Innenstadt
"Parkplatzpanik" durch sinkende Umsätze

Die Vertreter der Kaufmannschaft (Stephan Öhlzelt, Carmen Steingruber und Silvia Buchetitsch) teilten ihre Sorgen mit.
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  • Foto: Bezirksblätter
  • hochgeladen von Nikolaus Frings

St. Pöltens Kaufmannschaft befürchtet weitere finanzielle Einbußen durch das innerstädtische Parkchaos.

ST. PÖLTEN (nf). Bereits vor einigen Wochen verständigten sich Diözesanbischof Alois Schwarz und Bürgermeister Matthias Stadler auf die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie für die Errichtung einer Tiefgarage unter dem Bischofsgarten.

Besuch beim Bischof

Ein Stein des Anstoßes war ein Besuch der Sankt Pöltner Kaufmannschaft beim neuen Bischof, bei dem sie ihren Ärger über die chaotische Parksituation in der Innenstadt und die Aussicht auf einen autofreien Domplatz kundmachten. Bereits die Ausgrabungsarbeiten am Domplatz und die damit einhergehende Reduktion der Parkplätze um mehr als die Hälfte hätten vielen Kaufleuten Umsatzrückgänge von bis zu 50 Prozent beschert. Bischof Schwarz versprach daraufhin, sich beim Bürgermeister für die Anliegen der Innenstadtunternehmer einzusetzen – mit Erfolg. "Die Errichtung einer Tiefgarage unter dem Bischofsgarten in der Klostergasse wäre eine gute Ergänzung zu den Parkplätzen am Domplatz“, heißt es seitens der Innenstadtwirtschaft, „aber natürlich kein gänzlicher Ersatz“, befindet Carmen Steingruber, Chefin der "vom Fass"-Filiale in der Innenstadt.

Neuer Ärger

Für neuen Ärger sorgte nun ein Papier der St. Pöltner Arbeitsgruppe für Baukultur. Darin werden Ideen für eine Baukultur-Offensive zum Kulturhauptstadtjahr 2024 gesammelt. Eine dieser Ideen suggeriert, dass neben Rathausplatz, Riemerplatz und dem Herrenplatz auch der Domplatz, "endlich verkehrsfrei gemacht werden sollte“, sowie eine neue Fußgängerzone Richtung Landhaus eingerichtet wird. Zudem soll die Promenade um das Zentrum nur mehr in eine Richtung geführt und der stadtinnere Bereich in eine Flanierzone umgestaltet werden. „Das wäre eine Katastrophe“, ärgert sich Innenstadt-Apotheker Stephan Öhlzelt. "Dann würde das Zentrum zu einer Wohn- und bestenfalls Flaniermeile verkommen und die kleinen Geschäfte, die das Flair der Stadt ausmachen, verschwinden.“

"Parkplatzpanik"

Wichtig sei, dass eine ausreichende Anzahl an Oberflächenparkplätzen am Domplatz vorhanden und Zufahrten zur Innenstadt gewährleistet bleiben. Seitens der Stadt meldete sich Stadtbaudirektor Kurt Rameis zur Problematik zu Wort: „Das Arbeitspapier der Arbeitsgruppe Baukultur ist zunächst nicht mehr als sein Name aussagt, nämlich ein Arbeitspapier. Es geht grundsätzlich darum, sich zu überlegen, wie der Kernbereich der Stadt prosperierend in die Zukunft gehen kann. Für eine Parkplatzpanik besteht kein Grund. Die Verkehrsplanung, inklusive die Klärung der Frage der Abstellplätze, ist immer ein unverzichtbarer Teil jeglicher Stadtplanung. Stark befahrene Straßen und Plätze bieten aber keine altstadtgerechte Aufenthaltsqualität für die Bürger. In den Kernbereichen der Städte geht der Trend daher aus gutem Grund hin zu Parkdecks und Tiefgaragen." Darüber hinaus führt Rameis auch die Umsatzprobleme nicht auf die aktuelle Verkehrssituation zurück. "Man sollte bei diesen wichtigen Diskussionen von Schuldzuweisungen und Sündenbockdenken wegkommen und über mögliche Weiterentwicklungen nachdenken. Nicht alle Umsatzprobleme, speziell im Einzelhandel, gehen auf Verkehrsprobleme oder einen – oft nur angeblichen – Parkplatzmangel zurück. Eine Parkplatzmaximierung wird die Probleme der Gegenwart und der Zukunft nicht lösen können“, entgegnet Rameis.

Autor:

Nikolaus Frings aus St. Pölten

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