06.07.2017, 19:40 Uhr

Als Bezirksblätter-Reporter beim Balaton Sound Festival

(Foto: Sandor Csudai - www.facebook.com/csudaisandor)

Mittwoch, Tag 1.

Mittwochnachmittag, Hitze und große Freude sind die Worte, die ich diesem Tag zuschreibe. Meine Begleitung, Marlies, und ich würden die nächsten Tage nicht nur auf's Balaton Sound Festival fahren, nein, wir würden auch in Budapest Zeit verbringen. Wir wussten, dass es ein Programm geben wird, das neben einer Weinverkostung auch noch andere Sache auf dem Paln stehen hatte. Wir wussten aber nicht, wie toll der erste Tag verlaufen würde. Aber alles auf Anfang.

Erstes Kennenlernen der "Presse-Truppe"

Wir haben Tim, der auch auf die Pressereise fährt und bei ENERGY arbeitet, getroffen. Er war hat die Rolle des Autofahrers übernommen, was zumindest gut für mich war, da ich die Führerscheinprüfung immer noch aufschiebe. Insgesamt sind wir circa 2 1/2 Stunden gefahren bis wir im Hotel angekommen sind.

Marlies und ich haben jeweils ein eigenes Zimmer bekommen, was nicht nur total unerwartet war, da die Reise vollkommen kostenlos für uns ist, sondern auch ziemlich cool. Also haben wir eingecheckt, waren schnell duschen und haben uns kurz darauf wieder mit Tim getroffen. Auf unserem Programm stand um 18 Uhr ein Meet&Greet mit all den anderen, die auch Teil dieser Pressereise sind. Das Ganze soll auf einer Sky Bar stattfinden.

Dort angekommen, dachte ich mir nur, dass das der schönste Ausblick ist, den ich je genießen durfte. Dazu Snacks, alle möglichen Getränke und Couches. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich denken, ich wär über Nacht berühmt geworden. Das würde wenigstens erklären, warum ich in dieser Sky Bar gesessen bin. Mit Sekt in der einen, und Obstspieß in der anderen Hand.

Vollgestopft auf zur Party

Später sind wir zu einem Restaurant spaziert, dass "Urban Betyar" hieß. Vielleicht hätten wir alle das Programm etwas besser studieren sollen als es ein einmal durchzublättern um uns klar zu machen, dass die Snacks nicht unser Abendessen waren, sondern das 3 Gänge Menü im Urban Betyar. Nach Gulaschsuppe, Ente und Apfelstrudel dachte die gesamte Gruppe, sie würde nie wieder wissen, was Hunger ist. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte mal so viel und so gut gegessen habe.

Neben Tim haben wir auch ein paar andere Leute kennen gelernt, die mit uns die nächsten Tage verbringen werden. Menschen aus Deutschland, Belgien und Frankreich. Auch wenn ich jahrelang französisch Unterricht hatte, habe ich so richtig gemerkt, wie ich kein Wort außer "oui" verstehe. Also doch lieber Englisch.

Nachdem wir so viel gegessen hatten, wie selten jemand, stand "Ruinbar-Tour" als Nächstes auf der Liste. Alkohol also.

Tiefgründige Gespräche bei kühlen Drinks

Am Hinweg war ich mir nicht sicher, ob ich überhaupt noch im Stande bin, irgendetwas zu mir zunehmen. Aber spätestes, als ich dort war, verflog dieser Gedanke. Die Bar war sehr gemütlich, schön dekoriert und es spielte ein Improtheater irgendwo im Garten. Später gab's dann auch ein wenig Techno, der im Hintergrund gespielt wurde.

Als wir bestellen wollten, wurde uns gesagt, dass wir nicht nur einen Cocktail inkludiert haben, sondern auch noch 3 Biere oder 3 Gläser Wein. Ich weiß nicht, wie andere Leute das sehen, aber für mich klingt das immernoch nach dem besten Deal, den es gibt.

Also bestellten wir alle irgendwelche Cocktails. Ich hatte einen, der nach Zimt schmeckte. Klingt seltsam, aber ein wenig erinnerte es mich an Weihnachten und das ist immer ein schönes Gefühl.

Wir unterhielten uns den ganzen Abend über alles mögliche. Politik kam öfter auf, als ich es erwartet hatte. Aber auch mit unseren deutschen Kollegen sprachen wir über die sprachlichen Unterscheide zwischen unseren Ländern. Seitdem sagt Flo, einer der beiden Deutschen, lieber "Tschick" als "Kippe".


Odyssee am Weg zurück ins Hotel

Irgendwann gegen Mitternacht machten Marlies und ich uns auf dem Nachhauseweg. Im Gegensatz zu den Burschen, die in weitere Bars zogen, waren wir müde und wollten dann doch etwas Kraft sparen. Ich mache das nicht oft, also bin ich darauf ziemlich stolz.

Flo half uns herauszufinden, wie wir am besten zurück ins Hotel finden. Er hätte das lieber nicht machen sollen, denn nachdem wir eine Stunde in die falsche Richtung gegangen sind und somit fast zwei Stunden von unserem Ziel entfernt waren, fielen uns die Augen zu. Und ich meine das so, wie ich es sage. Ich hatte teilweise Probleme damit nicht jede Sekunde einzuschlafen. Und die Cocktails, die wir davor getrunken hatten, waren auch keine sonderlich große Hilfe.

Irgendwann gegen zwei Uhr nachts und einer Taxifahrt, sind wir in unserem Hotel angekommen. Ich habe mich selten so über ein Bett gefreut. Aber was kann ich schon sagen, ein kleiner Nachspaziergang hat noch niemandem geschadet.
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