Landeskriminalamt NÖ
Kriminalanalyse: Der Herr der Zahlen

Die Arbeit am Computer: "Durch unsere Auswertungen können wir die Kollegen vor Ort unterstützen. Wenn man Operationen über längere Zeit begleitet – wie beim Suchtgift – lebt man natürlich mit den Ermittlern mit", erklärt Johann Simon.
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  • Die Arbeit am Computer: "Durch unsere Auswertungen können wir die Kollegen vor Ort unterstützen. Wenn man Operationen über längere Zeit begleitet – wie beim Suchtgift – lebt man natürlich mit den Ermittlern mit", erklärt Johann Simon.
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Logisches Verständnis ist bei der Kriminalanalyse des LKA NÖ das Um und Auf.

ST. PÖLTEN (pw). Zahlen sind seine Leidenschaft. Chefinspektor Johann Simon analysiert, sichert, speist ein und gleicht ab. Damit sitzt er in der "Strategischen/Operativen Kriminalanalyse" im Landeskriminalamt (LKA) NÖ genau an der richtigen Stelle. Hier gilt es, die Kriminalstatistik aufzubereiten, die Datenqualität zu sichern und Datenbanken zu verwalten. "Wir liefern die Hintergrundinfos für die Kollegen. Wir vergleichen verschiedene Daten, um Trends bei Kriminalitätsformen oder Hotspots zu erkennen und schnell reagieren zu können", erklärt Simon. Wöchentliche Berichte geben den Kriminalisten ein Lagebild für strategische Planungen, wie Schwerpunktaktionen.

Die "Kriminalanalyse" wurde 2005 ins Leben gerufen. Johann Simon ist seit der ersten Stunde mit dabei, hat die Abteilung mit einem Kollegen gemeinsam aufgebaut. "Ich habe damals etwas komplett Neues ausprobiert und es bis heute nicht bereut", freut sich der Analytiker. Heute arbeiten fünf Personen beim LKA NÖ in diesem Bereich. Ein Verdienst der neuen Abteilungsleitung, die die Wichtigkeit der Kriminalanalyse erkannt und ausgebaut hat.

Ermittlungsansätze

Ihr Hauptgeschäft ist die "Operative Analyse". Dabei wird an Kriminalfällen aus ganz Niederösterreich mitgearbeitet. Der Analytiker erstellt aber auch Bewegungsprofile von Fahrzeugen. "Bei einem gestohlenen Auto konnte anhand eines eingebauten Chips die zurückgelegte Strecke des Täters exakt rekonstruiert werden", erklärt Simon. Bei größeren Tätergruppen werden sogenannte Organigramme erstellt, die verdeutlichen, welche Personen eine Rolle spielen und in welcher Beziehung sie zueinander stehen. Das liefert wertvolle Ermittlungsansätze für Polizei und Staatsanwaltschaft.
Was macht die Arbeit so reizvoll? "Ich arbeite gerne mit dem Computer. Vor allem, wenn man einen mühsamen Berg an Daten durcharbeitet und sich dann ein Ermittlungserfolg einstellt. Das ist toll", betont er.

Social Media

Ab Juli kommt für die Analyse-Spezialisten noch ein weiterer Aufgabenbereich dazu: Mit "OSINT" (Open-Source-Intelligence) sollen Ermittlungen im freien Internet (Social Media) größer aufgezogen werden. Und genau das macht die Arbeit beim LKA NÖ für Johann Simon aus: "Man kann immer dazulernen und es wird nicht langweilig."

Autor:

Petra Weichhart aus St. Pölten

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