24.10.2016, 10:06 Uhr

Neue Herausforderungen für die MTG

Der neue MTG-Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Maier

Manfred Maier hat Vorsitz im Aufsichtsrat übernommen

MILLSTATT. Manfred Maier lenkt die nächsten zwölf Monate die Geschicke der Millstätter See Tourismus GmbH (MTG). Der Vorstandsvorsitzende des Tourismusverbandes (TVB) Millstatt hat nach dem jährlichen Rotationsprinzip den Vorsitz im MTG-Aufsichtsrat übernommen. Dem Gremium gehören ferner Sigi Moerisch (TVB Seeboden) und Melanie Golob (TVB Döbriach/Radenthein) an. Als Vierter im Bunde steht noch der Vorsitzende des neu formierten TVB Spittal aus. Es wird wahrscheinlich Daniel Ramsbacher sein.

"Wenn man die Aufgabe ernst nimmt, ist sie auch mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden", räumt der Hotelier des Familienbetriebs "Staudacher Hof" ein. Und es sind der Herausforderungen nicht eben wenige, denen sich der MTG-Aufsichtsrat in seinen monatlichen Sitzungen zu stellen hat.

"Weniger Tourismusregionen

Da steht zum Beispiel die Idee des Landes auf der Agenda, die Anzahl der Tourismusregionen zu verringern, um so effizienter arbeiten zu können.
Der vorangegangene Plan, mit der Region Bad Kleinkirchheim zu kooperieren, musste aufgrund der Insolvenz der Bad Kleinkirchheimer Tourismus Marketing GmbH zwischenzeitlich ad acta gelegt werden. Doch nun könnten die Verhandlungen wieder aufgenommen werden.

Zentrales Verkehrsbüro

Zum anderen hat Maier die Vision, die Informationsbüros der Region zentral zu organisieren und als Teil der Marke Millstätter See erkennbar zu machen. Es gilt, den "Spagat" zu bewältigen, "lokale Interessen zu wahren und zugleich übergeordnete Interessen mit einfließen zu lassen". Ein erster Schritt in diese Richtung gelingt vielleicht seinem TVB in Millstatt - dort werden bis zum Jahresende das Tourismusbüro und die MTG-Verwaltung in ein neues Gebäude unter einem Dach zusammenziehen.

Wandern löst Baden ab

Eine weitere Aufgabe des MTG-Aufsichtsrates ist es, der steigenden Nachfrage zum Thema Wandern gerecht zu werden. "Der Millstätter See als reine Badedestination hat an Bedeutung verloren", stellt der Touristiker fest: "Baden wird heute am Reisemarkt mit Meeresstränden assoziiert, weniger mit den vermeintlich kalten Alpenseen." Deshalb will man als "Wanderregion" mit entsprechenden Wanderdörfern und -hotels zertifiziert werden.
Voraussetzung dafür sind inszenierte Startplätze, entsprechend aufbereitete Beschilderungen und Karten. In Millstatt habe sich das "Familienhotel Post" als "Wanderhotel" berworben.

Maier: "Bis zur Etablierung als bedeutsame Wanderdestination ist es im Wortsinne noch ein langer Weg."

Manfred Maier betont, ungeachtet aller lokalen Interessen ("Kirchturmdenken hat auch was Positives, ich möchte zum Breispiel unsere schönen Kirchtürme nicht aus dem Ort verbannen") herrsche im MTG-Aufsichtsrat ein konstruktiver Konsens: "Wir verstehen uns als Speerspitze einer gelebten gemeinsamen Region."
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.