Prozess St. Pölten
Im Vollrausch Frequency-Zelte geplündert und angezündet

Frequency-Zündler vor Gericht: Die beiden 20-jährigen fassten Geldstrafen aus.
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Die Frequency-Zündler mussten sich am Landesgericht St. Pölten "nur" wegen Sachbeschädigung verantworten. Die beiden 20-Jährigen fassten hohe Geldstrafen aus. 

ST. PÖLTEN (ip). „Ich wollte wieder einmal eine spaßige Aktion mit meinem Kollegen“, so die fragwürdige Begründung eines 21-jährigen Slowaken, der gemeinsam mit einem gleichaltrigen Burschen zum Frequency-Festival aus Oberösterreich angereist war und mit ihm aus Langeweile Wertsachen aus den Zelten anderer Besucher entwendete. Danach steckten sie die leicht entzündlichen Unterkünfte ihrer Opfer in Brand.

Hohe Geldstrafen

Die beiden relativ gut verdienenden Monteure wurden nun am Landesgericht St. Pölten rechtskräftig verurteilt, wobei sich einerseits eine Vorstrafe des Slowaken wegen eines Drogendelikts straferhöhend auswirkte, andererseits das umfassende Schuldbekenntnis und die bereits großteils geleistete Schadensgutmachung der beiden Zündler als strafmildernd gewertet wurden. Für den besser verdienenden Slowaken bedeutete dies neben einer viermonatigen Bewährungsstrafe auch eine Geldstrafe in Höhe von 8.100 Euro, der andere Bursche fasste eine Geldstrafe von 3.750 Euro aus.

Schadeswiedergutmachung

Zu den Vorwürfen von Staatsanwalt Thomas Korntheuer bekannten sich die beiden Angeklagten von Anfang an schuldig, „auf diese dumme Idee“ sei man allerdings nur aufgrund der relativ starken Alkoholisierung gekommen. Die Musik habe ihnen gerade nicht so gefallen, daher begaben sie sich zum Zeltplatz, krochen in die Unterkünfte der Festivalbesucher und verstauten neben Essen und Alkohol auch diverse Wertsachen in ihren Rucksäcken, bevor sie insgesamt zehn Zelte in Brand steckten. Sehr zur Überraschung des Richters ging ein Sachverständiger nicht davon aus, dass dadurch eine Feuersbrunst entstehen hätte können. Somit konnte man nur von Diebstahl und Sachbeschädigung ausgehen, wobei Herr Rat dennoch von einem „hoch risikogeneigten Verhalten“ sprach. Gleichzeitig zweifelte der Richter an den angegebenen Schadenshöhen einzelner Opfer. Er könne sich nicht vorstellen, dass jemand zu so einem Event etwa einen Schlafsack um 500 Euro mitnimmt, führte er als Beispiel an. Während die Burschen im Vorfeld rund 6.000 Euro als Wiedergutmachung hingeblättert haben, bezifferte der Richter den Schaden als jedenfalls unter 5.000 Euro.

Frequency-Zündler vor Gericht: Die beiden 20-jährigen fassten Geldstrafen aus.
Staatsanwalt Thomas Korntheuer

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