04.04.2017, 16:27 Uhr

Baumseuche wütet nun in Sankt Pölten

Straßensperre beim Tennisplatz hinter dem "Kopal-Areal"

Das Eschentriebsterben macht auch vor Bäumen in St. Pölten, im Traisen- und im Pielachtal nicht halt. Ein Waldstück hinter der ehemaligen Kopal-Kaserne ist gesperrt.

ST. PÖLTEN / TRAISENTAL / PIELACHTAL (mh). Eine bedrohliche Straßensperre erschreckt seit vergangener Woche Spaziergänger auf der geschotterten Fortsetzung der Teufelhofer Straße am Rande St. Pöltens. "Gesperrt wegen Baumkrankheit" ist neben Gitter, Fahr- und Gehverbotsschildern zu lesen. Auf Anfrage der Bezirksblätter klärt Robert Wotapek, Leiter der Stadtgärtnerei, über den Grund der Sperre des Waldstücks beim Tennisplatz hinter der ehemaligen Kopal-Kaserne auf: "Auf dem privaten Grundstück sind Bäume vom Eschentriebsterben befallen." Der Grundeigentümer sei über die Behörde aufgefordert worden, die bruchgefährdeten Bäume herauszuschneiden. Bis das erledigt sei, müsse die Sperre aufrechterhalten bleiben.

Gefahr für Passanten

Akute Gefahr bestehe laut Wotapek deshalb, weil erkrankte Bäume umstürzen und so auch Menschen gefährden können. Die europaweite Baumseuche hat bereits seit längerer Zeit das Stadtgebiet von St. Pölten erreicht. "Wir haben das Eschentriebsterben vor ein paar Jahren im Stadtwald gehabt und jetzt kämpfen wir damit auch am Viehofner See", sagt Wotapek. Doch auch das Umland St. Pöltens ist von der heimtückischen Krankheit betroffen, wie Fälle im Pielach- und Traisental zeigen. Die Universität für Bodenkultur in Wien beschreibt die Symptomatik mit abgestorbenen Trieben, Zweigen und Ästen an Eschen aller Altersklassen, die bis zum Absterben ganzer Bäume führen können.

Zur Sache

In vielen Teilen Europas und damit auch Österreichs ist die Esche seit 2006 vom Eschentriebsterben betroffen. Diese Pilzkrankheit wird von dem Schlauchpilz "Falsches Weißes Stengelbecherchen" und dessen ungeschlechtlichen Stadium hervorgerufen.

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