Unbändige Kraft der Traisen

Der Alpenbahnhof am 16. Mai 2014: Gleise der Mariazellerbahn wurden unterspült und das Gelände weitgehend überschwemmt.
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  • Foto: FF Stadt St. Pölten
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Naturgewalt Wasser: Meist überraschend und rasend schnell können Flüsse über die Ufer treten.

ST. PÖLTEN (ag). Unsere Lebensader Traisen, die vielen St. Pöltnern als Naherholungsgebiet dient, zeigte im Laufe der Geschichte immer wieder ihre Schattenseite im Zuge von verheerenden Hochwässern.

Risikoverminderung möglich

Zwischen den Jahren 1541 und 1880 trat die Traisen 13-mal über die Ufer. Vor allem Schneeschmelze und Unwetter sowie das starke Gefälle im Oberlauf der Traisen führten immer wieder zu Überschwemmungen. "Das letzte wirkliche Hochwasser war 1997", informiert St. Pöltens Baudirektor Kurt Rameis im Bezirksblätter-Gespräch. "Damals gab es auch eine Reihe von Schäden. Inzwischen sind die damals noch fehlenden Hochwasserschutzanlagen bereits errichtet, allen voran der Schutz für den Ortsteil Harland." Wie Rameis im Gespräch darlegt, ist es natürlich nicht möglich, sich vor jeglichen Naturextremen zu schützen, denn "gegenüber Naturgefahren hat die Machbarkeit ihre Grenzen. Die Natur ist immer für Überraschungen gut". "Hochwässer gehören zu den Naturgefahren und die kriegen wir mit absoluter Sicherheit nie in den Griff", betont Rameis ganz realistisch.

Damals und heute

War man früher in punkto Wasserbau bestrebt, die Wasserkraft für den wirtschaftlichen Bereich zu nutzen, so rückte der Hochwasserschutz erst im 20. Jahrhundert in den Fokus der wasserbaulichen Tätigkeiten. Die Ziele des gegenwärtigen Wasserbaus sind, einerseits die Siedlungsgebiete vor Überschwemmungen zu schützen und andererseits das monotone "Gerinne" Traisen laut den Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie wieder naturnaher zu gestalten - Stichwort Fischaufstiege. Die Hochwasserstärken der Stadt St. Pölten zeigen, dass das letzte 100-jährige Hochwasser am 8. Juli 1997 stattfand. Im Jahr 2009 (ein 7,5-jähriges Hochwasser) versanken Teile des Bezirks regelrecht im Wasser. Ein leckgewordener Damm in Hafnerbach konnte noch rechtzeitig von den Einsatzkräften "geflickt" werden. In St. Pölten uferte der Nadelbach aus, unterspülte die Gleise der Mariazellerbahn und überflutete den Alpenbahnhof. Tausende Freiwillige und das Bundesheer waren damals im Einsatz. 2014 schlug die Naturgewalt Wasser erneut zu, doch größere Schäden konnten durch bereits gesetzte Maßnahmen verhindert werden. Nächstes Mal: Lebensraum Traisen.

Autor:

Alisa Gerstl aus Pielachtal

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