Veranstaltungsstopp
Leere Bühnen in der Landeshauptstadt

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Auch in der Landeshauptstadt sind bis vorerst Anfang April alle Termine abgesagt. Doch wie geht es weiter?

ST. PÖLTEN (pw). Es trifft Rockstars, Laientheater, Feuerwehren, Schulfeste und Vereine gleichermaßen: Um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, sind alle Veranstaltungen in St. Pölten derzeit abgesagt. Der Erlass der Bundesregierung zwingt nicht nur Besucher von Events zum Verzicht auf Unterhaltung, er trifft vor allem Vereine und Kulturbetriebe. Wir haben uns umgehört, was die Absage für Veranstalter im Bezirk bedeutet – und welche Events hoffentlich später nachgeholt werden. Nach dem Erlass der Bundesregierung abgesagt wurden bereits in den ersten Tagen nach Bekanntwerden der Kreativmarkt "Designverliebt" in der Glanzstoff am 28. und 29. März. Auch der Frühlingsempfang der VPNÖ für den Bezirk St. Pölten wurde ersatzlos gestrichen. Ebenso wurde die "Lange Nacht der Cocktails" am 20. März in St. Pölten gecancelt.

Feierlaunige

Auch das Partyvolk muss in nächster Zeit zurückstecken:

"Im Sinne der Gesundheit unserer Gäste und nach Erlass der Bundesregierung bleibt das 'La Boom' in St. Pölten und auch das 'Till' in Neulengbach vorerst bis 04. April geschlossen. Es ist ein notwendiger Schritt, der gemacht werden muss. Alles andere wäre unverantwortlich", erklärt Betreiber Andreas Brandstetter.

Der wirtschaftliche Rückschlag mit einem gewaltigen finanziellen Verlust sei enorm. Aber in Zeiten wie diesen gebe es keine andere Lösung. "Es ist einfach gefährlich. Da feiern wir lieber in drei Wochen mit Hunderten von Leuten weiter", so Brandstetter.

Kulturbetriebe

Aktuell von den Verboten betroffen sind in der Landeshauptstadt eine Reihe von großen Kulturinstitutionen, wie das Landestheater NÖ, die Bühne im Hof, das VAZ und auch das Festspielhaus St. Pölten.

"Wir konnten großteils alle Termine verschieben", erklärt VAZ-Hausherr René Voak.

Allein bis 4. April mussten 30 Veranstaltungen abgesagt werden. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit, im Falle einer endgültigen Absage können Tickets zurückgegeben werden (www.vaz.at).

"Wir sind massiv betroffen. Wir betreiben ein Veranstaltungshaus ohne Veranstaltungen. Der wirtschaftliche Schaden beläuft sich derzeit auf den mittleren sechsstelligen Bereich", so Voak.

"Wenn wir jetzt keine Maßnahmen wie Personalreduktion setzen, wird es existenzbedrohend." Neue Ersatztermine, etwa für "Die Mönche des Shaolin Kung Fu", stehen bereits: 04. April St. Pölten, 08. April Villach, 09. April Salzburg, 11. April Wiener Neustadt, 14. April Eisenstadt. Weitere neue Veranstaltungstermine: 18./19. September: "Foto Park" St. Pölten, 2. Oktober: "Die Stehaufmandln" St. Pölten, 04. Oktober: "Lady Sunshine und Mister Moon" St. Pölten, 30. Dezember: "Pippi Langstrumpf" St. Pölten. Ungewissheit herrscht auch beim Europaballett St. Pölten: "Wir wissen nicht, wie es sich entwickelt. Eine Absage unserer Termine in Deutschland wäre Wahnsinn", hält Philipp Preiss fest. Gagen müssten gezahlt und Tickets rückerstattet werden.

Ersatztermine

Und auch "Bestmanagement" ist mit rund 20 Veranstaltungen betroffen. Die Termine werden verschoben, die Tickets behalten ihre Gültigkeit. Kann der Ersatztermin nicht wahrgenommen werden, können die Tickets dort, wo sie gekauft wurden, zurückgegeben werden (www.bestmanagement.at). In diesem Fall gibt es das Geld zurück. "Wir haben volles Verständnis für die sehr harten Maßnahmen der Bundesregierung, welche die Kulturbranche schwer treffen. Auch wir sind finanziell betroffen. So eine Ausnahmesituation haben wir noch nie erlebt. Trotzdem wollen auch wir einen Beitrag zur Bekämpfung der Epidemie leisten", erklärt Remigius Rabiega von Bestmanagement. Ersatztermine gibt es bereits für Walter Kammerhofers "Offline" am 13. Juni und Gernot Kulis' "Herkulis" am 24. September, beide in Ober-Grafendorf.

Kartenbüro

Auch im Landestheater NÖ, Festspielhaus St. Pölten und in der Bühne im Hof wurden vorläufig alle Vorstellungen abgesagt. In der Bühne im Hof konnten bereits einige Ersatztermine gefunden werden: 07. Juni: Thomas Gansch, 27. Juni: Birgit Denk & Band, 12. Juni: Viktor Gernot, 08. Juni: Familie Lässig, 13. November: Mathias Novovesky; noch offen: Stermann & Grissemann; leider abgesagt: Herbert & Mimi. Die Karten behalten ihre Gültigkeit. Im NÖKU-Kartenbüro am Rathausplatz ist seit Montag der persönliche Parteienverkehr (wie auch an allen anderen Verkaufsstellen) bis auf Weiteres eingestellt. Telefonisch und per E-Mail sind die Verkaufsstellen aller großen Kulturinstitutionen aber weiterhin zu den gewohnten Öffnungszeiten erreichbar: 02742/90 80 80 600; karten@landestheater.net; karten@festspielhaus.at; karten@buehneimhof.at. Die Rückabwicklungen und der Abonnementverkauf für die neue Saison in allen betreffenden Häusern werden bearbeitet. Ausgefüllte Rückerstattungsformulare für gekaufte Karten von abgesagten Vorstellungen können dort gemeinsam mit den originalen Eintrittskarten, so beides nicht online oder per Post retourniert, in den Postkasten eingeworfen werden.

Infos zur Rückerstattung und weitere Updates gibt es unter:
www.landestheater.net 
www.festspielhaus.at 
www.buehneimhof.at

Derzeit geschlossen ist auch das Museum NÖ. Auch das 17. internationale Kinder- und Jugendbuchfestival musste auf Herbst 2020 verschoben werden.

Autor:

Petra Weichhart aus St. Pölten

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