UNGLEICHBEHANDLUNG BEI DER ÖBB? DIE AUFKLÄRUNG
Beim Kauf von ÖBB-Tickets am Automaten gelten andere Gesetze als bei OnlineTickets

Ich besitze kein Smartphone.
Am 20.02.2019 habe ich mir am Bahnhof St. Pölten eine Hin- u Rückfahrkarte für Wien Stadtgrenze, Vorteilscard, für den 25.02. gekauft.
Da in der Früh immer ein großer Ansturm bei den Automaten ist, bin ich soundso gezwungen, dies im voraus zu bewerkstelligen!
Leider bin ich krank geworden.

Beim Anruf am 23.02. gegen 12 Uhr unter der ÖBB TelNr. 051717, was ich nun tun könnte, wurde mir automatisch ein Rückruf eingetragen. Nach 15 Uhr erhielt ich diesen wirklich, allerdings war nur ein Tonband mit der Ansage "ÖBB, derzeit sind alle Leitungen besetzt" zu hören und so legte ich enttäuscht wieder auf.

Zwischenzeitlich war ein Freund am Bahnhof und erhielt vom ÖBB-Personal derart verwirrende Auskünfte, die mich ahnen ließen, dass die Mitarbeiter auch nicht wussten, was nun zu tun sei, oder dass sie es lieber gar nicht sagen wollten...

Am 24.02. startete ich um 10:02 Uhr einen weiteren Anrufversuch - 10:05 Uhr kam der Rückruf u dieses Mal hörte ich mir das Band länger an u wurde zur großen Verwunderung nach einiger Zeit verbunden... Ich schilderte den Fall und wurde nach der Buchungsnummer gefragt, suchte die Tickets und fand besagte Nummer nicht. Außerdem zweifelte ich, dass beim Kauf am Automaten eine solche überhaupt aufscheint. Und nun bitte langsam und mit Genuss lesen, was ich von der Mitarbeiterin der ÖBB zu hören bekam:

"BEI TICKETS, DIE PER AUTOMAT GEKAUFT WURDEN, HABEN SIE GENAU 20 MINUTEN ZEIT, UM DIESE AM SCHALTER UMZUTAUSCHEN - ANSONSTEN GIBT ES KEINE UMBUCHUNG ODER RÜCKERSTATTUNG!"

In eigenen Worten (die mir auch so bestätigt wurden): SIE HABEN EINFACH PECH GEHABT.

Wo sind die Experten und Hüter der Diversitäten, die für mich aufgrund dieser Ungleichstellung mit Iphonebenutzern meine Rechte beim Europäischen Gerichtshof durchsetzen!?

Ich ersuche um Refundierung besagter € 11,40, weil ich genauso Mensch bin wie alle Smartphonebenutzer weltweit!

Hier die Stellungnahme der ÖBB vom 28.02., die ich ebenfalls widersprüchlich und unklar finde, sodass ich um weitere Abklärung ersucht habe.

"...danke für Ihre Nachricht.

Es tut mir, dass Sie so widersprüchliche Auskünfte erhalten haben. Die tariflichen Erstattungsbestimmungen richten sich grundsätzlich nicht nach dem Kanal, über den das Ticket erworben wurde, sondern hängen von der Art des Tickets ab. Sparschiene-Tickets beispielsweise sind von Umtausch und Erstattung ausgeschlossen, unabhängig davon, ob sie am Schalter, online oder via App erworben wurden. ÖBB-Standardtickets lassen sich bis einen Tag vor dem ersten Gültigkeitstag stornieren (Anm.!!!), sofern diese nicht online gebucht und bereits im pdf-Format heruntergeladen wurden (Anm. das heißt: Pech für die OnlineBucher). Wenn Sie mir Foto/Scan/Kopie bzw. Auftragsnummer, Buchungs- oder Ticketcode Ihres Tickets übermitteln, sehe ich mir Ihren konkreten Fall gerne genauer an. (...)"

Mittlerweile habe ich einen Online-Gutschein erhalten (Pech gehabt, falls man ihn zurückgeben möchte - Sie wissen schon :-))

Und was hat das alles mit 20 Minuten zu tun?
Tickets vom Automaten kann man innerhalb von 20 Minuten beim Schalter zurückgeben, sofern man falsch getippt/gedrückt hat. So und nun wissen wir endlich, wie der "Ticket-Hase" bei der ÖBB läuft...

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