07.09.2016, 11:27 Uhr

Amtsübergabe: Ziselsberger folgt Caritasdirektor Schuhböck

Friedrich Schuhböck übergab Hannes Ziselsberger ein Kreuz, das er selbst vor 20 Jahren bei seinem Amtsantritt geschenkt bekommen hatte. (Foto: Diözese St. Pölten)
ST. PÖLTEN (dsp/red). Mit einer Dankmesse und einem Festakt im Bildungshaus St. Hippolyt verabschiedete die Diözese St. Pölten Friedrich Schuhböck nach 20 Jahren als Caritaspräsident und übergab das Amt offiziell an dessen Nachfolger Hannes Ziselsberger. An der Feier nahmen die Diözesanleitung mit Weihbischof Anton Leichtfried und Generalvikar Eduard Gruber, sowie politische Vertreter mit Landesrätin Barbara Schwarz an der Spitze teil.

Direktor Schuhböck habe sich in seiner Amtszeit besonders für den Ausbau der Pfarrcaritas als auch für die Entwicklung von Dienstleistungen in Zusammenarbeit mit den öffentlichen Einrichtungen von Land und Gemeinden „stark engagiert“, betonte Bischofsvikar Franz Schrittwieser. Schuhböck habe den Mut gehabt, sich auch in Spannungsfeldern einzusetzen und sei „ein Anwalt für Menschen in Not“ gewesen. Er übergebe ein „gut geordnetes Haus“, das sein Nachfolger Ziselsberger nun „weiterbaut“. Caritas müsse dabei „bodenverbunden sein im konkreten Liebesdienst, dabei glaubwürdig, prophetisch, mit einer freundlichen Haltung und einem fröhlichen Ja zur Schöpfung“, so Schrittwieser

In 20 Jahren Amtszeit viel und viele bewegt

Soziallandesrätin Schwarz zeigte sich „begeistert von der Konsequenz, mit der Friedrich Schuhböck der Caritas-Idee Nachschub gegeben hat“. In den 20 Jahren seiner Amtszeit als Caritasdirektor sei „immer wieder Neues entstanden“, vor allem für Menschen mit Behinderungen. Schuhböck habe „immer auf die aktuelle Not der Menschen reagiert“. Dabei habe es immer eine gute Gesprächsbasis und Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich gegeben, wie Schwarz betonte.

Es sei „beeindruckend, wie viel gewachsen und neu entstanden ist“, sagte Caritaspräsident Michael Landau über die Amtszeit Schuhböcks: „Er hat viel bewegt, und er hat viele Menschen bewegt.“ Damit habe Schuhböck deutlich gemacht, dass es auf jeden einzelnen ankomme. Besonders bei der Arbeit für Menschen mit psychischen Erkrankungen sei die Caritas der Diözese St. Pölten unter Schuhböck „Pionier und Vorbild“ geworden, wie Landau betonte.

Die Liebe als Grundlage

„Gott ist die personifizierte Caritas“, sagte Schuhböck bei der Amtsübergabe. „Deus caritas est – Gott ist die Liebe. Dem ist nichts hinzuzufügen, darüber ist zu meditieren und danach zu handeln.“ Schuhböck übergab seinem Nachfolger Ziselsberger ein Kreuz, das er selbst vor 20 Jahren bei seinem Amtsantritt geschenkt bekommen hatte. „Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Leben, im Kreuz ist Hoffnung: Diese Botschaft des Kreuzes hat die Caritas den Menschen zu bringen.“

Der neue Caritasdirektor Ziselsberger betonte, er wolle an einer „sozialen Infrastruktur für ein menschenwürdiges Leben für alle mitarbeiten“. Caritas sei eine „werte-volle“ Arbeit auf der Basis des Evangeliums: „Alles Tun muss die Liebe als Grundlage haben.“ Dabei sei der Einsatz für ein freiwilliges Engagement der Christen seine „Hoffnung für eine gerechte Gesellschaft“.
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