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Installateurlehre
Erfolg ist cool und beginnt mit der richtigen Ausbildung

  • Foto: WKNÖ Installteure / Kessler Werbung
  • hochgeladen von Lisa Ringler

Interview mit dem Lehrlingsbeauftragten und Landesinnungsmeister-Stv. der NÖ Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker Dipl.-Ing. (HTL) Gerald Kopsa

Ihre Branche ist auf der Suche nach jungen Leuten, die einen Job als Installateur anstreben?
Gerald Kopsa: Ja, genau. Die Installateur-Branche in Niederösterreich ist ein wichtiger Wirtschaftszweig. Auch in der Corona-Krise hat sich gezeigt, dass unser Handwerk eine wichtige Säule der heimischen Wirtschaft ist. Und hier ist der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern sehr hoch. Um in der Zukunft gut ausgebildete Mitarbeiter zu haben, investieren die heimischen Installateurbetriebe in die Ausbildung junger Leute.

Allgemein fällt auf, dass die Lehre wieder viel stärker im öffentlichen Interesse steht, als noch vor zwei-drei Jahren. Wie ist hier die Entwicklung?
Gerald Kopsa: Es gibt aktuell einen Mangel an qualifizierten Fachkräften. Darum bilden heimische Betriebe die jungen Leute selbst aus, um für die Zukunft gerüstet zu sein.
Außerdem hat man heute mit einer Lehre viele Möglichkeiten. Von der Selbstständigkeit bis zu einem Studium ist alles möglich.

Eine Lehre - Wie kann man sich das vorstellen? Arbeiten in einer Firma statt lernen in der Schule?
Gerald Kopsa: Wer nicht lernen möchte, muss Arbeiten gehen. Ein antiquiertes Vorurteil. Früher dachte man, wer eine Lehre beginnt, hat die Chance auf die Matura oder eine andere Weiterbildung verpasst. Doch das stimmt auf keinen Fall. Mit der Lehre steht man am Anfang einer Karriere und man hat alle Möglichkeiten. Von der Selbstständigkeit bis zum Studium. Im Fall des Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnikers ist man einerseits 3 mal für je 10 Wochen in der Berufsschule in Zistersdorf und andererseits hat man seinen Lehrbetrieb, in dem man die Praxis des Berufs erlernt. Man spricht hier von einem dualen Ausbildungssystem.

Also Praxis und Theorie?
Gerald Kopsa: Genau! Lernen von den Profis. Die Berufsschule in Zistersdorf gehört zu den besten Berufsschulen im Land. Top Lehrkräfte mit sehr guten Kontakte zur Industrie. Das bringt fundierte Ausbildung mit neuesten Werkzeugen. Und im Betrieb lernt man das Teamwork, das Organisieren von Arbeitsabläufen, Kundenkontakt, Verantwortungsbewusstsein uvm. Ich kann sagen: alles in allem - eine Ausbildung auf Weltniveau.

Was lernt man hier konkret und wie lange dauert die Ausbildung?
Gerald Kopsa: Im so genannten Grundmodul - das dauert 2 Jahre - bekommt man die Grundlagen vermittelt. Heizungstechnik, Lüftungstechnik, Gas- und Sanitärtechnik. Wer die vierjährige Variante wählt, kann sich auf weitere Fachthemen spezialisieren. Beendet wird die Lehre mit der Lehrabschlussprüfung. In einem theoretischen und einem praktischen Teil stellt man sein Können unter Beweis.

Was macht Ihrer Meinung nach den Beruf so krisensicher?
Gerald Kopsa: Wir sprechen hier von einem High-Tech-Beruf. Denken Sie an Schlagworte wie erneuerbare Energie, Klimaschutz, sauberes Wasser, Heizen im Winter, Kühlen im Sommer, Photovoltaik, Wellness - Entspannung in den eigenen vier Wänden, steigende Rohstoffpreise uvm. Das sind die Themen die unsere Lebensqualität in Zukunft bestimmen werden. Da brauchen wir Profis, die mit diesen Technologien umgehen können. Experten, die solche Anlagen aufbauen, programmieren und warten können. Und die Nachfrage steigt.

Hat die Corona-Pandemie eigentlich eine Auswirkung auf den Beruf.
Gerald Kopsa: Die Pandemie hat die Nachfrage beschleunigt. Viele Haus- und Wohnungsbesitzer sind gerade in schwierigen Zeiten bereit in die eigene Immobilie zu investieren. Vieles davon wird auch staatlich gefördert. Raus mit dem alten Ölkessel, rein mit umweltfreundlichen Heizsystemen, Nutzen der Sonnenenergie uvm.

Wie finde ich meinen Lehrbetrieb? Wie starte ich meine Karriere? Wie geht es da los?
Gerald Kopsa: In fast jedem Ort in Niederösterreich gibt es einen Installationsbetrieb. Am Besten: hingehen und nach einer Schnupperlehre fragen. Betriebe, die Lehrlinge ausbilden geben Interessierten diese Möglichkeit. So bekommt man den Alltag im Betrieb mit.
Ist man bei der Schnupperlehre auf den Geschmack gekommen, unterschreibt man einen Lehrvertrag. Damit ist man fixer Mitarbeiter im Betrieb und die Ausbildung kann beginnen.

Wer hier im Vorfeld noch genauere Informationen möchte, kann sich im Internet informieren: www.meinelehre.at - hier gibt es für alle Interessierten auch einen kleinen Eignungstest.

Was verdient ein Lehrling?
Gerald Kopsa: Die Installateur-Lehre gehört zu den bestbezahltesten Ausbildungen im Handwerk. Im ersten Lehrjahr beginnt man mit einem Monatsgehalt von über 700,- Euro und im 4. Lehrjahr verdient man bereits ca. 1.550,- Euro. Diese Beträge wurden erst vor kurzem wieder angehoben. Und dies ist erst der Anfang.
Wie gesagt: Gute Ausbildung = gute Verdienstmöglichkeiten.
Wenn man ausgelernt hat, beträgt der durchschnittliche Gehalt zwischen 2.100,- und 2.800,- Euro. Der Verdienst erhöht sich im Laufe der Karriere, hängt aber auch von der Richtung ab, die man einschlägt.


Erfolg ist cool und beginnt mit der richtigen Ausbildung!
Lehre - Meister - Selbstständigkeit - Matura - Studium …. Alles ist möglich

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