Politik
Neuwahlen: Das sagt St. Pöltens Stadtpolitik

Bürgermeister Matthias Stadler zeigt klare Kante.
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Nach dem Politbeben am Wochenende äußern sich St. Pöltens Parteispitzen nun erstmals zu Wort.

ST. PÖLTEN (nf). Was Anfang der letzten Woche noch undenkbar schien ist nun Gewissheit. Österreichs Nationalrat wird im September neu gewählt. Die BEZIRKSBLÄTTER gingen für Sie bei St. Pöltens Parteispitzen auf Stimmenfang.

Stadler sieht "grobes FPÖ-Foul"

Den Anfang macht St. Pöltens Stadtoberhaupt Matthias Stadler (SPÖ) und bezieht wie folgt Stellung: „Ich mache mir große Sorgen um das Image und die Reputation Österreichs in Europa und der Welt und glaube nicht, dass es tragbar ist, nachdem so viele Fragen auftauchen, dass weitere FPÖ Mitglieder in Regierungsverantwortung bleiben“. Besonders schockiert zeigt sich Stadler über die Skrupellosigkeit mit der Österreichische Arbeiter verkauft werden und ortet "ein grobes Foul" an den Arbeitnehmern. "Die FPÖ wollte 10.000 österreichische Bauarbeiter der Strabag ums Billigste nach Russland verkaufen. Für mich als Sozialdemokrat ist dieses Ansinnen untragbar", stellt er klar.

Türkise Zuversicht

Den Blick in die Zukunft richtet indes bereits St. Pöltens Vizebürgermeister Matthias Adl (ÖVP). Er meint: "Bundeskanzler Kurz hat die einzig richtige Entscheidung getroffen und Neuwahlen im Herbst angesetzt. Ich glaube, dass die Bürger eine klare Entscheidung treffen werden und Sebastian Kurz weiter mit der Führung unseres Landes beauftragen werden. Im Moment geht es aber darum das Vertrauen in die Politik wiederherzustellen".

FPÖ im Angriffsmodus

Eben jene vom Kanzler ausgerufenen Neuwahlen kritisiert FPÖ-Stadtchef Klaus Otzelberger scharf und schaltet in den Angriffsmodus: "Die Neuwahlen, die nun von der ÖVP aus taktischen Gründen ausgerufen wurden, schaden dem Land und kosten dem Steuerzahler unnötige Millionen. Das beweist, dass es der türkisen Mogelpackung in keiner Weise um die Menschen in diesem Land geht." Die FPÖ habe laut Otzelberger " klare Konsequenzen gezogen. Das ist zu akzeptieren und war ein vorbildlicher Schritt". Abschließend meint der Stadtrat: "Jetzt gilt es weiter mit voller Kraft zu arbeiten und mit einer tatkräftigen und ehrlichen Politik für die Bevölkerung da zu sein. In NÖ und in St. Pölten sind wir diesbezüglich absolut stark aufgestellt".

Hippmann ist "erleichtert"

St. Pöltens Grüner Markus Hippmann kommentiert die aktuelle Lage wie folgt: "Ich habe diese Regierung nicht gewählt, von daher bin ich erleichtert, dass es nun Neuwahlen gibt. Wichtig ist, dass bis zu einer neuen Regierung das Land nicht stillsteht und auch, dass alle mit diesem Skandal verbundenen Aussagen beleuchtet und wenn nötig rechtliche Schritte gesetzt werden. In einer Koalition stehen bekanntlich ja immer zwei Parteien."

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