06.02.2018, 13:52 Uhr

Baumit präsentierte "Healthy Living" auf der Bauen & Wohnen Energiemesse 2018 in Wien.

Baumit bringt den VIVA Forschungspark - optisch - wie inhaltlich - auf die Wiener Bauen & Energie Messe. (Foto: Baumit)

Wopfinger Baustoffindustrie seit 1.1.2018 Baumit GmbH


Seit Generationen sind „Die Wopfinger“ und die Marke Baumit in Österreichs Baustoffbranche ein Synonym für qualitativ hochwertige Baustoffe, beste Kundenbetreuung und Pioniergeist. Die Übernahme der w&p Baustoffe GmbH durch die Wopfinger Gruppe im Jahr 2017 und die damit folgende Zusammenführung der Standorte und Mitarbeiter unter die Dachmarke Baumit, hat die Eigentümer veranlasst, die Wopfinger Baustoffindustrie GmbH per 1.1. 2018 zur Baumit GmbH umzufirmieren. „Mein Großvater, mein Vater und letztlich auch ich waren und sind immer die Wopfinger gewesen, aber jetzt macht dieser Schritt Sinn, dass wir alle unter den Namen Baumit auftreten“, kommentiert Mag. Robert Schmid, Geschäftsführer der Baumit Beteiligungen GmbH, die Entscheidung. In der Baumit GmbH sind seit Jahresbeginn die Standorte in Wopfing, Peggau, Wietersdorf und Klagenfurt zusammengefasst.

Baumit investiert in Kärnten und Steiermark 8,8 Mio. Euro

Vier Monate nach dem Closing setzt das Management erste Maßnahmen und investiert in Kärnten und der Steiermark. "Die Integration der ehemaligen w&p Baustoff-Sparte schreitet gut voran. Aktuell investieren wir in Kärnten rund 4,5 Millionen Euro und weitere 4,3 Millionen Euro in der Steiermark - insgesamt knapp 9 Millionen Euro“, erläutert Mag. Georg Bursik, Geschäftsführer der Baumit GmbH, "Damit sind wir zu Beginn der Bausaison 2018 produktionstechnisch neu aufgestellt".

Peggau wird Baumit Nahversorgungs-Zentrum

Der Baumit Produktionsstandort Peggau wird zu einem wichtigen Versorgungszentrum für Südösterreich ausgebaut. „Da spielt die Nähe zur Landeshauptstadt Graz eine große Rolle. Graz wächst, nicht zuletzt durch den Zuzug“, so Bursik.
Insgesamt sind heuer in Peggau Investitionen in Höhe von 4,3 Millionen Euro geplant. Bis zum Sommer wird auch in Peggau ein modernes Farbberatungszentrum errichtet. Weiters wird in die Materialoptimierung - konkret in eine Sandaufbereitungsanlage - investiert. Die Erneuerung und Renovierung von hunderten Baustellen-Silos wird bis zum Start der Bausaison abgeschlossen sein. Investiert wird zudem auch in den Ausbau und Optimierung der Logistik: dazu zählen 15 neu angeschaffte LKWs.

Erweitertes Produktprogramm

Am Baumit Standort in Wietersdorf befindet sich eine neue Dosieranlage zur Erweiterung des Baumit Produktprogramms in Fertigstellung. Weiters wurde eine Etikettieranlage für die Nassproduktion installiert und dringend benötigte Sanitär- und Umkleidemöglichkeiten für die Mitarbeiter neu errichtet. Ebenso wird an der Renovierung der Werks-Fassade gearbeitet und über den Winter werden rund 300 Baumit Baustellen-Silos renoviert.

Neues Baumit Farbberatungszentrum für Klagenfurt

Auch in Klagenfurt ist einiges in Bewegung: Das Baumit Baustoffzentrum wird derzeit zu einem modernen Farbberatungszentrum umgebaut. "Spätestens Anfang Februar können wir hier auch den Kärntner Kunden unsere Top-Farbberatung anbieten", erläutert Georg Bursik. Die neue LKW- Flotte wurde angeschafft und ist zum Teil schon ausgeliefert. Die Lagerlogistik wurde zudem neu organisiert.


