Politik
Ökostrom-Veto löst Streit in St. Pölten aus

Martin Michalitsch, Fritz Ofenauer, Doris Schmidl und St. Pöltens Vizebürgermeister Matthias Adl sehen Arbeitsplätze gefährdet.
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  • Martin Michalitsch, Fritz Ofenauer, Doris Schmidl und St. Pöltens Vizebürgermeister Matthias Adl sehen Arbeitsplätze gefährdet.
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  • hochgeladen von Nikolaus Frings

Die SPÖ verhinderte die Ökostrom-Novelle im Bundesrat. Die ÖVP sieht nun 220 regionale Arbeitsplätze gefährdet.

REGION (nf). Alle waren sich einig, nur die SPÖ hielt geschlossen dagegen.
Die geplante Verlängerung von Förderungen für Biomassekraftwerke kippte durch die sozialdemokratischen Gegenstimmen letzte Woche im Bundesrat.

ÖVP ortet Gefährdung

Auswirkungen könnte das nun auch auf die Biomasseanlage in Unterradlberg haben.
Zumindest mutmaßt das die St. Pöltner Volkspartei. Via Pressemitteilung ließ die Partei erklären, dass durch die "SPÖ-Blockade" die Zukunft der Biomasseanlage in Unterradlberg und damit rund 220 Arbeitsplätze in der regionalen Wertschöpfungskette gefährdet seien.
Sankt Pöltens Vizebürgermeister Matthias Adl legte zudem nach und behauptet:
"Die betroffene Anlage in unserer Gemeinde sorgt für rund 11 Millionen Euro an regionaler Wertschöpfung und produziert Ökostrom für zirka 25.000 Haushalte. Die Klimaziele, die Energiewende und insbesondere der Ausbau erneuerbarer Energien sind kein parteipolitisches Anliegen, sie sind ein regionales, nationales – und globales.“

Prischl schießt zurück

St. Pöltens Bundesrätin Eva Prischl (SPÖ) beteuert indes:
"Ich habe mich bei dem betreffenden Betrieb erkundigt und mir wurde gesagt, dass dort kein Arbeitsplatz verloren gehen wird, da das potenzielle Auslaufen der Förderung bekannt war und somit entsprechende Maßnahmen vorbereitet wurden. Die Einzigen, die Arbeitsplätze zerstören, sind die Regierungsparteien mit dieser Scheinmaßnahme, bei der durch die beiden Knock-out Kriterien - Wirkungsgrad und Tarife - fast keine der Anlagen überleben würde."

'Wertschöpfer' seien betroffen

Im betroffenen Werk, den Egger Holzwerkstoffen, nachgefragt, erklärt Werksleiter Reinhard Grießler den Sachverhalt folgendermaßen:
"In unserem Betrieb selbst sind keinerlei Arbeitsplätze gefährdet. Die Gefährdung bezieht sich eher auf die Wertschöpfungskette", führt Grießler aus.
Damit gemeint sind beispielsweise Transportunternehmen oder Lieferanten, die im Fall der Egger Werke - durch den bevorstehenden Verzicht auf Waldbiomasse - betroffen sein können.

Martin Michalitsch, Fritz Ofenauer, Doris Schmidl und St. Pöltens Vizebürgermeister Matthias Adl sehen Arbeitsplätze gefährdet.
St. Pöltens Bundesrätin Eva Prischl (SPÖ) beteuert: "Die Einzigen, die Arbeitsplätze zerstören, sind die beiden Regierungsparteien."

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