11.11.2017, 20:58 Uhr

Datenschutz will gekonnt sein

Bei der Roadshow: Martin Wilhelmer, Daniel Kreiner, Daniel Klier, Dieter Michenthaler, Thorsten Jost, Alfred Bukowski und Christoph Überbacher

Im Mai 2018 läuft die Übergangsfrist zur Datenschutzgrundverordnung ab. Unternehmer müssen nun besonders mit Kunden- und Mitarbeiterdaten umgehen.

SPITTAL (ven). Heutzutage ein heikles Thema: Der Umgang mit Daten. Der Wirtschaftsbund lud daher in Kooperation mit der WOCHE in die Wirtschaftskammer Spittal, um Interessierte über die am 25. Mai 2018 gültige Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) im Rahmen einer Roadshow zu informieren.

Alle Unternehmen

Die Verordnung ist europaweit gültig und wird sich auf alle Unternehmen auswirken. Im Mai endet die Übergangsfrist, ab dann gilt kein Pardon mehr. Thorsten Jost von secriso Consulting versuchte, Licht ins Datendunkel zu bringen. Anschließend stellten Martin Wilhelmer (T-Mobile) und Alfred Bukowski (Geschäftsführer 7P Austria GmbH) eine MDM-Lösung zum Schutz von Daten auf mobilen Geräten vor. 

Pflichten für Firmen

Die DSGVO regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten. Es wird vorgegeben, wann ein Unternehmen überhaupt personenbezogene Daten von Kunden oder Mitarbeitern verarbeiten darf. Mit der Rechenschafts- oder auch Nachweispflicht müssen Unternehmen umfassend dokumentieren, wie die Verarbeitung von personenbezogenen Daten erfolgt. Zur Dokumentation zählen beispielsweise ein Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten, Dokumentation von Rechtsgrundlage, Zweck, Löschfristen und Übermittlungsempfänger (wie IT-Dienstleister), technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen sowie Informationen an Betroffene, erklärt Jost.

Speicherfristen beachten

Jedes Unternehmen muss auch Datenpannen an die Datenschutzbehörde melden und die Daten nach Ablauf der Speicherfristen löschen. Betroffene haben das Recht auf Information und Transparenz, Auskunft inklusive Kopie der Daten, Richtigstellung, Löschung, Widerspruch, Widerruf der Einwilligung oder auch Einschränkung der Verarbeitung.

Hohe Strafen drohen

Sollte die DSGVO nicht eingehalten werden, können hohe Strafen drohen: Bis zu vier Prozent des (konzernweiten) Jahresumsatzes oder bis zu 20 Millionen Euro - je nachdem, welcher Betrag höher ist. Laut Jost werden aber auch Verwarnungen ausgesprochen und nicht in jedem Fall gleich bestraft.

Gewinnspiel

Im Anschluss an die Veranstaltung verloste die WOCHE einen Gutschein für ein halbseitiges Inserat, der glückliche Gewinner ist Dieter Michenthaler von der Dolomitenbank Gmünd. Drucker Daniel Kreiner konnte die MDM-Lösung von T-Mobile mit nach Hause nehmen. Moderiert hat den Abend Christoph Überbacher. 
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