UK St.Pölten
Erster Welttag gegen Lebensmittelverschwendung

Das Küchenteam des LK Mauer setzt zum Welttag gegen Lebensmittelverschwendung am 29. September 2020 ein Zeichen für Lebensmittelwertschätzung: v.l.n.r. Dir. Robert Danner, Günter Eder, Michael Keusch, Renate Vielmetti.
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  • Das Küchenteam des LK Mauer setzt zum Welttag gegen Lebensmittelverschwendung am 29. September 2020 ein Zeichen für Lebensmittelwertschätzung: v.l.n.r. Dir. Robert Danner, Günter Eder, Michael Keusch, Renate Vielmetti.
  • Foto: LKMauer
  • hochgeladen von Katharina Gollner

 Anlässlich des Ersten Welttags gegen Lebensmittelverschwendung am 29. September2020 sagen das Universitätsklinikum St. Pölten, das Landesklinikum Amstetten und das
Landesklinikum Mauer in Kooperation mit dem Land Niederösterreich und dem
Bundesministerium für Klimaschutz mit einer Bewusstseinskampagne der
Lebensmittelverschwendung den Kampf an.

ST. PÖLTEN (pa). Im Rahmen von Aktionstagen von 28.September 2020 bis 4. Oktober 2020 unter dem Motto „Nix übrig für Verschwendung“ zeigen
sie zusammen mit United Against Waste, wie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber
auch Patientinnen und Patienten einen Beitrag zur Lebensmittelabfallvermeidung leisten
können.
Rund ein Drittel der für den menschlichen Verzehr gedachten Lebensmittel wird laut
Welternährungsorganisation jedes Jahr weltweit entsorgt.

500.000 Tonnen

Auch in Österreich fallen jährlichmindestens 500.000 Tonnen genießbarer Lebensmittel entlang der gesamten
Wertschöpfungskette als vermeidbarer Lebensmittelabfall an. Großküchen von Krankenhäusern
kommt bei Lebensmittelabfallvermeidung eine besonders wichtige Rolle zu – denn hier werden
täglich tausende Menschen mit Essen versorgt. Überproduktion und Tellerretouren führen dazu,
dass am Ende des Tages viele noch genießbare Lebensmittel entsorgt werden müssen. Das
Monitoring der Initiative United Against Waste aus dem Jahr 2019 hat gezeigt: Das Verhältnis von
vermeidbarem Lebensmittelabfall im Vergleich zum ausgegebenen Essen lag 2019 in
österreichischen Krankenhäusern im Durchschnitt bei rund 31 Prozent, in Pflegeheimen bei 26
Prozent und in Betriebskantinen bei 13 Prozent, wobei es von Standort zu Standort große
Schwankungen gibt.

Handlungsbedarf

Das ist auch ein Handlungsauftrag – denn vermeidbare Abfälle verbrauchennicht nur wertvolle Ressourcen, sondern belasten auch das Klima.
„Gerade die aktuelle Krise hat uns vor Augen geführt, wie wertvoll die Verfügbarkeit von
Nahrungsmitteln ist, was sich auch in unserem Verhalten widerspiegeln muss.
Lebensmittelbfallvermeidung hilft nicht nur der Umwelt, sondern kann auch die regionale
Wertschöpfung erhöhen, wenn Ressourcen, die durch einen sorgsamen Umgang mit
Lebensmitteln eingespart werden, wiederum in die Beschaffung regionaler und gesunder Produkte
fließen“, sagt LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf. 

Nix übrig für Verschwendung

Das Universitätsklinikum St. Pölten, das Landesklinikum Amstetten und das Landesklinikum Mauergehen mit guten Beispiel voran und beobachten laufend ihre Lebensmittelabfälle im Rahmen des
Lebensmittelabfall-Monitoringprogramms für Großküchen von „United Against Waste“. Durch den
Vergleich und den Austausch mit anderen am Monitoringsystem teilnehmenden
Gesundheitseinrichtungen können Problemstellen analysiert und dafür gezielt
Lösungsmöglichkeiten erarbeitet werden.

