Corona-Virus
Wirtschaftsmotor in Niederösterreich muss weiterlaufen

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im Gespräch mit Christoph Badelt.
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  • Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im Gespräch mit Christoph Badelt.
  • Foto: NLK/Filzwieser
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Die Corona-Pandemie hat die ganze Welt derzeit fest im Griff. Viele Bereiche unseres Lebens leiden unter den Einschränkungen, welchen wir uns infolge des Virus gegenübersehen. Doch kaum eine Einschränkung trifft derzeit hunderte Familien so stark wie die wirtschaftlichen. Daher besteht die oberste Priorität derzeit darin, den Wirtschaftsmotor am Laufen zu halten, um so die Lebensgrundlage für viele Menschen zu sichern. 

ST. PÖLTEN/NIEDERÖSTERREICH (red.) Die Entwicklungen der vergangenen Monate im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie haben weltweit dramatische Auswirkungen für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt mit sich gebracht. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betont: „Wir müssen alles tun, um den Wirtschaftsmotor am Laufen zu halten und Arbeitsplätze zu sichern. Es geht um die Lebensgrundlage hunderter Familien in Niederösterreich.“ Und die Landeshauptfrau ergänzt:

„Die Situation für den Wirtschaftsstandort und den Arbeitsmarkt ist sehr ernst. Daher haben wir ein blau-gelbes Konjunkturprogramm in der Höhe von 229 Millionen Euro beschlossen - und bereits für kommenden Montag einen Wirtschafts- und Arbeitsmarktgipfel mit den Sozialpartnern einberufen, wo weitere Maßnahmen präsentiert werden.“

"Schwerste Wirtschaftskrise seit 100 Jahren"

Auch der Leiter des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung WIFO Christoph Badelt macht deutlich: „Die Corona-Pandemie hat die schwerste Wirtschaftskrise seit fast 100 Jahren nach sich gezogen. Der Anlass dafür war historisch einmalig und wirkt viel tiefer als etwa die weltweite Finanzkrise im Jahr 2008. Die große Gefahr besteht darin, dass besonders die Zahl der Langzeitarbeitslosen rasch anwachsen wird. Unbestrittenes Faktum ist, dass besonders die Arbeitsmarktproblematik noch länger das drängendste soziale Problem bleiben wird.“

Die Auswirkungen der Pandemie

Faktum ist, die weltweiten Turbulenzen von Betrieben und die Herausforderungen am Arbeitsmarkt sind auch an Niederösterreich nicht spurlos vorübergegangen. Nach Jahren des Rückgangs der Arbeitslosigkeit hat es heuer den höchsten Anstieg an Arbeitslosigkeit seit dem Jahr 1945 hervorgerufen. Die Arbeitslosenquote lag Ende April 2020 in NÖ bei 11,7 Prozent und war somit um 4,7 Prozent höher als im Vorjahr (Frauen +5,2 Prozent, Männer +4,3 Prozent). Österreichweit lag das Plus bei 5,4 Prozent.

Die Situation der Arbeitslosen

Im April dieses Jahres waren in Niederösterreich über 80.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Ein Anstieg um rund 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich mit den anderen Bundesländern entspricht dies zwar der zweitniedrigsten relativen Zunahme hinter Wien, aber es verdeutlicht auch in Zahlen die herausfordernde Situation.
Österreichweit lag der Anstieg der Arbeitslosigkeit im April bei 76,3 Prozent, der Bestand von arbeitslosen Menschen auf dem absoluten Rekordniveau von über 522.000 Menschen.

Ende August waren in Niederösterreich immer noch knapp 60.000 Menschen arbeitslos, ein Anstieg von rund 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Arbeitslosenquote lag Ende August 2020 in NÖ bei 8,6 Prozent und war somit um 1,7 Prozent höher als im Vorjahr. Österreichweit lag das Plus bei 2,1 Prozent.

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