Erwartungen 2018

Auch wenn die Umsatz-Auswertung und Abgrenzung nach dem Closing noch nicht vollständig abgeschlossen ist, rechnet das Management für die erste Baumit GmbH Bilanz 2018 mit einem Umsatz von 210 Millionen Euro. Der Mitarbeiterstand beläuft sich aktuell auf ca. 600 Beschäftigte. „Wir rechnen für 2018 in jedem Fall mit einem Umsatzplus. Der Einfamilienhausbau ist derzeit noch schwer einzuschätzen, aber beim mehrgeschoßigen Wohnbau erwarten wir einen Zuwachs von rund 3 Prozent“, kommentiert Georg Bursik die Erwartungen für die neue Bausaison.

Forderungen an die neue Bundesregierung: Impulse für die thermische Sanierung

Das Regierungsprogramm der neuen Bundesregierung enthält ein klares Bekenntnis zum Pariser- Klimaabkommen. „Daher ist eine Fortführung und Aufstockung des Erfolgsmodells „Sanierscheck“ auf die ursprünglichen 100 Mio. Euro absolut notwendig. Im privaten Bereich müssen die Rahmenbedingungen für die Förderungen transparenter und vor allem der Ablauf vereinfacht werden. Auch steuerliche Anreizmodelle würden sicherlich den Markt positiv stimulieren, da der Endkunde einen sichtbaren Vorteil hätte“, so Georg Bursik.

Baumit präsentiert Ideen mit Zukunft: Baumit StarTop mit Drypor-Effekt

Baumit Endbeschichtungen sind seit Jahrzehnten bewährt. Sie schützen die Fassade vor Feuchtigkeit, mechanischer und thermischer Belastung. Unter dem Motto "Wer schützt die Fassade sicher für lange Zeit" stellt Baumit auf der Bauen & Energie Messe Wien 2018 mit „Baumit StarTop“ den Fassadenputz der nächsten Generation vor.

Baumit StarTop ist mit einem neuen Füllstoff ausgestattet, der wie eine Koralle über eine sehr große Oberfläche und damit über viele Poren und Vertiefungen verfügt. Diese bewirken eine besonders schnelle und großzügige Verteilung aufliegender Feuchtigkeit. Zugleich ermöglicht diese extrem feine Mikrostruktur eine rasche Trocknung. Baumit StarTop nutzt das hydrophil/hydrophobe Wirkprinzip zur Reduktion von Oberflächenverschmutzung. Mit dem hydrophoben Charakter eines erstklassigen Silikonputzes ist eine hervorragende Wasserabweisung gegeben. Die Korallenstruktur bewirkt eine Spreizung der Feuchtigkeit bei Nebel oder Tau und sorgt in der Folge für eine rasche Abtrocknung der Oberfläche.

Der Drypor-Effekt entsteht durch die Kombination abperlender Regentropfen, Aufnahme von Feuchtigkeit bei Tau und die rasche Rücktrocknung der Oberfläche. Diese drei Funktionen sorgen für besonders verschmutzungsarme Fassaden und stellen einen erhöhten Schutz gegen Algen und Pilze dar.

Auch die Verarbeitungseigenschaften konnten beim Baumit StarTop noch verbessert werden: StarTop ist leichter und schneller aufzutragen und zeigt ein sehr gleichmäßiges und schönes Strukturbild. Die Applikation von Baumit StarTop ist aufgrund seines angenehmen und geschmeidigen Verhaltens mit geringem Kraftaufwand möglich.

Baumit StarTop wird, wie alle Baumit Premium-Produkte, im neuen innovativen Gebinde angeboten, das durch die größere Standfläche und weniger Tiefe mehr Sicherheit und Komfort beim Handling bietet.

Baumit präsentiert „Healthy Living“

Bauweisen und Baustoffe haben einen signifikanten Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden. Im Viva-Forschungspark, Europas größtes Forschungsprojekt für vergleichende Baustoffe, werden die Auswirkungen von Baumaterialien auf Gesundheit und Wohlbefinden in mittlerweile 12 Häusern untersucht. „Die erste spannende Forschungsphase haben wir in den drei Erkenntnissen - Dämmen first, Masse ist klasse und Innere Werte - zusammengefasst“, so Robert Schmid.

Dämmen first:
Warm im Winter, kühl im Sommer für mehr Gesundheit
Gute Wärmedämmung ist die Basis, der erste Schritt zu gesundem Wohnen. Denn Wärmedämmung leistet nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur Energieeffizienz des Gebäudes, sondern sorgt im Winter für wohlig warme und im Sommer für angenehm kühle Wände. Der Wohnraum wird so zum Wohlfühlraum ohne Zuglufterscheinungen.

