Die Meisterin des Wassers

St. Pöltens Wassermeisterin Doris Negl.
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ST. PÖLTEN (pw). Wasser ist ein wertvolles Gut. Es in ausreichenden Mengen vorzufinden, ein Glücksfall. Die Bezirksblätter haben sich angesehen, wie es mit der Trinkwasserversorgung in der Landeshauptstadt aussieht. Doris Negl ist Wassermeisterin in St. Pölten. Sie ist die einzige Frau unter neun Männern, die an 365 Tagen im Jahr als Wassermeister im Einsatz sind. Jeden Tag werden alle Anlagen kontrolliert, das ist eine Runde von 80 Kilometern täglich, außerdem gibt es einen ständigen Bereitschaftsdienst. "Das ist wichtig, denn die Wasserqualität wird durch Probenentnahmen laufend kontrolliert", erklärt Negl. Dieser Genauigkeit ist es auch zu verdanken, dass es in puncto Wasserverschmutzung in St. Pölten noch nie Probleme gab. "Wir sind da sehr dahinter", bestätigt Negl. Bei einer Grenzwertüberschreitung muss sofort reagiert werden.

Aufgabenbereiche

Doch was gehört noch zu den Tätigkeiten eines Wassermeisters? Laut Doris Negl die gesamte Wasserversorgung. St. Pölten hat ein rund 400 Kilometer langes Rohrnetz, das auf das Jahr 1927 zurückgeht. Aus dieser Zeit sind noch viele Leitungen vorhanden, die stetig ausgewechselt gehören – pro Jahr werden vier Kilometer erneuert. Außerdem müssen, neben der Wasserförderung, Rohrbrüche behoben werden, neue Rohrleitungen bei Hausbauten verlegt und Wasserzähler kontrolliert werden.
Doch wie kommt die Landeshauptstadt eigentlich zu ihrem Wasser? Das Wasserwerk St. Pölten ist ein Grundwasserwerk mit zwei Brunnenfeldern in Harland. "Das dort gewonnene Wasser wird in Hochbehältern in Völtendorf, Ochsenburg, Kaibling und Pottenbrunn gespeichert", erklärt Negl.
Welche Einstellung hat man zu Wasser, wenn man tagtäglich damit zu tun hat? "Sicherlich eine andere. Der Wasserspargedanke ist bei mir zweischneidig. Wenn das Wasser zu lange in den Rohren verweilt, leidet die Qualität darunter", so die Wassermeisterin.

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