SC Mannsdorf auf Höhenflug

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Titelfavorit SC Mannsdorf setzte sich klar durch. Nur einmal in 26 Runden war man nicht Tabellenführer.
MANNSDORF. Sämtliche rekordverdächtige Gebietsliga Highlights wurden von Schalkhammer und Co. aufgestellt. Die „Ballermänner“ der Ligavolltreffer – ganze 119 – setzte man den Gegnern in den Kasten, das entspricht einem Schnitt von 4,58 Toren pro Spiel. 27 Gegentore ließ man zu. Somit ergab es ein plus 92 im Torverhältnis. 23 Siege, den Herbstmeistertitel sackte man ohne Punkteverlust ein. Erst am Tag der Arbeit, dem 1. Mai, erlitt man in Prottes mit einem torlosen Remis den ersten Punkteverlust der ganzen Saison. Die erste der zwei Niederlagen erlitt man schon ohne den entlassenen Meistertrainer. Und die hatte es in sich: 2:7 in Hausleiten. Ein Makel, das ganz und gar nicht in die Erfolgsstory der Mannen an der Donau passte. Und im letzten Spiel, bevor man die Gebietsliga gegen die Landesliga tauschte, war es Reyersdorf, das sich einen 3:2-Sieg gegen den Goliath der Liga auf seine Brust heften durfte. Letztendlich waren es 70 Punkte, 19 mehr als der Zweitplazierte Obergänserndorf, die in die Annalen eingehen werden.

Lobenswerte Goalies
Drei Mann dieser Übermannschaft muss man gleich einmal dick heraus streichen: Petr Mikel, der Ex-Auersthaler Legionär traf gleich 31mal ins Schwarze. Tomas Simcek der schon einige Zeit bei den Mannsdorfern spielt, erzielte 24 Volltreffer. Und da wäre dann noch Markus Holemar, der einst von der Wiener Austria zu Heart of Midlothian nach Schottland wechselte und von Amstetten den Weg nach Mannsdorf fand. Lenker und Denker im Spiel, der es auf nicht weniger als 23 Tore brachte. 78(!) Treffer dieser drei Herren ist schon österreichweit in Unterklassen einsame Spitze. Um in keinster Weise die tolle Leistung der anderen Mitspieler schmälern zu wollen, war dieses Dreieck mehr als überragend. Die Kantersiege: 7:1 Sierndorf, 8:1 Prottes, 11:1 Reyersdorf, 11:0 Langenzersdorf, 7:0 Leitzersdorf und Laa, beide Male mit 0:5 nach Hause geschickt. Einziges Negativum, dass man vielleicht anprangern muss: Kein einziger Akteur aus Mannsdorf schaffte es, sich in dieser Elf ein Leibchen zu verschaffen. Doch mit Präsident Ing. Wolfgang Macho – mit dem „Cäsar“ Immobilienpreis ausgezeichnet – geht das mit 409 Einwohnern bescheidene Mannsdorf neue Wege. Man schließt fast nahtlos an Besteigungen von ­Hohenau und Untersiebenbrunn an. Wie weit dieser Weg Erfolg findet, steht und fällt einzig und allein mit dem aufgestellten Budget. Natürlich für den Bezirk Gänserndorf und deren Region eine feine Sache. Man kann sich erwarten, wenn der SC Mannsdorf in der 1. Landesliga mal angekommen ist, dass man scharenweise die Zuseher als Magnet in seinen Bann ziehen wird. Zudem wäre mal wieder ein Verein aus dem Bezirk Gänserndorf in der 1. Landesliga vertreten. Doch bis dahin gilt es nun einmal zu schauen, wie man sich als Aufsteiger in der 2. Landesliga tut. Brisante Derbys gegen Leopoldsdorf und Lassee stehen jedenfalls schon mal an. Obwohl viele Abgänge feststehen, allem voran der von Petr Mikel und Markus Holemar, versprach Präsident Wolfgang Macho eine Elf für die kommende Saison, die dazu auch noch mit viel Schlagkraft ausgestattet sein soll. Mit Goran Djuricin als Trainer wird man das Unternehmen 2. Landesliga in Angriff nehmen.
Robert Simperler

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