Masse ist klasse:
Nachhaltiger Energiespeicher für gesundes Wohnen
Massive Wände können, von außen durch gute Wärmedämmung geschützt, im Winter Wärme speichern und im Sommer die Kühle im Haus halten. Je mehr Masse, desto besser wirkt dieser Speicher und desto stabiler, angenehmer und gesünder ist das Innenraumklima.

Innere Werte:
Feuchtigkeitsspeicher für gesundes Raumklima
Ein gutes mineralisches Putzsystem kann bereits in den ersten Zentimetern auftretende Feuchtigkeitsspitzen abpuffern, indem es überschüssige Feuchtigkeit aufnimmt und später wieder abgibt. Eine dadurch gewährleistete gleichbleibende Luftfeuchtigkeit sorgt somit für ein gesundes Raumklima.


Baumit „Healthy Living“

„Wir wollen, dass alle Menschen gesund, energieeffizient und schön wohnen“, bringt Robert Schmid die Baumit Vision auf den Punkt. „Healthy Living“ ist die konsequente Weiterentwicklung von Baumit in Richtung gesund Bauen, Wohnen und Leben. „Healthy Living“ hat bereits massiv Einfluss auf das Baumit Produktsortiment genommen. Alle Produkte werden 2018 den drei Themenbereichen „Dämmen first“, „Masse ist klasse“ und „Innere Werte“ zugeordnet.

„Ohne Gesundheit ist alles nichts, Gesundheit ist das höchste Gut. Und wie man weiß, verbringen wir in unseren Breiten ca. 90 Prozent der Zeit in Innenräumen. Hier kann Baumit einen wesentlichen Beitrag für mehr Gesundheit und Wohlbefinden leisten. Der VIVA Forschungspark und das gesamte F&E-Team tragen dazu bei, dass wir heute guten Gewissens behaupten können, Baumit Baustoffe sind gesund, Baumit schafft gesunde Lebensräume, Baumit bietet einen echten Mehrwert“, so Robert Schmid.

„Die Information und Präsentation der zentralen Erkenntnisse aus dem VIVA Forschungspark möchten wir natürlich nicht für uns behalten, sondern stellen die drei Erkenntnisse für gesundes Bauen und Wohnen auch der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung. Wir haben daher VIVA – optisch – wie inhaltlich – auf die Wiener Bauen & Energie Messe gebracht und werden den Messebesuchern vermitteln, was Baumit zu Healty Living beiträgt“, ergänzt Georg Bursik.


OA Assoz.-Prof. DI. Dr. Hans-Peter Hutter

Department für Umwelthygiene und Umweltmedizin, ZPH, MedUni Wien

Die Sicht der Umweltmedizin zum Thema „Wärmedämmung“
Seit langem ist bekannt, dass es bei Feuchteschäden und Schimmel in Innenräumen u.a. zu Reizungen der Atemwege und vermehrtem Auftreten von Atemwegserkrankungen kommen kann. Daher ist es aus medizinischer Sicht wesentlich, jene Faktoren, die das Wachstum von Schimmel begünstigen, möglichst auszuschalten. Neben dem Nutzerverhalten – wie z.B. Lüften sind auch bauseitige Faktoren zu beachten, da Schimmelpilzsporen für ihre Vermehrung eine erhöhte Materialfeuchte benötigen. Diese Feuchtigkeit an Wänden entsteht oft durch Kondensation der Luftfeuchtigkeit. Ursachen sind meist mangelnde oder falsch angebrachte Wärmedämmung oder nicht ausreichende Lüftung. Daher beugt man mit einer ausreichenden Wärmedämmung auch Wärmebrücken vor und reduziert damit auch das mit Schimmel einhergehende Gesundheitsrisiko. In einer eigenen Analyse von mehr als 4000 Datensätzen des Wiener Online-Schimmel- Fragebogens zeigte sich, dass die thermische Sanierung - neben Stoßlüften – das Schimmelrisiko verringert (protektiver Faktor).
Bei schlechter Dämmung muss man auch mehr heizen. Die trockene Luft, die so entsteht, wirkt sich dann negativ auf die Schleimhäute der Augen und der Atemwege aus - Stichwort: „brennende Augen“, „Kratzen im Hals“. Außerdem bleiben bei geringer Luftfeuchte die Staubteilchen länger in der Luft bzw. Atemluft und so können natürlich auch Infektionserreger länger in der Luft verbleiben.

