St.Pölten
Neue „MuseumsMenschen-Web-App“ wurde präsentiert

Ulrike Scholda/Rollettmuseum Baden, Nicole Fuchs-Sommer/Stadtmuseum St. Pölten, Johannes Tuzar/Krahuletzmuseum Eggenburg, Sophie Fessl/ Autorin der App, Anja Grebe/Professorin Donau Uni Krems – wissenschaftliche Betreuung, Thomas Pulle, Otto Pacher/Museumsverein Korneuburg, Paul Magg/Stadt Melk, Alfred Kellner/designierter Leiter des Fachbereichs Kultur und Bildung Stadt St. Pölten, Ulrike, Vitovec/Geschäftsführerin Museumsmanagement Niederösterreich, Vizebürgermeister Harald Ludwig
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  • Ulrike Scholda/Rollettmuseum Baden, Nicole Fuchs-Sommer/Stadtmuseum St. Pölten, Johannes Tuzar/Krahuletzmuseum Eggenburg, Sophie Fessl/ Autorin der App, Anja Grebe/Professorin Donau Uni Krems – wissenschaftliche Betreuung, Thomas Pulle, Otto Pacher/Museumsverein Korneuburg, Paul Magg/Stadt Melk, Alfred Kellner/designierter Leiter des Fachbereichs Kultur und Bildung Stadt St. Pölten, Ulrike, Vitovec/Geschäftsführerin Museumsmanagement Niederösterreich, Vizebürgermeister Harald Ludwig
  • Foto: Josef Vorlaufer
  • hochgeladen von Katharina Gollner

Basierend auf den Ergebnissen des Forschungsprojekts „MuseumsMenschen“ der Donau-Universität Krems wurde eine Web-App entwickelt, mit der die Besucher der niederösterreichischen Stadtmuseen auf besondere Weise in Dialog mit den Sammlungen treten können. Die App wurde am 1. Oktober 2020 im Stadtmuseum St. Pölten präsentiert.

ST. PÖLTEN/NÖ (pa). Niederösterreich besitzt einige der ältesten Stadtmuseen Europas. Sie befinden sich in allen Vierteln des Landes und laden mit der Web-App zu einer Neuentdeckung der Regionen anhand ihrer Museen und darin verwahrten Schätze ein. Die im 19. Jahrhundert gegründeten Museen spiegeln das enorme Engagement der Bürger wider, die als „Museumsmenschen“ die Sammlungen begründet, vermehrt, erforscht und ihren Mitmenschen und der Nachwelt in Publikationen und Ausstellungen nähergebracht haben.
„Das große Interesse der Museums-Pioniere für die Natur, die Umwelt, das Kulturerbe und die Geschichte der eigenen Stadt und Region ist heute so aktuell wie nie zuvor“, unterstreicht Prof. Dr. Anja Grebe, Universitätsprofessorin für Kulturgeschichte und Museale Sammlungswissenschaften an der Donau-Universität Krems und Leiterin des Projekts. „Uns interessierte: Wer waren die Museumsgründer, welches Wissen besaßen sie, mit welchen Methoden haben sie gesammelt, wie haben sie die Objekte ausgestellt und den BesucherInnen vermittelt?“
Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt des Forschungsprojekts „MuseumsMenschen“ am Department für Kunst- und Kulturgeschichte der Donau-Universität Krems, auf dessen Ergebnissen die Web-App basiert. Das im Rahmen des Forschungs-, Technologie- und Innovations-Programms des Landes Niederösterreich geförderte, mehrjährige Projekt unter Leitung von Anja Grebe fand in enger Kooperation mit dem Museumsmanagement Niederösterreich und den zehn ältesten Stadtmuseen in Niederösterreich statt und nahm an ihrem Beispiel auch die reiche Museumsgeschichte des Bundeslandes in den Blick.

Im Dialog mit den Museumsgründern

Zwei Jahre erforschte die wissenschaftliche Projektmitarbeiterin Dr. Celine Wawruschka die Gründungsgeschichten in den Archiven, Bibliotheken und Sammlungen und förderte nicht nur zahlreiches unbekanntes Quellenmaterial, sondern auch so manche Sensation zutage, welche die Gründungs- und Frühgeschichte der niederösterreichischen Stadtmuseen in neues Licht rücken. In der Web-App werden die Forschungsergebnisse aus dem Projekt „MuseumsMenschen“ in spannende Dialoge mit den Museumsgründern gefasst. Programmiert und designt wurde die Web-App von DI Martin Reitschmied vom Zentrum für Angewandte Spieleforschung an der Donau-Universität Krems. Die Gründer der Stadtmuseen treten in den Chats (Texte: Dr. Sophie Fessl) dabei als virtuelle Museumsführer auf, die auf spezifische Exponate hinweisen und den Museumsbesuch durch digital vermittelte Informationen zu einem einzigartigen Erlebnis machen.
„Die Web-App beleuchtet spannende und bislang weniger bekannte Themen der niederösterreichischen Stadtmuseen: Wie das Rollettmuseum in Baden zu seinem Namen kam, was es mit dem ‚Eggenburger Krokodil‘ auf sich hat oder dass die ‚Königin Europas‘ in Retz weilt“, lädt Mag. Ulrike Vitovec, Geschäftsführerin des Museumsmanagement Niederösterreich, zur spielerischen Auseinandersetzung mit den Museen ein.

Frühgeschichte

„Das Projekt „Museumsmenschen“ der Donau Uni Krems richtet zum ersten Mal einen genauen, wissenschaftlich fundierten Blick auf die Frühgeschichte der niederösterreichischen Stadtmuseen. Neben der Auseinandersetzung mit eigenen Sammlungsgeschichte bietet dieses Projekt die Möglichkeit vergleichbare Institutionen kennenzulernen und sich mit den unterschiedlichen Forschungs- und Sammlungsschwerpunkten vertraut zu machen. So erhalten wir ein genaues und sehr differenziertes Bild unserer Museumslandschaft! Gleichzeitig widerspiegelt die Geschichte der einzelnen Museen auch die Geschichte der einzelnen Kommunen und ermöglicht auch hier neue, überraschende Einblicke!“ freut sich Mag. Thomas Pulle, Leiter des Stadtmuseums St. Pölten. „Durch die neue MuseumsMenschen Web-App wird nun auch technologisch eine Brücke von der Gegenwart in die Vergangenheit der einzelnen Museen geschlagen, die - so ist zu hoffen – von vielen Menschen beschritten wird, um die einzelnen Stadtmuseen und ihre Bestände näher zu erkunden!“ so Pulle.

Forschungsprojekt „MuseumsMenschen“

Das FTI-Projekt „MuseumsMenschen“ des Departments für Kunst- und Kulturwissenschaften der Donau-Universität Krems wurde in Kooperation mit dem Museumsmanagement Niederösterreich und den zehn ältesten niederösterreichischen Stadtmuseen durchgeführt.

  • Rollettmuseum der Stadt Baden (1810/1867)
  • Museum St. Peter an der Sperr Wiener Neustadt (1824)
  • Museum Retz (1833)
  • Stadtmuseum Korneuburg (1863)
  • Stadtmuseum St. Pölten (1879)
  • Stadtmuseum Melk (1879/1880)
  • museumkrems (1884/1889)
  • Krahuletz-Museum Eggenburg (1889/1901)
  • Zeitbrücke-Museum Gars am Kamp (1898/1902)
  • Stadtmuseum Zwettl (1900)

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Benützung der Web-App finden Sie hier.

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