12.07.2017, 08:00 Uhr

Alarm für St. Pöltens Waffenhändler

Geschäftsführer Rudolf Dutter, von Sodia & Dutter GmbH, hat nachjustiert und die Sicherheitsstandards in seinem Geschäft erhöht.

Der Verfassungsschutz warnt hiesige Anbieter vor IS-Sympathisanten, die bei Überfällen Waffen erbeuten wollen.

ST. PÖLTEN. Eine Terrororganisation ruft ihre europäischen Anhänger online zum Überfall von Waffengeschäften auf. Bereits im März soll auch in St. Pölten ein Dschihadist einen Raubüberfall geplant haben. Daher schreitet das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung nun ein und sendet Warnungen an alle Waffenhändler in Österreich. Die Bezirksblätter haben sich in St. Pölten umgesehen, wie diese umgesetzt werden.

Händler: Ziel der Terroristen

"Ich denke nicht, dass sie es bei uns versuchen würden. Wir haben 2/3 Sportwaffen und 1/3 Jagdwaffen. Die Terroristen sind eher auf Militärwaffen aus", so Rudolf Dutter von Sodia & Dutter GmbH. Trotzdem nimmt er die Warnung sehr ernst und hält sich an die Empfehlungen vom Landesamt.

Erhöhte Aufmerksamkeit

"Es gibt derzeit keine konkreten Hinweise auf derartige Überfälle in Österreich, trotzdem wird eine erhöhte Aufmerksamkeit nahegelegt", heißt es in der Meldung vom Landesamt. Um rechtzeitig handeln zu können, ist es wichtig, auf Spione, die des Öfteren vor oder im Geschäft zu sehen sind, sowie Türmarkierungen zu achten. Denn die Rede ist nicht nur von direkten Angriffen auf den Ladenbesitzer, sondern auch von Einbrüchen im geschlossenen Geschäft. Daher hat Rudolf Dutter auch sein Alarmsystem verbessert. Das Ganze brachte zwar hohe Kosten mit sich, doch die Sicherheit war dem Waffenhändler dies allemal wert.

Polizei unterstützt

Die Polizei assistiert mit erhöhter Überwachung durch den Streifendienst im Bereich der St. Pöltner Waffengeschäfte, bestätigte uns auch Stadtpolizeikommandant Franz Bäuchler.
Dutter lobt im Gespräch das Waffengesetz, welches in Österreich herrscht. Denn somit wäre es nicht einfach für jeden, an ein Gewehr zu kommen. Probleme sieht er hier eher am Schwarzmarkt.

Zur Sache:

Eine Meldung vom Landesamt informiert über die Onlinepropaganda einer Terrororganisation, welche zur illegalen Beschaffung von Waffen in Europa veröffentlicht wurde.

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