Die Sicht der Umweltmedizin zum Thema „Massive Bauweise“
Ob wir uns „thermisch behaglich“ fühlen, ist von wesentlichen Faktoren, wie etwa Lufttemperatur, Temperatur von Strahlungsflächen (z.B. „kalte Wände“), Luftfeuchtigkeit und Luftgeschwindigkeit, abhängig. Diese Faktorenbündel haben einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden in Innenräumen. Wie unangenehm zu niedrige oder zu hohe Temperaturen sein können, hat wohl jede(r) schon erlebt. Vor allem die klimawandelbedingten heißeren Sommer mit mehr Hitzetagen und tropischen Nächten werden immer mehr zum Problem. Waren es in Wien zwischen 1961 bis 1990 durchschnittlich rund 10 Hitzetage pro Jahr, so wurden im Zeitraum 1981 bis 2010 bereits rund 15 Hitzetage registriert. Tendenz steigend – auch für andere große Städte in Österreich.

Vor allem in dicht verbauten Stadtteilen ohne Grün, den „Heat islands“, kommt es teils zu starken „sommerlichen Überwärmungen“ in Innenräumen. Diese starken Hitzebelastungen setzten speziell älteren Menschen sehr zu. Wissenschaftliche Analysen von Hitzewellen zeigten, dass Personen in solchen Wohnungen an Hitzeerschöpfung versterben. Da Gebäude mit ausreichender Speichermasse deutlich länger kühl bleiben, können „massive Wände“ neben einer guten Dämmung dazu beitragen, dass nicht nur das Wohlbefinden gesteigert wird, sondern auch hitzebedingte Erkrankungen wie z.B. Hitzekollaps, Hitzeerschöpfung oder Hitzekrämpfe und Sterblichkeit verringert werden können.

Die Sicht der Umweltmedizin zum Thema „Pufferwirkung von Innenputz“
Durch die Analyse wohnmedizinischer Studien lassen sich bestimmte innenraumrelevante Bedingungen ableiten, die die subjektive Befindlichkeit stark mitbestimmen können. Sehr wichtig, wenngleich auch öfter unterschätzt, ist das richtige Gleichgewicht zwischen Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit. Wenn diese Faktoren nicht ausbalanciert sind, dann fühlen wir uns häufig akut unwohl. Speziell, wenn nicht auf die Verwendung emissionsarmer Produkte geachtet wird. Beispielsweise können ausgasende chemische Stoffe wie z.B. flüchtige Kohlenwasserstoffe aus Einrichtungsgegenständen und Baumaterialen stärker wirken, wenn sie auf trockene Schleimhäute treffen. Augenbrennen und trockener Hals sind typisch für zu warme und zu trockene Räume – vor allem während der Heizperiode. Hier wird zudem seit einigen Jahren ein Trend zum Überheizen beobachtet.

Ganz generell: Wenn das Raumklima nicht passt und Luftschadstoffe in höheren Konzentrationen in der Innenraumluft vorkommen, kann es z.B. zu Abgeschlagenheit, Müdigkeit oder Kopfschmerzen kommen. Auch akute Reizerscheinungen können auftreten, wie trockene Augen und Schleimhautreizungen in Nase und Rachen. Solche Beeinträchtigungen können sich auch negativ auf die Schlafqualität auswirken. Weiters leidet auch die geistige Leistungsfähigkeit unter schlechter Raumluft: mangelnde Konzentrationsfähigkeit, verlangsamte Denkleistung und verminderte Aufmerksamkeit sind die Folge. Ist die Raumluft belastet, ist die Regeneration - die Erholung von den Anstrengungen des Alltags - nicht optimal möglich.

Ein optimales Raumklima hilft unseren Körperfunktionen, sich zu regenerieren. Wir können uns besser erholen, fühlen uns besser und können so den Anforderungen und Ansprüchen des Alltags unbelasteter begegnen. Letztlich fördert es unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit – und das auf allen Ebenen, nämlich körperlich und mental. Mineralische Innenputze können hier einen postiven Beitrag zur Optimierung der Luftfeuchtigkeit leisten und sind gleichzeitig emissionsarm, d.h. sie geben auch keine nennenswerten Mengen an Substanzen in die Raumluft ab.

Raumklimadiagramm
Abbildung 1: Relative Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur sind wesentliche Bedingungen für ein behagliches Wohnklima. Im Idealfall liegt die relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40% und 60%, die Raumtemperatur zwischen 19°C und 22°C
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