Innenstadt
St. Pöltner Domplatz erwacht aus der Totenruhe

Noch 2019 sollen die Grabungen beendet sein.
  • Noch 2019 sollen die Grabungen beendet sein.
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Die Ausgrabungen am Domplatz befinden sich in der Finalphase. Der Gemeinderat beschloss die letzte Million.

ST. PÖLTEN (nf). Die archäologischen Ausgrabungen am Domplatz gehen heuer in die letzte Saison, sollen bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Damit hat die Stadt St. Pölten die gesetzlich zwingend vorgeschriebene archäologische Erkundung des Untergrundes für die Neugestaltung des Domplatzes erfüllt.

Fahrplan für die Grabungen

Auch ein grober Fahrplan für das Grabungs-Finale steht bereits. Laut Auskunft der Stadt werden die archäologischen Grabungen noch in der ersten März-Hälfte wieder aufgenommen. "Witterungsbedingt sind etwaige Verzögerungen natürlich aber nicht ausgeschlossen", heißt es aus dem Rathaus. Ungewiss ist das für November geplante Grabungsende. Witterung und mögliche Ausgrabungsfunde können auch hier die Arbeitsabläufe verzögern.

Amt unterstreicht Bedeutung

ndes meldet sich das Bundesdenkmalamt nun erstmalig wieder zu Wort und unterstreicht die Notwendigkeit und die große internationale Bedeutung der Grabungen. Man habe festgestellt, dass „den römerzeitlichen und mittelalterlichen Bauresten sowie dem mittelalterlichen Friedhof am Domplatz von St. Pölten eine nicht nur stadthistorische, sondern auch überregionale geschichtliche und kulturelle Bedeutung zukommt“.

Opposition erneuert Kritik

Heftig kritisiert wurden die Ausgrabungen fortwährend von der städtischen Opposition. Bereits im Rahmen der Budgetsitzung im Dezember wurden die Maßnahmen als "Millionengraberei" bezeichnet. Geäußert und erneuert wurde die Kritik insbesondere seitens der Freiheitlichen sowie der ÖVP. Der Kritik zum Trotz wurden in der Gemeinderatssitzung vom Montag via SPÖ-Mehrheitsbeschluss die finanziellen Mittel in der Höhe von 1.235.600 Euro für die letzte Saison beschlossen.
Insgesamt haben die Vorarbeiten für den Domplatz bisher laut Angaben der Stadt bereits 8,6 Mio. Euro gekostet. Darin jeweilig entsprechend inkludiert sind die archäologischen Grabungen, Planungen, Erd- und Straßenbau und Personalkosten der letzten neun Jahre.
Eine insgesamt raschere Abwicklung der Grabungen wäre nach Angaben der Stadt technisch nicht möglich und auch gar nicht sinnvoll gewesen. Bürgermeister Matthias Stadler zu der Umsetzung: „Die gewählte Vorgehensweise war daher auch die einzig richtige und wir haben damit den Vorteil, dass die Einbauten erneuert werden, der Domplatz nachhaltig neu gestaltet werden kann und wir mit den gewonnenen archäologischen Erkenntnissen international punkten.“

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