Wilhelmsburg setzt auf erneuerbare Wärme

Anlage Wilhelmsburg: Die Errichtung aus Fertigmodulen erlaubt eine rasche saubere Bauausführung. Bei kompaktem Platzbedarf wird regionales Waldhackgut zur erneuerbaren Wärmeversorgung genutzt.
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  • Anlage Wilhelmsburg: Die Errichtung aus Fertigmodulen erlaubt eine rasche saubere Bauausführung. Bei kompaktem Platzbedarf wird regionales Waldhackgut zur erneuerbaren Wärmeversorgung genutzt.
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WILHELMSBURG (red). Nach dem Baustart Ende August mit Vorbereitung der Fundamente und Verlegung der Fernwärmeleitung wurde die kompakte Nahwärmeanlage der Bioenergie NÖ in Fertigmodulbauweise in außerordentlich kurzer Zeit errichtet. Direkt hinter Rathaus und GEBÖS betreutes Wohnen, die gleichzeitig auch versorgte Gebäude darstellen, wird künftig mit hoher Effizienz durch kurze Übertragungswege aus regionaler Biomasse erneuerbare Wärme bereitgestellt.

In Wilhelmsburg entsteht damit eine „erdgasfreie“ Insel im Zentrum der Stadt. Durch den Ersatz von Erdgas werden vor Ort zukünftig mehr als 60 Tonnen CO2-Emmissionen pro Jahr eingespart. Die Waldhackgutversorgung erfolgt durch 8 landwirtschaftliche Genossenschaftsmitglieder aus der Stadtgemeinde. Neben den eindeutigen Klimaeffekten wird damit die regionale Wertschöpfung gesteigert und Arbeitsplätze gesichert.

Die Fertigmodul-Biomasse-Heizanlage umfasst zurzeit einen modernen emissionsarmen Biomassekessel mit einer Heizleistung von 199kW. Baulich wurde die Möglichkeit eines zweiten 199kW Kessels vorgesehen um bei weiterem Ausbau des Versorgungsumfanges die Wärmebereitstellung zuverlässig bedienen zu können. Das Waldhackgut wird vom Lieferfahrzeug mittels einer unterirdischen Befüllgosse übernommen und in den geschlossenen Hackgutlagerraum befördert. Zur Maximierung der Versorgungssicherheit wurde die Möglichkeit zur Wärmeversorgung aus einer mobilen Heizanlage vorbereitet. Diese werden von der landwirtschaftlichen Errichtungs- und Betriebsgenossenschaft Bioenergie NÖ für ihre über 60 Nahwärmeanlagen vorgehalten und sind im Falle eines größeren Gebrechens in kürzester Zeit verfügbar und einsatzbereit. Die Wärmeverteilung erfolgt über ein erdverlegtes vorisoliertes Nahwärmenetz mit weniger als 250m Länge. In den Gebäuden wurde zur Systemtrennung und Heizungssteuerung jeweils eine Fernwärmestation installiert. Die Nahwärmeanlage inkl. der Fernwärmestationen können aus der Ferne überwacht werden.

Autor:

Bezirksblätter Archiv (Johannes Gold) aus St. Pölten

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