Nach Schimpftiraden
Kesetovic: "Trete zurück, wenn Kickl zurücktritt"

Kammerrat Samir Kesetovic will Causa klarstellen.
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Nach sexistischen Äußerungen gegen Vesna Schuster wird der Ruf nach Samir Kesetovics Rücktritt laut.

ST. PÖLTEN (pw). Kammerrat Samir Kesetovic (Grüne GewerkschafterInnen NÖ) soll eine politische Mitbewerberin aufs Übelste beschimpft und mit sexistischen Äußerungen belästigt haben. Er attackierte FPÖ-Landtagsabgeordnete Vesna Schuster vor allem wegen ihrer Vortragsreihe "Kein Kniefall vor dem politischen Islam" mit Schimpftiraden wie "chauvinistisches Dreckstück, ... dumme Kuh". 

Erste Reaktion

"Ich habe mit Frau Schuster das Gespräch gesucht, aber ich habe sie nicht bedroht. Es waren vier private SMS und ein Anruf. Ich habe aber keine Frauenfeindlichkeit oder Sexismus betrieben. Es war eine Abwehr gegen Hetze und Rassismus. Frau Schuster versucht mit ihrer Kampagne, gegen den Islam Unruhe zu stiften", erklärt Samir Kesetovic am Montag gegenüber den Bezirksblättern. Jetzt sei er es, dem Gewalt angedroht werde. Auf die Rücktrittsforderungen kontert der Wilhelmsburger: "Ich trete nur dann zurück, wenn Kickl und Gudenus zurücktreten. Sonst nicht." Vesna Schuster wollte sich auf Anfrage zu dem Vorfall nicht persönlich äußern. FP-Landesparteisekretär Michael Schnedlitz erklärt: "Wir werden den Zwischenfall rechtlich beurteilen lassen. Solche Ausdrücke haben in der Politik nichts verloren. Aktuell gibt es keinen Kontakt zwischen den beiden." „Über das weitere Vorgehen in der Causa entscheidet der Verfassungsschutz", erklärt Alexander Murlasits von der FPÖ NÖ.

Rücktrittsforderungen

Die Arbeiterkammer NÖ distanziert sich von den Äußerungen Kesetovics. „Ein unwürdiges Verhalten eines Kammerrates wird nicht geduldet und Frauenfeindlichkeit schon gar nicht“, sagt AKNÖ-Präsident Markus Wieser. Er hat Kesetovic in einem persönlichen Telefonat aufgefordert, seine Funktion als Kammerrat der AK NÖ zurückzulegen. „Ein Rücktritt – besser heute als morgen – ist die einzige logische Konsequenz“, fordert auch AK-Vorstand Gerhard Scherz. Und Stefan Taibl von AUGE/UG NÖ stellt klar: "Wir distanzieren uns von dieser Art des Umgangs mit politischen Gegnern. Sexistische und widerwärtige Beschimpfungen sind keine tauglichen Mittel im Kampf gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit."

Kammerrat Samir Kesetovic will Causa klarstellen.
Vesna Schuster kandidiert für die EU-Wahl.

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