Pflegezentrum Pottenbrunn
„Sinnesrolli“ wird jetzt eingesetzt

Bewohnerin Frau Herta, Pflege- und Betreuungsmanagement Denise Schuster
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  • Bewohnerin Frau Herta, Pflege- und Betreuungsmanagement Denise Schuster
  • Foto: Pflegezentrum St.Pölten Pottenbrunn
  • hochgeladen von Katharina Gollner

Seit einigen Wochen ist der „Sinnesrolli“ im Pflegezentrum Pottenbrunn nun schon im Einsatz. Kompakt, flexibel, jederzeit und überall im Haus einsetzbar ist ein Beamer, verbunden mit Wohlfühl-Software auf einem Rollkasten montiert.

ST.PÖLTEN/POTTENBRUNN (pa). Es wurde gemeinsam überlegt, wie im Rahmen der basalen Stimulation für die betagten Menschen ein Stück mehr an Lebensqualität anbieten können. Gerade Menschen, die an einer fortgeschrittenen Demenz erkrankt sind, können sich häufig verbal nicht mehr mitteilen. Dennoch können sie visuell und auditiv wahrnehmen. Das Krankheitsbild zeigt unter anderem unkontrolliertes Äußern von wiederkehrenden Lauten oder Worte und Sätze, die wiederholt zum Ausdruck gebracht werden. Für Mitbewohnerinnen und Mitbewohner sind solche Situationen oft sehr belastend und führen zu Unruhe und Angespanntheit unter den Bewohnerinnen und Bewohnern und belasten so das Gemeinschaftsleben.

Meditative Filme

Neben der durch nichts zu ersetzenden menschlichen Zuwendung können die Bewohnerinnen und Bewohner nun den Sinnesrolli in Anspruch nehmen. Er ist mit den verschiedensten meditativen Filmen, begleitet von Naturgeräuschen oder Musik, bestückt. Da gibt es Bilder von Almwiesen mit Kühen, den Waldspaziergang mit zwitschernden Vögeln, blühende Mohnfelder oder auch das Meeresrauschen am Sandstrand. Es ist wichtig die biografischen Daten jedes einzelnen Menschen einzubeziehen und es besteht die Möglichkeit diese Bilder an die Wand oder die Decke zu projizieren.

Positive Bilanz

Die Pflegekräfte im Pflegezentrum Pottenbrunn ziehen nach den ersten Wochen eine sehr positive Bilanz. Es gelingt natürlich nicht immer das gewünschte Ergebnis zu erzielen, doch es tut gut zu beobachten, wenn Menschen die Hand öffnen und loslassen können, die Augen öffnen und wahrnehmen oder ausgeglichener und entspannter wirken.
Auch wir „gesunden“ Menschen brauchen immer wieder Wohlfühl- und Glücksmomente, um durchatmen zu können und den Anforderungen im Alltag gewachsen zu sein. Warum sollte das nicht auch für unseren betagten oder an Demenz erkrankten Mitmenschen gelten?
Der Sinnesrolli wird auch speziell und gezielt während der letzten Lebensphase zum Einsatz gebracht. Hiermit wird eine entspannende und ruhige Atmosphäre geschaffen, um den Bewohnerinnen und Bewohnern die letzten Tage ihres Lebens so würdevoll als möglich zu gestalten.

Bewohnerin Frau Herta, Pflege- und Betreuungsmanagement Denise Schuster
Pflege- und Betreuungsleitung Claudia Selberherr, MSc, Bewohnerin Frau Herta, Pflege- und Betreuungsmanagement Denise Schuster und Katrin Hubmayer, Seniorenbetreuung Johannes Grafeneder-Pitlik.

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