreibung in zwei Teilen
Insgesamt sind rund 3,5 Millionen Euro für die Sanierung budgetiert, die erste Vergabe habe ein Auftragsvolumen von rund 2,3 Millionen Euro. Dabei konnten nur zwei Firmen aus Spittal als Bestbieter punkten. Besonders Hansjörg Gritschacher, Volker Grote (beide FPÖ), Traugott Hanke und Philipp Glanzer (beide SPÖ) und konnten nicht nachvollziehen, warum die Ausschreibung in zwei Teilen erfolgt. Somit stünden die tatsächlichen End-Kosten nicht fest und man befürchtete, über das budgetierte Ziel hinauszuschießen. "Ich zweifle die Angebotslegung der Firmen nicht an, aber wir haben oft genug erlebt, dass ein Teil beschlossen wurde, dann wurde mit dem Bau begonnen und beim zweiten Teil war man dann wesentlich über den veranschlagten Kosten. Zuerst müssen wir die Kosten wissen, dann können wir über die Vergabe abstimmen", so Hanke. Gritschacher bestätigt: "Es ist eine berechtigte Frage, zu wissen, wohin die Kosten gehen, sonst werden wir keine Zustimmung geben können."

"Kosten im Rahmen"
Laut Stadtamtsdirektor Erich Kofler habe die ausschreibende Stelle "noch keine Warnung ausgesprochen." Er gehe davon aus, dass die Kosten im Rahmen sind. Organisiert wurde diese von der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), die 75 Prozent der Kosten übernehmen wird.

Zu wenig Informationen
Christoph Staudacher und Gritschacher bemängelten außerdem, dass die erforderlichen Unterlagen nicht ordnungsgemäß aufbereitet waren, um das Vorhaben zu prüfen und zu beschließen. Gritschacher habe die Unterlagen erst eine halbe Stunde vor Sitzungsbeginn erhalten. "Wir sind ja nicht gegen das Projekt, wir haben nur zu wenig Informationen erhalten", so Staudacher. Die Sanierung kann dennoch wie geplant Mitte September beginnen.
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