„Gerade in großen und komplexen Betrieben wieKrankenhäusern – wir produzieren im Uniklinikum St. Pölten allein an einem einzigen Tag rund 6.000 Portionen Essen – ist konsequente Lebensmittelabfallvermeidung eine Herausforderung,
denn die große Anzahl und hohe Fluktuation von Patientinnen und Patienten, deren wechselnder
Appetit und Gesundheitszustand und komplexe Rahmenbedingungen erschweren die Planung.
Neben den wirtschaftlichen Faktoren ist für uns auch der ethische und verantwortungsvolle
Umgang mit allen Ressourcen zum Leitgedanken geworden.“,

berichtet Bernhard Kadlec,kaufmännischer Direktor des Universitätsklinikums St. Pölten.

Lebensmittelabfallvermeidung gelingt nur gemeinsam

Auch Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern und Bewohnerinnen und Bewohner inPflegeheimen tragen entscheidend dazu bei, Tellerreste zu vermeiden, zum Beispiel durch
bewusstes Bestellen oder Abbestellen von Menübestandteilen wie Suppe oder Nachspeise, durch
konstruktives Feedback und indem mit Verständnis reagiert wird, wenn einmal etwas ausgeht und
dafür eine gleichwertige Alternative angeboten wird, denn das hilft dabei, dass mit weniger Puffer
vorproduziert werden muss. Um auch diese Zielgruppe anzusprechen, machen Großküchen in
ganz Österreich rund um den neu von der UNO ausgerufenen „Welttag gegen
Lebensmittelverschwendung“ am 29. September 2020 mit Infomaterial und Aktionen auf das
Thema Lebensmittelabfallvermeidung aufmerksam.

Reduktion von Lebensmittelabfällen

Das Land Niederösterreich unterstützt United Against Waste seit 2015 und fördert über dasökomanagement Niederösterreich Beratungen für Gastronomie und Hotellerie zur
Lebensmittelabfallvermeidung. Zudem wird in den über 100 Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen
des Landes Niederösterreich großer Wert auf die Verwendung regionaler Lebensmittel gelegt – der
Anteil soll in Zukunft noch weiter ausgebaut werden. Ebenso wird im Rahmen der „APPetit
Schulstunde“, gemeinsam mit den NÖ Umweltverbänden, Wissen zum Thema
Lebensmittelabfallvermeidung im Stil einer Quiz-Show an Schülerinnen und Schüler vermittelt.
Zudem machen das Land NÖ und die NÖ Umweltverbände in den nächsten Wochen in
Kooperation mit dem ORF Landesstudio NÖ mit TV-Spots auf das Thema aufmerksam.

Über United Against Waste

United Against Waste ist eine Initiative zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen in der Außer-Haus-Verpflegung und wird von einem breiten Partnernetzwerk aus Wirtschaft, Bund, Ländern, NGOs und
Wissenschaft getragen. Seit mehreren Jahren wirkt United Against Waste auf unterschiedlichen Ebenen
– seit 2014 in der Gastronomie und Hotellerie mit dem Beratungsprogramm „Küchenprofi[t]“ und seit
2017 auch im Bereich Großküchen/Gemeinschaftsverpflegung mit dem Monitoring- und Managementsystem
„Moneytor“.
Die Durchführung der Aktionswoche „Nix übrig für Verschwendung“ wird vom Bundesministerium für
Klimaschutz, der Stadt Wien, den Ländern Oberösterreich, Niederösterreich, Steiermark und Tirol sowie
dem UAW-Gründungsmitglied Unilever Food Solutions finanziell unterstützt.

Das Küchenteam des LK Mauer setzt zum Welttag gegen Lebensmittelverschwendung am 29. September 2020 ein Zeichen für Lebensmittelwertschätzung: v.l.n.r. Dir. Robert Danner, Günter Eder, Michael Keusch, Renate Vielmetti.
Koch Manuel Egger vom LK Amstetten im Einsatz gegen Lebensmittelverschwendung.

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