ÖAMTC St. Pölten: "Unsachgemäße Starthilfe kann teure Schäden verursachen"

Wer sich unsicher ist, sollte vor der Starthilfe unbedingt die Betriebsanleitung konsultieren
  • Wer sich unsicher ist, sollte vor der Starthilfe unbedingt die Betriebsanleitung konsultieren
  • Foto: ÖAMTC
  • hochgeladen von Bianca Werilly

BEZIRK ST. PÖLTEN (red). Rund 226.00 Einsätze wurden 2017 wegen Problemen mit Fahrzeugbatterien absolviert – das entspricht einem Drittel aller Einätze. Alleine in Niederösterreich rückten die Gelben Engel mehr als 40.000 Mal aus diesem Grund aus.
Auf der sicheren Seite ist, wer die Pannenhilfe ruft. Oft geht nämlich die Batterie bei Minusgraden kaputt und muss getauscht werden.

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Ist die Batterie noch in Ordnung, kann mittels Starthilfe geholfen werden. Das geht mit Starterkabeln oder leistungsfähigen Akkupacks. „Wer mit Starterkabeln Strom gibt oder bekommt, muss vorsichtig sein. Falsche Handhabung kann teure Elektronikschäden verursachen. Wer sich unsicher ist, sollte vor der Starthilfe unbedingt die Betriebsanleitung konsultieren“, erklärt Johannes Reisinger, ÖAMTC-Stützpunktleiter der Dienststellen St. Pölten und Lilienfeld. Er hat die wichtigsten Tipps für Starthilfe mit Starterkabeln zusammengefasst:

  •  Spannung prüfen: Wichtig ist, dass die Nennspannung beider Autobatterien ident ist (in der Regel zwölf Volt). Die Fahrzeuge dürfen einander nicht berühren, außerdem müssen Motor und alle Stromverbraucher des Spender-Kfz abgeschaltet sein. „Am besten Starthilfekabel mit Überlastungsschutz verwenden", rät der ÖAMTC-Stützpunktleiter.
  •  Richtig Verbinden: Ein Ende des roten Starthilfekabels an den Pluspol (+) der entladenen Batterie klemmen. Das andere Ende wird anschließend an den Pluspol der Spenderbatterie angeschlossen. Danach mit dem schwarzen Kabel den Minuspol (-) der Spenderbatterie mit einem unlackierten Metallteil des zu startenden Fahrzeugs oder seinem (dem) Motorblock selbst verbinden. „Den Minuspol der entladenen Batterie darf man keinesfalls mit dem Kabel berühren. Wenn das passiert, könnte sich durch Funkenflug Knallgas entzünden", warnt Reisinger.
  • Starthilfe geben: Nun wird der Motor des Spenderfahrzeugs, anschließend der des anderen Autos gestartet. Der ÖAMTC-Techniker rät, gleich danach beim Kfz mit der leeren Batterie einen starken Verbraucher, beispielsweise die Heckscheibenheizung, einzuschalten. "Die Verbindung zwischen den Autos sollte eine halbe Minute lang aufrecht bleiben. Das schont die Elektronik", so der ÖAMTC-Mann.
  • Kabel entfernen: Nun kann der Motor des Spenderfahrzeugs wieder abgestellt werden. Wenn der Motor des anderen Autos weiterläuft, kann man die Kabel in umgekehrter Reihenfolge wieder entfernen.
  • Aufladen: Im Winter ist es ratsam, mindestens eine Stunde außerhalb von Stadtgebieten zu fahren, um die Batterie vernünftig aufzuladen. „Stirbt der Motor beim Abbauen der Starthilfekabel ab, ist übrigens entweder die Batterie oder die Lichtmaschine defekt. Dann bleibt nur mehr ein Anruf bei der Pannenhilfe“, so Reisinger.

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