31.03.2017, 11:45 Uhr

Coworking-Space als Starthilfe für Unternehmer

Freuen sich, mithelfen zu können: (Hi.v.l.) Rudolf Oberlojer (WK), Sanida Rasimovic, Erwin Theuermann (Hak Spittal), Ewald Lerch, Gerhard Briggl; (vo.v.l.) Bürgermeister Gerhard Pirih, Regionalmanagerin Christine Sitter, WK-Obmann Siegfried Arztmann

Drei-Stufen-Plan soll gegen Abwanderung und für mehr Mut zum Unternehmertum wirken.

SPITTAL (ven). Als Ein-Personen-Unternehmen raus aus den eigenen vier Wänden, um in Ruhe zu arbeiten und Besprechungen durchzuführen - das ist der Sinn und Zweck des neu gestalteten Coworking-Space in der Spittaler Brückenstraße. Stadtgemeinde und Wirtschaftskammer wollen mit einem mehrstufigen Plan so Jungunternehmern Starthilfe ins Geschäftsleben geben.

Kostenlose Business Lounge

Die gemeinsame Nutzung von Infrastruktur, Ideenaustausch und Kooperationen sorgen für niedrigere Kosten für den Einzelnen und Synergieeffekte. So wurde ein vierstufiges Starthilfepaket geschnürt. Die erste Stufe besteht aus der kostenlosen Nutzung der Business Lounge in der WK-Bezirksstelle Spittal, verfügbar zwischen einer und zwölf Stunden für Besprechungen mit Kunden oder Geschäftspartnern.

Günstig zu mieten

Von einem Tag bis zu einem Jahr gilt die zweite Stufe. Im neu gestalteten Coworking-Space in der Brückenstraße - das aus einem Maturaprojekt der Hak Spittal hervorging - stehen sieben Arbeitsplätze mit Infrastruktur zur Verfügung, die stunden-, tage-, wochen- oder monatsweise günstig gemietet werden können. Renoviert wurden die Flächen von einem Team des gemeinnützigen Beschäftigungsprojektes, einer Kooperation von Land, AMS und Stadtgemeinde. Der Besprechungsraum, der Platz für 23 Personen bietet, ist auch unabhängig vom Arbeitsplatz zu mieten. 24.000 Euro wurden in die Einrichtung investiert. Ein Monatspaket inkl. Besprechungsraum für zwölf Stunden kostet zum Beispiel 175 Euro netto, pro Woche ist ein Arbeitsplatz für 75 Euro netto, pro Tag um 15 Euro netto zu haben.

Sozialer Kontakt wichtig

"Einen Mieter gibt es bereits", ist Bürgermeister Gerhard Pirih stolz. "Wir können so die Jungunternehmer von einem Schreibtisch bis zum Bürokomplex begleiten", ergänzt WK-Obmann Siegfried Arztmann. Stadtmarketing-Leiter Gerhard Briggl spricht aus eigener Erfahrung, als er sich selbstständig machte: "Für Startups ist das das perfekte Angebot, der soziale Kontakt ist ein wesentlicher Faktor eines Coworking-Space. Es soll sich eine Community bilden."

Bürocluster und Gewerbeflächen

Wenn das Unternehmen aus dem Coworking-Space "herausgewachsen" ist und auch die ersten Mitarbeiter eingestellt werden können, wartet in der Villacher Straße ein Bürocluster von Christian Tribelnig. "Sollte der Bedarf an einer Gewerbefläche oder Flächen in Kombination mit anderen Handwerkern bestehen, so bietet das "ZeBRA" die Möglichkeiten.

Teil von Regionsprojekt

Gemeinsam soll so ein Impuls gegen die Abwanderung gesetzt werden, laut Regionalmanagerin Christine Sitter ist der Stufenplan auch ein Mosaiksteinchen in der Strategie für die Nockregion. Insgesamt wurden in der Brückenstraße für das "Tor zur Region" 102.000 Euro veranschlagt, 50 Prozent können über Leader-Mittel gefördert werden. Dazu zählen auch der Durchbruch zum Petzlhof-Parkplatz, die Fassadenneugestaltung, die Gestaltung von Schaufenstern (hier sogar 70 Prozent Förderung), der Coworking-Space und auch das "Nockkörberl", in dem bäuerliche Produkte auf Rechnung der Direktvermarkter die ganze Woche über verkauft werden und auch dauerhafte Arbeitsplätze - vorwiegend für Frauen - entstehen sollen. Dieses Projekt durchläuft derzeit den Genehmigungsprozess in der Stadtgemeinde.

Zur Sache:

Informationen zu den einzelnen Flächen:
- WK-Business Lounge: spittal@wkk.or.at, Tel.: 05 90 904 543
- Coworking-Space: Gerhard Briggl, 04762 / 5650 164, stadtmarketing@spittal-drau.at
- Bürocluster Villacher Straße (ehem. Haider & Co): Christian Tribelnig, 0664 / 180 32 87, christian@tribelnig-immobilien.at
- ZeBRA: Arno Klausner, 04762 / 29 62, office@klausner.co.at
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