Interview
Jung-Musiker "Think2" will die heimische Musik-Szene erobern

Der 21-jährige St. Pöltner stammt ursprünglich aus Ober-Grafendorf.
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  • Der 21-jährige St. Pöltner stammt ursprünglich aus Ober-Grafendorf.
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Der junge Musiker "Think2" aus St. Pölten wagte in der Corona-Krise einen ersten Schritt in seiner Musik-Karriere. Im Interview mit den BEZIRKSBLÄTTERN erzählt er von seinen Schicksalsschlägen, seinen musikalischen Vorbildern und was heuer noch musikalisch geplant ist. 

ST. PÖLTEN. Der 21-jähriger St. Pöltner, der unter dem Pseudonym "Think2", musikalisch Fuß fassen möchte, hat vor kurzen seine erste Single namens "Love Mask" (zu deutsch "Liebesmaske") auf YouTube veröffentlicht. Im Gespräch mit den Bezirksblättern hat er von den tragischen Schicksalsschlägen erzählt, die seine Musik nun prägen und welche Pläne er für heuer noch hat. 

BEZIRKSBLÄTTER: Wieso wolltest du Musik machen?
THINK2: Ich war schon immer ein sehr musikalischer Mensch und fand es früh faszinierend, wie Musik Gefühle, Stimmungen oder auch Gedanken vermitteln kann. Ich habe viel in meinem Leben erlebt. Beispielsweise schrieb ich bereits mit neun Jahren meinen ersten Songtext, weil ich in dieser Zeit viel über meinen biologischen Vater nachgedacht habe und warum er mich alleine gelassen hat. Als ich dreizehn war, wurde mir einer meiner Brüder genommen. Das war eine wahnsinnig schwere Zeit. Musik hat mir immer geholfen. Als dann noch meine Mutter starb, war Musik ganz besonders wichtig: Ich musste schnell erwachsen werden und die Angst und den Schmerz verdrängen. Vor allem in dieser Zeit habe ich eigentlich durchgehend Musik gehört. Und das ist schließlich auch der Grund, wieso ich Musik mache: Ich sehe es als meine Aufgabe, Menschen mit meiner Musik zu helfen und auf ihren Wegen zu begleiten. 

Warum gerade jetzt eine Single veröffentlichen – während der Pandemie?
Warum nicht? Die Musik lebt natürlich von Live-Auftritten und TV- und Radio-Shows, ganz klar. Aber viele unterschätzen, dass das Internet heute eine riesige Rolle spielt. Mir geht es nicht um Geld oder Anerkennung, ich möchte meine Musik machen und mit Menschen feiern, die meine Songs fühlen. Und vielleicht kann ich manchen ab und an ein Lächeln oder auch eine Träne ins Gesicht zaubern. 
 

Er hat bereits in der Volksschule begonnen, verschiedenste Musik-Instrumente zu erlernen.
  • Er hat bereits in der Volksschule begonnen, verschiedenste Musik-Instrumente zu erlernen.
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Warum dieses Genre?
Ich habe mir viele Gedanken über eine passende musikalische Ausrichtung gemacht. Zuerst wollte ich so werden wie Lil Peep, Justin Bieber oder auch Bruno Mars, dann musste ich erst einmal herausfinden, was ich selbst machen möchte. Auf jeden Fall keine Kopie von Lil Peep, auch wenn ich ihn sehr schätze. Schlussendlich habe ich mich dafür entschieden, in keine Schublade steigen zu wollen. Ich entscheide also das Genre immer auf der Basis vieler Faktoren wie Text, Stimmung und Produzent.

Also dürfen Fans gespannt sein, was als nächstes auf sie zukommt. Kann es also passieren, dass dein nächstes Lied zum Beispiel eine Ballade ist?
(lacht) Naja, wenn ich mal mit Leute in diesem Bereich zusammenarbeite, dann kann es schon mal vorkommen. Aber für jetzt kann ich nur sagen, dass ich für jedes Lied entscheide, welches Genre passend erscheint. 

