Magistrat und Diözese
Täglich neue Verschärfungen in St. Pölten

Keine öffentlichen Gottesdienste mehr im Sankt Pöltner Dom.
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Das öffentliche Leben ist nicht nur in der Landeshauptstadt derzeit eingeschränkt.

ST. PÖLTEN (pw). Massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens gibt es seit dieser Woche auch in St. Pölten. Seit Dienstag sind alle Eingänge zum Rathaus gesperrt. Anliegen können online (www.st-poelten.at) an das Magistrat übermittelt werden. Ab Mittwoch hat das Tourismusbüro für unaufschiebbare Anträge und Anliegen in der Zeit von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Außerdem wurde (wochentags von 8 bis 15.30 Uhr) eine Hotline unter 02742/333-2222 eingerichtet. Hier können sich Menschen der Risikogruppe melden, wenn Einkäufe getätigt, Medikamente besorgt oder andere unaufschiebbare Erledigungen gemacht werden müssen. Die städtische Grundversorgung ist ebenso sichergestellt. Auch der Lehrbetrieb in der Musik- und Ballettschule wurde mit Montag bis zum Ende der Osterferien ausgesetzt. Geschlossen sind derzeit auch: Saal der Begegnung, Prandtauerhalle, Stadtsportanlage, Aquacity, Stadtbücherei (Infos zu Rückgabemöglichkeiten: 02742/333-2700), Stadtmuseum, Freiraum, Volkshochschule. Flächendeckend bis 3. April gesperrt sind auch die Turnhallen der Pflichtschulen und Kindergärten.

Maßnahmen

Bis auf Weiteres gilt eine gänzliche Besuchssperre für das Seniorenwohnheim Stadtwald. Alle städtischen Veranstaltungen werden bis mindestens 3. April ausgesetzt, auch die diesjährige Osterferienaktion ist abgesagt. Im Tierheim sind die Vergabe von Tieren und der generelle Besuch bis 5. April eingestellt.

„Natürlich machen wir uns seit Längerem Gedanken über die Herausforderungen, die auch uns als Landeshauptstadt betreffen. Wir arbeiten koordiniert und mit Augenmaß an sinnvollen Maßnahmen für die nächsten Wochen“, so Bürgermeister Matthias Stadler.

 Auch die städtische Aktion „Essen auf Rädern“ kann bei Bedarf auf Personen ausgeweitet, die bisher noch keine Mahlzeit erhalten, aber der Risikogruppe angehören. 

Grundversorgung

Die Trinkwasserversorgung und auch die Abwasserversorgung ist gegeben. Die NÖ Umweltverbände halten die Müllabfuhr und die Grundversorgung der öffentlichen Infrastruktur für Müllentsorgung aufrecht, alle erforderlichen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen zur Gewährleistung der Müllentsorgung wurden ergriffen. Das Altstoffsammelzentrum ASZ 2 (Austraße) bleibt vorerst geöffnet, alle anderen wurden gesperrt.

Feuerwehr

Auch die Feuerwehr St. Pölten-Stadt reagiert auf die aktuelle Corona-Krise und ergreift Maßnahmen, um für die Bevölkerung einsatzbereit zu bleiben. So sind seit Montag die Einsatzmannschaften in drei Gruppen aufgeteilt, die untereinander keinerlei Kontakt haben. Alle 24 Stunden erfolgt ein Wechsel. Übungen, Besprechungen und Veranstaltungen sind bereits seit voriger Woche ausgesetzt. "Nachdem die Feuerwehr für Nicht-Mitglieder nicht mehr zugänglich ist, bitten wir, sämtliche Anliegen per Mail oder telefonisch an uns zu richten", heißt es. Wichtiger Appell: "Informieren Sie bitte im Einsatzfall unsere Mannschaft, sofern Personen mit Corona-Verdacht involviert sind."

Keine Gottesdienste

Seit Montag gibt es auch vonseiten der Diözese St. Pölten Einschränkungen für sämtliche Pfarren und Kirchenrektorate. "Nach sorgfältigen Überlegungen wurden Präventionsmaßnahmen für die Pfarren unserer Diözese St. Pölten beschlossen", erklärt Bischof Alois Schwarz. Alle öffentlichen Gottesdienste werden ausgesetzt. Die Kirchen und Kapellen in der Diözese St. Pölten bleiben aber zum persönlichen Gebet offen. Trauungen und Taufen werden verschoben, Begräbnisse im kleinsten Rahmen und nur im Freien abgehalten. Alle Veranstaltungen – etwa Pfarrcafé, Kirchenchorproben, Seniorenrunden, Eltern-Kind-Gruppen – wurden abgesagt.

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Autor:

Petra Weichhart aus St. Pölten

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