Landesgericht St. Pölten
Türke empört über Vorwürfe seiner Frau

Der Prozess gegen den 34-Jährigen am Landesgericht St. Pölten wurde vertagt.
  • Der Prozess gegen den 34-Jährigen am Landesgericht St. Pölten wurde vertagt.
  • Foto: Ilse Probst
  • hochgeladen von Petra Weichhart

34-Jähriger soll seine Ehefrau bedroht, gewürgt und geschlagen haben. Er musste sich am Landesgericht St. Pölten wegen Körperverletzung und Nötigung verantworten. 

ST. PÖLTEN (ip). Wegen Nötigung und Körperverletzung musste sich ein 34-jähriger Türke am Landesgericht St. Pölten verantworten. Sein „nicht schuldig“ erforderte die Einvernahme weiterer Zeugen, Richterin Doris Wais-Pfeffer vertagte daher den Prozess.
Laut Strafantrag soll der zweifache Vater Anfang Dezember vergangenen Jahres in St. Pölten seine Ehefrau versucht haben, davon abzuhalten, sich samt Kindern von ihm zu trennen.

„Dann bring ich dich um, dann wird Blut fließen“, habe er gedroht, sie gewürgt und geschlagen.

„Ich glaube, ich war auch kurz bewusstlos“, so die Aussage der Frau gegenüber der Polizei. Vor Gericht machte sie von ihrem Entschlagungsrecht Gebrauch, weshalb die polizeiliche Niederschrift für ein Urteil nicht mehr herangezogen werden kann.

Ohrfeige verpasst

Es gab Streit, da er der festen Überzeugung gewesen sei, sie würde ihn betrügen, so der Türke. Seine Frau habe sich zurückgezogen und sich mit Tabletten umbringen wollen. Er habe sie nur am Schlucken der Tabletten gehindert, also eigentlich gerettet, empörte sich der Beschuldigte. Danach habe er seine Eltern und seine Schwiegereltern verständigt und schließlich habe ihr ihre Mutter eine Ohrfeige verpasst.
„Warum?“, wollte Wais-Pfeffer wissen.

„Ja, bei uns ist das schon ein bisschen anders“, begründete der Angeklagte, der bereits 33 Jahre in Österreich lebt.

Seine Frau sei dann mit ihren Eltern mitgefahren. „Ich weiß natürlich nicht, wer sie dann noch aller geschlagen hat“, meinte er zu den danach dokumentierten Verletzungen der Frau, mit der er sich nächste Woche vor dem Scheidungsrichter trifft.

Autor:

Petra Weichhart aus St. Pölten

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