Machst du die Musik bereits hauptberuflich?
Nein, noch nicht. Aber das wäre natürlich das große Ziel. Ich bin an einem Punkt, wo es mehr als ein Hobby ist, bin aber noch kein Profi. Trotzdem muss ich nicht alles alleine machen. Ich arbeite mit einem professionellen Team zusammen, wofür ich sehr dankbar bin.
 
Auf deinem Instagram-Profil sieht man dich mit einer Gitarre - spielst du nun auch ein Instrument oder war das nur ein Requisit für das Bild?
Ja, ich spiele einige Instrumente, aber keines perfekt. Ich habe mit sieben Jahren angefangen, Violine zu lernen. Meine musikalische Aufmerksamkeitsspanne war damals zugegebenermaßen sehr gering (lacht) und somit wechselte ich in der Regel nach ein, zwei Jahren das Instrument. Darunter waren Gitarre, Schlagzeug, Trompete, Saxophon, Violine, Cello, Klavier, Blockflöte und in überschaubarem Ausmaß noch ein paar andere. Trotzdem kann ich keine Noten lesen (lacht). Zurzeit spiele ich eigentlich auch nur noch ein wenig Gitarre, weil ich mich auf meinen Gesang konzentrieren möchte.
 

Dabei ist die Gitarre noch eines der weniger exotischen Instrumente.
  • Dabei ist die Gitarre noch eines der weniger exotischen Instrumente.
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Vor kurzem hast du nun den Schritt gewagt und "Love Mask" veröffentlicht. Ist das deine erste Single?
Nein, „Love Mask“ ist meine dritte Single, aber die ersten beiden sind Teil meines Entwicklungsprozesses. Vielleicht werde ich sie einmal öffentlich zugänglich machen, aber bis dahin kommt ohnehin noch viel neue Musik.
 
Hier kannst du dir Single "Love Mask" selbst anhören 

Wie war die Reaktion auf deine Single?
Sehr positiv. Abgesehen von ein paar weniger positiven Rückmeldungen, die mich aber nicht weiter stören. Keine Musik trifft immer jeden Geschmack, also kann ich das ganz gut einordnen. Ich habe mich wirklich sehr über jede einzelne Nachricht gefreut. 

Hast du noch weitere Projekte, die bald veröffentlicht werden?
Ja, dieses Jahr ist noch einiges geplant: 2021 erscheint alle zwei Monate eine neue Single. Richtig gespannt darf man auf den nächsten Song im Mai sein. Für dieses Projekt haben wir tolle Videografen aus Wien und einige Darsteller an Board. An einer tollen Location, über die ich noch nichts verraten will. 

Was sind deine Pläne für die weitere Zukunft?
Wir werden sehen,  was die Zukunft bringt, aber der große Traum wäre es natürlich, meine Leidenschaft zum Hauptberuf zu machen. Musik produzieren, rund um die Welt reisen und auftreten. Ich freue mich ebenfalls auf einige Kooperationen, welche für die Zukunft geplant sind. 
 

Die größte musikalische Inspiration ist "Lil' Peep".
  • Die größte musikalische Inspiration ist "Lil' Peep".
  • Foto: Think2
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Welcher Künstler - tot oder lebendig – ist dein musikalisches Vorbild? Mit wem würdest du ein Lied machen wollen?
Ich habe nicht nur ein einziges musikalisches Vorbild. Wie gesagt ist mir wichtig, dass ich meine Musik mache und dabei niemanden nachahme. Aber natürlich inspirieren mich unglaublich viele Künstler – musikalisch, aber auch mit ihrer Persönlichkeit und ihrem Auftreten. Beispiele wären Sido, Lil Peep, Green Day, Bilderbuch, Falco, Seiler und Speer, Slipknot, Rammstein Apache 207 und auch Brendan Urie.
Aber meine Antwort auf die Frage, mit wem ich einen Song aufnehmen würde, bleibt für immer gleich: Lil Peep!
 
Hier geht's zur Facebook-Seite von "Think2"

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