„ÖBB-Groove“ statt Streichkonzert

St. Pöltens jüngst neu eröffnetes Bahnhofs-Juwel: Die Hauptstadt avanciert zur ÖBB-Drehscheibe, ein paar Streichungen gibt’s dennoch.
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ST. PÖLTEN (HL). „Einstellungen findet man diesmal nur im äußerst geringen Bereich – und ausschließlich dort, wo die fallende Nachfrage eine Aufrechterhaltung der Verbindung nicht mehr möglich machte“, sprach Michael Fröhlich, Ostregion-Leiter der ÖBB Personenverkehr AG, auf vier aus dem Verkehr genommener Züge der Kamptalbahn verweisend. „Da saßen zum Schluss im Durchschnitt vier Reisende drin, das ist wirtschaftlich nicht mehr tragbar“, so Fröhlich.

Streichtechnisch ist auch der Großraum St. Pölten betroffen: So werden auf den Strecken Krems - St. Pölten, Krems - Horn und St. Pölten - St. Aegyd acht saisonierte Züge nicht mehr geführt (außerhalb der Hauptverkehrszeiten sowie an Sams-, Sonn- und Feiertagen), im Traisental arbeitet man zur Zeit (gemeinsam mit Kleinregion, Gemeinden und VOR) an der Erstellung eines neuen Fahrbahnkonzepts, das nach Fertigstellung zur Umsetzung kommen soll. „Wir ändern unsere Angebote keineswegs überfallartig, sondern kooperieren mit den Betroffenen. Deren Meinungen fließen in unsere Überlegungen selbstverständlich mit ein“, ergänzte Fröhlich.

Pünktlichkeit als künftige Zier:
Ein Kapitel im Buch der ÖBB-Aufreger sieht zudem offenbar seinem baldigen Abschluss entgegen: die nervtötenden Verspätungen. „Im Schnitt erreichen wir aktuell eine Pünktlichkeits-Quote von 96 Prozent. Da brauchen wir uns international nicht zu verstecken, obwohl es noch Luft nach oben gibt“, betonte Fröhlich. Dabei besteht erwähntes Verbesserungs-Vakuum vor allem auf den Strecken der „Inneren Westbahn“ von Wien nach St. Pölten: Hier brausen „nur“ 88 Prozent der Bahn-Öffis zeitgerecht in die Station (2009 waren‘s gar nur 79 Prozent).

Das soll nun besser werden. Fröhlich: „Ab 12. Dezember fahren unsere Regionalexpresszüge (REX) in Wien West Richtung St. Pölten stündlich zur Minute 18 ab, werden nicht wie bisher von anderen Fernverkehrszügen überholt, eine um vier Minuten kürzere Fahrzeit ist die Folge. Positive Auswirkungen auf die Pünktlichkeit gibt’s als Nebeneffekt dazu, das Ende der Fahnenstange ist aber noch lange nicht erreicht.“

Trotzdem: Die Quantität der Zugverbindungen sinkt weiter – wenn auch nur leicht. „17 Mio. Euro Förderung seitens des Landes NÖ sind einfach zu wenig, um das Niveau von 2005 zu halten. Derzeit laufen die Verhandlungen, mal sehen, was am Ende des Tages herauskommt.“ Übrigens: Gravierende Änderungen beim Postbus gibt’s keine, mit Datum des Fahrplanwechsels schließt die ÖBB die Umstellung auf Selbstbedienungsverkehr ab. Soll heißen: Zustieg ausschließlich mit gültigem Ticket.

Fahrplan-Wechsel – neu ab 12. Dezember,
Die wichtigsten Änderungen für Zug-Fahrgäste im Raum St. Pölten:
- Innere Westbahn: Abfahrt des REX ab Wien West Richtung St. Pölten stündlich zur Minute 18, vier Minuten kürzere Fahrzeit
- Abfahrt der Regionalzüge in Wien West zur Minute 29
- neuer 30 Minuten-Takt im Traisental
- dichtere Vertaktung nach der Morgenspitze zwischen Krems und St. Pölten
- Wegfallen von acht Zügen auf den Strecken Krems - St. Pölten, Krems - Horn, St. Pölten - St. Aegyd (Sams-, Sonn-, Feiertage)

Autor:

Bezirksblätter St. Pölten aus St. Pölten

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