27.10.2016, 09:39 Uhr

Milton Bennett zu Gast beim Intercultural Management Symposium

Auftakt des neuen Studienzweiges "Intercultural Management" mit M. Bennett. (vlnr: Rosalia Kopeinig, Janet Brown, Milton J. Bennett, Eithne Knappitsch, Barbara Covarrubias-Venegas)


Im Oktober lud der Studienbereich Wirtschaft & Management zum „Intercultural Management Symposium“ und startete damit in offiziellem Rahmen seinen neuen, ersten englischsprachigen Bachelorstudienzweig Intercultural Management. Höhepunkt war die Keynote von einem der führenden und international bekannten Interkulturalisten, Milton J. Bennett.

Für 27 Studierende mit elf unterschiedlichen Nationalitäten fiel Anfang September der Startschuss für den neuen Studienzweig Intercultural Management an der FH Kärnten. Mit dem englischsprachigen Bachelorstudienzweig schließt die FH Kärnten eine Lücke im Kärntner Raum und bietet neben bereits angebotener international ausgerichteter Ausbildung im Kindergarten- und Schulbereich, nun eine internationale, akademische Hochschulausbildung im Bereich Wirtschaft mit Vertiefungen in Fremdsprachen, Kultur und Interkulturelle Kommunikation an.

Interkulturelle Unterschiede verfolgen uns alle täglich. Aber wie geht man damit um? Fragen, wie diese werden im Laufe des Studiums behandelt und waren auch Thema im Rahmen des Symposiums.

Kulturelle Unterschiede im Geschäftsleben

„We crave sameness!“ - Eithne Knappitsch, Program Director Intercultural Management, sprach über „Kulturelle Unterschiede im Geschäftsleben“ und veranschaulichte anhand interessanter Studien, dass wir im Zeitalter der Diversität leben, uns aber trotzdem - meistens unbewusst - nach Gleichheit sehnen. Es ist zweifellos schwere Arbeit etwas zu ändern, aber es zahlt sich aus. Bei Entscheidungen jeglicher Art, ob im Geschäftsleben oder im Privatleben, sollten wir kritisch hinterfragen aus welchem Grund genau diese Entscheidung getroffen wurde, um sicher zu gehen, dass die Entscheidung nicht von kognitiven Verzerrungen oder unbewussten Vorurteilen beeinflusst wurde. Es ist wichtig „Unterschiede“ zu erkennen, darüber zu sprechen und vor allem diese Unterschiede effektiv zu managen, um sie ehestmöglich zu verwerten.

Should we manage difference? Yes!

Milton J. Bennett begeisterte zum Thema „Interkulturelles Bewusstsein in der Globalen Führung“. Laut Bennett sollten globale Führungskräfte heutzutage über die Fähigkeit verfügen „den Kontext zu erkennen, zu wechseln und über verschiedene Kontexte hinaus zu synthetisieren“. Dies spricht für einen sensiblen Umgang mit kulturellen Unterschieden. Des Weiteren diskutierte Bennett sein berühmtes Entwicklungsmodell interkultureller Sensibilität. Es stellt sechs Entwicklungsstufen der Wahrnehmung und des Umgangs mit interkulturellen Unterschieden dar. Die Entwicklungsstufen werden von Erfahrungen und von der Reflexion dieser Erfahrungen stark beeinflusst. Scharfsinnigkeit und Selbstreflexion sind daher auch essentielle Fertigkeiten für alle Führungskräfte.

Möglichkeit für interkulturelles Networking und zugleich kulinarischer Ausklang der besonderen Art, bot das zur Thematik passende Buffet des 2015 gegründeten Vereins „Best of the rest“, der gerettete Lebensmittel zu schmackhaften „Gläsern mit Geschichte“ verarbeitet. Durch das Einbeziehen von AsylbewerberInnen entsteht darüber hinaus eine lebendige, bunte und sinnvolle Gemeinschaft. „Strength lies in differences!“
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