Wirtschaft
Ausgrabungsfläche in Ratzersdorf wird Betriebsgebiet

Bei der Flächenbegehung mit Bgm. Matthias Stadler (3.v.l) wurde ein sechs tausend Jahre altes Grab eines Ehepaares besichtigt.
  • Bei der Flächenbegehung mit Bgm. Matthias Stadler (3.v.l) wurde ein sechs tausend Jahre altes Grab eines Ehepaares besichtigt.
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  • hochgeladen von Nikolaus Frings

In Ratzersdorf wird ein neues Betriebsansiedelungsgebiet erschlossen. Erst wird aber fertig gegraben.

ST. PÖLTEN (nf). Ein Knochenjob ist jener des Archäologen ja schon per Definition. Die starken Regenfälle der letzten Wochen taten jedoch ihr Übriges und machten die Arbeit noch ein ganzes Stück ungemütlicher. So auch im St. Pöltner Stadtteil Ratzersdorf. Dort wird nach Beendigung der Ausgrabungsarbeiten ein fünf Hektar großes, neues Betriebsansiedelungsgebiet erschlossen.

NOE-Central nur der Anfang

Durch den Ausverkauf des NOE-Central Gebietes, der im Rahmen des Wirtschaftsempfangs verkündet wurde (die Bezirksblätter berichteten), will die Stadt die Betriebe von morgen nun nach Ratzersdorf locken. Das bereits mit ersten Zwischenerfolgen, wie der Leiter der Wirtschaftsservicestelle der Stadt, Christoph Schwarz, erklärt: "Bereits jetzt herrscht sehr großes Interesse an den Gründen des zu erschließenden Gebietes. Sollten alle Firmen, die Interesse bekundet haben, tatsächlich kaufen, wäre ein Großteil der Flächen bereits vergeben. Generell wird das Betriebsbaugebiet St. Pölten Ratzersdorf aufgrund seiner optimalen Lage sehr stark nachgefragt."

Optimale Reserven

Auch Bürgermeister Matthias Stadler betont, dass die städtischen Reserven noch lange nicht aufgebraucht sind: "Wir haben noch beträchtliche Grundstücksreserven in optimaler Lage und können daher jederzeit neue Unternehmen mit vielen Arbeitsplätzen ansiedeln. Das rege Interesse für unseren Standort freut uns natürlich sehr.“

So lautet der Zeitplan

Bereits seit gut einem halben Jahr laufen die archäologischen Arbeiten an der entsprechenden Fläche. Unmittelbar nach dem Abschluss der Grabungen, angepeilt wird dafür nach wie vor das Jahresende, wird die Stadt mit der Schaffung der notwendigen Infrastruktur auf der Fläche beginnen. Im Anschluss daran können die Firmen zu bauen beginnen. Während weitere, längere Regenperioden das Grabungsende zwar verzögern können, steht unabhängig davon bereits fest: Wo sich sehr bald große Betriebe ansiedeln sollen, konnten aktuell bisher 75 Gräber festgestellt werden, die teilweise in das 4. Jahrtausend vor Christus datiert werden können.

Zur Ansiedelungsfläche in Ratzersdorf:
Die neuen Gewerbeflächen im Stadtteil Ratzersdorf liegen zwischen der Bundesstraße B1 und der Anschlussstelle St. Pölten Nord der Schnellstraße S33. Mit einer Gesamtfläche von 19,2 ha und einer Reservefläche von 5 ha bietet das Gewerbegebiet Platz für ca. 15-18 Betriebe.
Die Grundstücke für die neuen Betriebsansiedelungen sind zwischen 1.000m2 und 5.000 m2 groß. Die Aufschließungsabgaben für die Betriebe bewegen sich zwischen 20 – 25 Euro pro m² - je nach Bauklasse.

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