Universitätsklinikum St. Pölten
Neuer Leiter der Klinischen Abteilung für Neurochirurgie

Prim. Univ.-Prof. Dr. Camillo Sherif, Leiter der Klinischen Abteilung für Neurochirurgie am Universitätsklinikum St. Pölten.
  • Prim. Univ.-Prof. Dr. Camillo Sherif, Leiter der Klinischen Abteilung für Neurochirurgie am Universitätsklinikum St. Pölten.
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Prim. Univ.-Prof. Dr. Camillo Sherif wurde zum Leiter der Klinischen Abteilung für Neurochirurgie am Universitätsklinikum St. Pölten bestellt.

ST.PÖLTEN (pa). Prim. Univ.-Prof. Dr. Camillo Sherif begann seine Ausbildung an der neurochirurgischen Universitätsklinik im AKH. Nach drei Jahren erfolgte ein Aufenthalt an einer großen grundversorgenden Abteilung mit spitzenmedizinischem Spezialauftrag im Kantonsspital Aarau in der Schweiz. Parallel dazu war er an der Universität Bern Mitglied der anästhesiologischen Forschungsgruppe von Prof. Takkala. Ab 2011 war Prim. Sherif an der Neurochirurgie der Rudolfstiftung in Wien tätig und hat die zerebrovaskuläre Forschungsgruppe Wien gegründet, die initial bis 2016 dem Ludwig-Boltzmann-Cluster für kardiovaskuläre Forschung affiliiert war und ab 2016 der Sigmund Freud Privatuniversität Wien. 2012 hat er sich an der Medizinischen Universität Wien mit einem zerebrovaskulären Thema habilitiert, war seit 2013 Konsiliararzt im Spital der Barmherzigen Brüder Eisenstadt und ab 2016 auch bei den Barmherzigen Brüdern in Wien. 2016 wurde er auf den Lehrstuhl für Neurochirurgie der Sigmund Freud Privatuniversität Wien berufen.

Neurochirurgie

Als universitäre Abteilung sieht Prim. Sherif die Rolle der Neurochirurgie am Universitätsklinikum St. Pölten vor allem darin, Pathologien, die andernorts im Land nicht versorgt werden können, hier zu versorgen, um so als Referenzzentrum die spitzenmedizinische Versorgung aller Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher sicherzustellen. Umso mehr, da es auch die besten infrastrukturellen Vorhaltekapazitäten gibt. Dies impliziert im Besonderen die folgenden fachlichen Bereiche: Die Hirntumorchirurgie inkl. Schädelbasischirurgie, wo eine herausragende Kooperation mit der Neurologie, der Radiologie, der Pathologie im Haus und der Strahlentherapie im Universitätsklinikum Krems bereits etabliert wurde. Hier wird z. B. das nächste Leuchtturmprojekt die Implementierung von Hirntumoroperationen am wachen Patienten sein. Auch die Versorgung komplexer zerebrovaskulärer Erkrankungen wird als Schwerpunkt vertieft, z. B. die Behandlung von Gehirnaneurysmen. Dies passiert in engster Zusammenarbeit mit der Radiologie, der Neurologie und der Anästhesie. Weitere Schwerpunkte sind komplexe Wirbelsäulenpathologien, wie Rückenmarkstumore, und Halswirbelsäulenpathologien sowie die minimal invasive Wirbelsäulenchirurgie. Last but sicher not least die gemeinsame neurointensivmedizinische und schmerztherapeutische Betreuung der Niederösterreicher, gemeinsam mit der Anästhesie.

Künstliche Intelligenz

Als größtes Thema hinsichtlich der zukünftigen medizinischen Entwicklungen im Fachgebiet der Neurochirurgie, das die Art zu arbeiten und zu forschen in den nächsten 10 Jahren verändern wird, sieht Prim. Sherif die künstliche Intelligenz. In der Medizin ist ihr Nutzen vor allem im Bereich der Diagnose, aber noch viel mehr im Bereich der individualisierten Risikoprognose der einzelnen Erkrankungen zu sehen. Daher soll ein wesentlicher Forschungsschwerpunkt der Abteilung in der individuellen Risikoprognose liegen.Ein weiteres großes Thema ist die zunehmende minimale Invasivität der Eingriffe, wo sich vor allem im Bereich der Wirbelsäulenchirurgie sehr interessante neue Operationstechniken der Schlüssellochchirurgie entwickeln. Außerdem entwickeln sich immer enger werdende interdisziplinäre Kooperationen, vor allem im Bereich der Hirntumorbehandlung, aber auch der zerebrovaskulären Erkrankungen. Dies betrifft z. B. die fächerübergreifende Operationsplanung großer Hirntumore, wobei bereits vor der Operation gleichzeitig das Tumorresektionsausmaß gemeinsam mit dem Bestrahlungsfeld geplant wird und so durch Vermeidung überaggressiver Tumorresektion funktionelle Einschränkungen minimiert werden, bei trotzdem idealer Tumorkontrolle.

Autor:

Katharina Gollner aus Tulln

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