Natur
St. Pölten drohte eine "Dürrekatastrophe"

Gute Laune bei schlechtem Wetter. Bauernbund-Obmann Anton Hieger zeigt sich erfreut über die lange Regenperiode.
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Bauernbund-Obmann Anton Hieger erklärt, warum der Regen für St. Pöltens Bauern "unbezahlbar" wichtig war.

ST. PÖLTEN (nf). BEZIRKSBLÄTTER: Herr Hieger, können St. Pöltens Bauern nach den Regenfällen nun schon endgültig aufatmen?
ANTON HIEGER: Glücklicherweise ja. Der Regen war von unbezahlbarem Wert. Eine Dürrekatastrophe stand unmittelbar bevor, dazu hätten wohl wirklich nur mehr sehr wenige Wochen gefehlt.

Woran lässt sich festmachen, dass eine solche Katastrophe bevorstand?
Am Grundwasserspiegel. Dieser war schon so niedrig, wie schon lange nicht mehr. Insofern war es einerseits auch die Regenmenge von teils über 100 Liter pro Quadratmeter, die sehr geholfen hat. Andererseits war es ebenso wichtig, dass der Regen nicht explosionsartig kam und schnell wieder vorbei war, sondern, dass es dosiert über mehrere Tage gleichmäßig geregnet hat. 

Wer profitiert nun besonders vom Regen?
Insgesamt kann man sagen, dass Getreide, Grünland, aber auch der Wald besonders profitieren. Wären die Regenfälle ausgeblieben, hätte beispielsweise auch der Borkenkäfer ideale Bedingungen zur Verbreitung vorgefunden. Die Feuchtigkeit nimmt ihm diese Möglichkeiten jetzt großteils. Auch die heimischen Erdbeeren haben stark profitiert.

Hat sich die Erdbeer-Ernte in St. Pölten dadurch jetzt verzögert?

Genau sagen kann man das natürlich nie. Wichtig war der Regen jedenfalls zum Zeitpunkt vor der Ernte. Vermutlich können die zirka 28 Erdbeer-Betriebe in St. Pölten in ein bis zwei Wochen mit der Ernte beginnen. Dabei sollte es dann aber nach Möglichkeit trocken und wärmer sein. 

Wie steht es um das St. Pöltner Gemüse?
Auch dem Gemüse hat der Regen sehr gut getan. Nicht alle heimischen Erdäpfel-Bauern verfügen über Beregnungsanlagen. Bei den Erdäpfeln steht die Erntezeit der frühen Sorten ja auch bald bevor. Allerdings muss ich ergänzen, dass auch spätere Erdäpfelsorten ohne den Regen Probleme bekommen hätten. Weniger profitiert hat indes der heimische Mais. Er braucht das Wasser eigentlich eher zu einem späteren Zeitpunkt. Nicht so große Auswirkungen hat der Regen auf die anstehende Salaternte im Kammerbezirk. Die spezialisierten Gemüsebauern haben schon vor längerer Zeit in entsprechende Beregnungsanlagen investiert.

Autor:

Nikolaus Frings aus St. Pölten

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