Verkehr
Mobilität in St. Pölten: Ein Plan mit zwei Rädern

Die Radzählanlagen am Traisentalradweg wurden bereits in Betrieb genommen und belegen ihren Ruf als "Touren-Hotspot".
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In der Fahrradnutzung liegt St. Pöltens mobile Zukunft. Uneinigkeit herrscht jedoch über die Herangehensweise.

ST. PÖLTEN (nf). Es gehe darum, "das Radfahren attraktiver zu machen", erklärte St. Pöltens Stadtbaudirektor Kurt Rameis den Bezirksblättern bereits den "Zweirad-Masterplan" der Landeshauptstadt. Ein Plan, an dem auch im politischen St. Pölten niemand zweifelt. Bei den Ansätzen und der Intensität der Umsetzung driften die Meinungen dann allerdings auseinander.

Überall, schnell und sicher

Erst jüngst wurde St. Pöltens Radwegenetz um den Kollerbergweg erweitert. Wie Alexander Schmidbauer vom Amt der Stadtplanung erklärt, war das aber nur der erste von vielen Schritten: "Generell soll in St. Pölten ein Radwegenetz geschaffen werden, das Radfahrer überall hinbringt, und das schnell und trotzdem sicher. In manchen Gegenden der Stadt sieht es hierfür schon etwas besser aus, an manchen Stellen etwas weniger gut."

Wege werden verbessert

Neben der ersten Adaptierung steht puncto Erweiterung insbesondere noch das Großprojekt in der Purkersdorferstraße, bei dem ein Mehrzweckstreifen entlang der kompletten L129 errichtet werden soll, im städtischen Fokus. Zusätzlich soll es laut Schmidbauers Angaben weiterhin kleine Bestandsoptimierungen geben, zu denen Ausbesserungen von Schadstellen sowie eventuelle Verbesserungen, beispielsweise am Traisentalradweg, gehören.

Hippmann fordert "weit mehr"

Letzterer Radweg gilt auch als des St. Pöltners beliebteste Strecke. Die dort neu errichtete Radzählanlage belege das laut Angaben der Stadt bereits und zeige, dass der Weg insbesondere für Wochenend-Touren genutzt wird. Zumindest teilweise anders sieht St. Pöltens Grüner Gemeinderat Markus Hippmann den Sachverhalt und bezeichnet den Traisentalradweg als "den einzigen, der den Titel Radweg auch verdient". Er ergänzt: "Alles andere sind Fahrradstreifen oder Rad- und Gehweg-Kombinationen. Die vorhandenen Wege sind leider mehr als Fleckerlteppich zu sehen. Das Radnetz gehört dringend ausgebaut und zwar noch weit mehr, als das aktuell getan wird."

Krumböck: "Leben ohne Auto"

Auch die St. Pöltner ÖVP fordert eine Attraktivierung von Auto-Alternativen. Gemeinderat Florian Krumböck meint: "Unser Ziel sollte sein, ein Leben ohne Auto zu ermöglichen. Der Umstieg auf Rad, Bus und Co. sollte attraktiv gemacht werden, ohne Autofahrer dabei zu schikanieren. Deshalb wollen wir auch ein günstigeres Jahresticket beim LUP vorantreiben. Gleichzeitig müssen wir offen sein für neue Ideen: Die Digitalisierung könnte etwa bei der Vermeidung von Suchfahrten nach Parkplätzen helfen."

Die Radzählanlagen am Traisentalradweg wurden bereits in Betrieb genommen und belegen ihren Ruf als "Touren-Hotspot".
St. Pöltens Grüner Markus Hippnmann findet: "Der Traisentalradweg ist der einzige, der die Bezeichnung auch verdient".
Autor:

Nikolaus Frings aus St. Pölten

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