Rote Chefs wagen Co2-Vorstoß

Schneller und umweltfreundlicher nach St. Pölten. Nationalrat Robert Laimer plant eine regionale Bahnoffensive.
  • Schneller und umweltfreundlicher nach St. Pölten. Nationalrat Robert Laimer plant eine regionale Bahnoffensive.
  • Foto: Heumayr
  • hochgeladen von Nikolaus Frings

Regionale SPÖ-Chefs wollen in Sachen Bahnverbindungen Gas geben. ÖBB steigen auf die Bremse.

REGION (nf). "Unter Jörg Leichtfried war die Elektrifizierung des Bahnabschnitts Herzogenburg-Krems damals fix im Rahmenplan enthalten. Wäre es dabei geblieben, wären wir heuer damit schon fertig", erklärt der St. Pöltner SPÖ-Nationalrat Robert Laimer. Nun soll das Dauerprojekt neu aufgerollt werden. Noch im August, so verrät Laimer, wird eine SPÖ-Initiative dazu gestartet.

Stadtchefs an Bord

Die Frontmänner des Vorstoßes werden neben dem Nationalrat die SPÖ-Stadtchefs Matthias Stadler (St. Pölten), Christoph Artner (Herzogenburg) und Reinhard Resch (Krems) selbst sein. Laimer prangert an: "Es ärgert mich massiv, dass dieses Thema wieder ad acta gelegt wurde. Gemeinsam mit den Bürgermeistern wollen wir noch im August einen gemeinsamen Vorstoß in diese Richtung wagen und hier Gas geben. Wir reden hier schließlich nicht über ein riesiges Projekt, sondern über eine längst fällige Maßnahme, die unter Norbert Hofer gestrichen wurde. In Zeiten des Klimawandels ist es diesbezüglich eigentlich schon fünf nach zwölf."

"Unattraktives" Tempo

Neben den Bürgermeistern sollen künftig aber auch die Züge selbst mehr "Gas geben" können. So strebt die SPÖ neben der klimatischen Verbesserung auch noch eine Tempo-Offensive an. Laimer konkretisiert: "Es braucht schnellere Zubringer in die Landeshauptstadt. Die knapp 40 Minuten Fahrzeit von Krems nach St. Pölten sind schlicht unattraktiv für Bahnfahrer." Umgesetzt werden sollen die SPÖ-Forderungen noch vor dem möglichen Kulturhauptstadtjahr 2024. Ein Zeitplan, den man bei den ÖBB skeptisch sieht.

Elektrifizierungspläne

Doch was sagen die ÖBB dazu? Laut dem Bahnunternehmen dauert eine Zugfahrt von Krems nach St. Pölten aktuell rund 36 Minuten. Wegen Bauarbeiten ist bis 01. September dieses Jahres ein Schienenersatzverkehr zwischen Herzogenburg und St. Pölten eingerichtet. Geht das auch schneller? "Im Moment sind keine infrastrukturellen Maßnahmen dazu geplant", erklärt Karl Leitner von den ÖBB.
Auch hinsichtlich einer Elektrifizierung des Abschnitts Herzogenburg-Krems gibt man sich zurückhaltend: "Im März wurde die erste Zusatzvereinbarung zur Grundsatzvereinbarung über ÖBB-Infrastrukturmaßnahmen in Niederösterreich vom November 2017 zwischen dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, dem Land NÖ und der ÖBB-Infrastruktur AG abgeschlossen. Darin enthalten ist die Elektrifizierung der 'Kremser Bahn' zwischen Herzogenburg und Krems. Die Elektrifizierung der 'Kremser Bahn' ist aktuell nach dem Jahr 2025 geplant", so Leitner.

Autor:

Nikolaus Frings aus St. Pölten

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