Verkehr
"Falsche" Radarfalle blitzte 258 St. Pöltner

Die 30er-Zone in der Stattersdorfer Hauptstraße lockte an einem einzelnen Ferientag 258 Raser in die Radarfalle.
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  • hochgeladen von Nikolaus Frings

258 St. Pöltner wurden an einem einzelnen Ferientag von einer falsch eingestellten Radarbox geblitzt.

ST. PÖLTEN (nf). "Überall, wo Menschen am Werk sind, ist es ganz normal, dass auch einmal Fehler passieren können", erklärte Stadtpolizeikommandant Franz Bäuchler. Bezogen ist das Statement auf eine falsche Radarmessung, die sich unmittelbar nach Weihnachten in Stattersdorf zutrug.

Falsches Datum eingestellt

Am 27. Dezember wurde seitens der Stadtpolizei ein Radargerät bei der Stattersdorfer Hauptstraße 109, also unmittelbar zu Beginn der 30er-Zone, vor der örtlichen Volksschule aufgestellt. Eine dort angebrachte Zusatztafel verdeutlicht, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung nur an Werktagen Gültigkeit besitzt. Auf den 258 Anonymverfügungen, welche die Betroffenen inzwischen bereits zugesandt bekamen, war mit dem 26. Dezember (Stefanitag) jedoch ein Feiertag als "Aufnahmedatum" angeführt. Während die sorglosen Weihnachtsferien hier sicherlich als ein Mitgrund für die hohe Anzahl an Geschwindigkeitssündern angeführt werden können, verbirgt sich nicht allzu weit entfernt womöglich ein weiterer: Knappe zwei Kilometer von der Stattersdorfer Volksschule entfernt befindet sich die Neue Mittelschule Harland. Auch dort ist eine 30er-Tafel positioniert, diese wird jedoch mit der Zusatztafel "Nur an Schultagen" geschmückt.

"Bedauern den Fehler"

Das Beweisbild mit dem falschen Datum wurde folglich automatisch in die Anzeigen an die Behörde übernommen. Daher wurde auch von der Landespolizeidirektion NÖ dieses Datum verwendet und es wurden 258 Anonymverfügungen mit dem falschen Datum versendet. Auf Nachfrage der Bezirksblätter erklärte Chefinspektor und Pressesprecher Johann Baumschlager den Vorfall wie folgt:
"Wir bedauern diesen Fehler bei der Einstellung des Radarmessgerätes und die dadurch erfolgte Versendung von Verfügungen mit falschem Datum." Weiters hieß es aus der Polizeidirektion, dass aus rechtlichen Gründen Zahlungen, die aufgrund solcher Verfügungen erfolgt sind, nicht rückerstattet werden. Diese Verwaltungsstrafverfahren sind demnach jedenfalls bereits abgeschlossen.
In allen übrigen Fällen erfolgt eine Berichtigung des Datums im Rahmen des weiteren Verfahrens.

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