07.07.2017, 19:13 Uhr

Als Bezirksblätter-Reporter beim Balaton Sound Festival Teil 2

Foto: Rockstar Photographers (@rockstarphotographers).

Donnerstag, Tag 2.

Aufstehen, duschen und danach sofort zum Frühstück. Mittlerweile habe ich das Gefühl, ich könnte wieder etwas essen auch wenn ich noch immer kein richtiges Hungergefühl spüre. Aber für ein Joghurt und die ein oder andere Scheibe Brot ist Platz. Außerdem ist der Tee, dessen Geschmack ich eigentlich nicht identifizieren kann, ziemlich gut. Der hat mir meinen Morgen gerettet, irgendwie.

Danach machten wir uns auf den Weg ins neue Hotel, das sich in der Nähe des Festivals befinden soll. Das jetzige Hotel ist schon wirklich toll und viel besser als ich es mir erwartet hatte. Aber als wir nach circa einer Stunde angekommen waren und unsere neue Unterkunft gesehen haben, war ich perplex. Es ist ein Wellness-Hotel, die Zimmer sind extrem gemütlich und einen Balkon gibt es auch, was mich immer besonders freut. Außerdem haben wir die Möglichkeit jederzeit ins Pool zu hüpfen, wenn uns danach ist. Oder, wenn wir Zeit finden sollten. Ein Traum.

Neue Erfahrungen in Punkto Essen

Nach dem Einchecken hat sich unsere Gruppe wieder getroffen und wir sind los gefahren um essen zu gehen. Ein Mittagessen, das eine Weinverkostung inkludiert hat. Auch wenn wir eigentlich geplant hatten eine Stadtrundfahrt zu machen, die leider ausgefallen ist, da wir Zeitmangel hatten, dachte spätestens bei der Vorspeise keiner mehr daran. An und für sich bin ich kein großer Fan davon Sachen zu essen, die ich nicht kenne. Oder, die mir irgendwie suspekt vorkommen. Aber wenn nicht hier, wo sonst. Die Vorspeise war irgendwas mit Leber. Meine nicht vorhandenen Kenntnisse in Ungarisch machten mir mal wieder einen Strich durch die Rechnung.

Im ersten Moment läuft mir das Wasser noch nicht im Mund zusammen, aber versuchen will ich es trotzdem. Als ich es dann probiert habe, fand ich es gut. Nicht, dass ich mir es immer bestellen würde, aber ich war froh, dass ich es versucht habe.

Später konnte man noch zwischen Huhn, Ente oder Gnocci entscheiden. Nicht nur, dass das Essen so viel und so gut ist, auch die Bedienung ist sehr höflich. Man fühlt sich wie ein König. Als Dessert gab es Panna Cotta.

Das erste Mal auf dem Balaton Sound

Mit vollen und zufriedenen Bäuchen, wie ich es nicht anders von dieser Reise kenne, fuhren wir zum Festval Gelände. Wir haben alle ein VIP Band bekommen mit dem wir Zugang zu den gemütlichsten Plätzen hatten. Auch Presseausweise waren mit im Packet.

In der VIP Area hat uns ein Mann, der am Festival arbeitet eine Karte gegeben auf der umgerechnet 30€ waren. Damit konnten wir Drinks bestellen, solange der Vorrat reicht. Es gibt kein schöneres Geschenk, das man einem jungen Festivalbesucher machen kann. Wirklich.

Also bestellen wir eine Runde Bier und ließen erstmal den Tag auf uns wirken. Ich kann, glaube ich, für alle sprechen, wenn ich sage, dass diese Reise einfach nicht aufhört surreal zu wirken. Alles ist geplant, aufregend und für Außenstehende nur schwer so beschrieben. Aber ich gebe mein Bestes.

Irgendwann sind wir zur Mainstage gegangen. Dort hat Axwell /\ Ingrosso gespielt, die sichtlich Lust hatten, den Leuten die Party ihres Lebens zu schenken. Ich war relativ weit vorne und hab leider zu spät mitbekommen, dass sich neben mir ein Moshpit zusammenbraut. Ein paar Minuten später war ich zwar nicht mitten drin, durfte aber eine Bierdusche genießen. Ich war komplett durchnässt. Trotzdem: eine Bierdusche ist besser als gar keine Dusche.

Danach gingen wie zurück in den VIP Bereich und tranken noch das ein oder andere Getränk. Ich unterhielt mich mit Leuten, die von überall hergereist sind nur um Teil dieses Festivals zu sein. Eigentlich waren alle super lieb. Außer der ältere Mann, der aus dem Nichts gekommen ist und gemeint hat, ich soll nicht in sein Gesicht rauchen. Dabei habe ich ihn weder davor in meiner Nähe gesehen, noch bin ich unvorsichtig was so etwas angeht. Nun ja.

Marlies und ich wechselten alle halben Stunden die Stage, da wir wirklich alles vom Balaton Sound mitbekommen wollten. Einmal gab's ungarische Liveacts, einmal etwas ähnliches wie Techno. Es war wirklich alles dabei.

Wahrgeworderner Traum oder Balaton Sound Stage...

Bis wir unsere Traumbühne gefunden hatten. Es war gegen Mitternacht und die Leute waren, höchstwahrscheinlich dem Alkohol zu verdanken, sehr gut drauf. Diese Stage war bunt, leuchtete und es spielte richtig guten Techno. Als wir gerade mal zwei Minuten getanzt haben, wurden wir schon mit Verkleidungen eingedeckt. Ein Sombrero zum Beispiel. Später haben wir dann gemerkt, dass jeder einzelne, der dort tanzte, verkleidet war. So schön.

Gute zwei Stunden später, weiteren Verkleidungen und witzigen Gesprächen machten wir uns auf den Heimweg. Dank unserer vollen Pracht sah man uns an, dass wir gerade gut gefeiert hatten.

Der Taxifahrer wusste das auch. Nicht nur, weil uns unsere Verkleidung verriet, sonder auch, weil wir nach gefühlten zwei Sekunden fahren, eingeschlafen sind.

Im Hotel angekommen, fielen wir einfach nur ins Bett. Und, absurder weise, hatten wir wieder Hunger. Wer hätte gedacht, dass das möglich ist
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