Kunstkrimi gelöst: Wilhelmsburger hat echten Klimt entdeckt

Josef Renz vor dem Trompetenden Putto
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  • Josef Renz vor dem Trompetenden Putto
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WILHELMSBURG / HANNOVER. Vor fünf Jahren entdeckte der Wilhelmsburger Antiquitäten-Mäzen Josef Renz das verschollen geglaubte Kunstwerk des österreichischen Malers Gustav Klimt. Danach entbrannte ein wahrer Kunstkrimi um die Echtheit des Bildes, welche nunmehr von Experten der Leibniz Universität Hannover und dem Landeskriminalamt naturwissenschaftlich analysiert wurde.
Bei diesen Analysen wurden Signaturen auf der Vorder- und Rückseite entschlüsselt, die das Werk als authentisches Klimt-Werk verifizieren. Die Echtheit dieser Signatur bestätigt sich auch insofern, dass sie auf vier weiteren, bereits bekannten Klimt-Bilder beinhaltet ist.

„Der trompetende Putto“ verstaubte in Garage

Das Werk „Der trompetende Putto“ hatte unbeachtet in einer Garage in Oberösterreich gelegen, bis es Josef Renz nach jahrelanger detektivischer Suche dort aufspürte. Es handelt sich um ein großes kreisrundes Gemälde (Secco) mit einem Durchmesser von ca. 1,70 Meter. Einst hing es an der Decke im Treppenhaus eines Ateliers des 1918 verstorbenen Gustav Klimt in der Wiener Sandwirtgasse.

Vielleicht bald in Wien

Nach bislang aufwendigsten Analysen mit modernster Technik, unter anderem in Japan, Portugal und Spanien, wurde das Bild jetzt vollständig restauriert und könnte nach seinem „Ausflug“ in das Sprengel Museum Hannover im Leopold Museum in Wien zu sehen sein. Bestätigt ist diese Ausstellung seitens des Museums aber noch nicht.

Erneute Untersuchung

In Kooperation mit dem deutschen Landeskriminalamt wird das Kunstwerk nach der kompletten Abdeckung einer dilettantischen Übermalung nochmals eingehend untersucht, um die wissenschaftlichen Ergebnisse der bisherigen Analysen zu bestätigen. Dabei werden die NASA-Experten Göstar Klingelhöfer von der Universität Mainz und Franz Renz von der Leibniz Universität Hannover auch Messungen mit Weltraumtechnik (Mößbauerspektrometer MIMOS IIA) durchführen. Auch, weil mancher Kunstkritiker nach wie vor an der Echtheit des Gemäldes zweifelt.

Autor:

Bettina Talkner aus Gmünd

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