28.11.2016, 14:25 Uhr

Bundesschulzentrum wurde offiziell eröffnet

HAK-Direktor Mag. Günter Schraik, Bürgermeister Mag. Matthias Stadler, Landeshauptmann Stellvertreterin Mag. Johanna Mikl-Leitner, Bildungsministerin Dr. Sonja Hammerschmid, Präsident des Landesschulrates, Mag. Johann Heuras, HTL-Direktor DI Johann Wiedlack und BIG-Geschäftsführer DI Wolfgang Gleissner bei der Schlüsselübergabe für das Bundesschulzentrum St. Pölten. (Foto: Josef Vorlaufer)
Mit einem Festakt wurde heute die offizielle Wiedereröffnung des Bundeschulzentrums St. Pölten nach der umfassenden Sanierung und dem umfangreichen Ausbau vorgenommen. Die Schulgebäude von HTL und HAK bzw. HAS wurde rund vier Jahre lang saniert und erweitert. Sie umfassen nun rund 50.000 m², bestehend aus einem rund 16.000 m² großen Neubau inklusive neuer Turnhalle und sanierten Bestandsgebäuden mit rund 34.000 m².

„Im aktuellen Schulentwicklungsplan des Bundes sind für den Schulausbau 2,4 Milliarden Euro vorgesehen. Davon werden rund 513 Millionen Euro in Niederösterreich investiert. In den Ausbau des Bundeschulzentrums St. Pölten sind etwa 83 Millionen Euro davon geflossen. Es ist somit das größte aktuelle Schulbauprojekt des Bundes in ganz Österreich. Das ist gut investiertes Geld, denn ich bin der Überzeugung, dass beim Lernen der Rahmen passen muss. In lichtdurchfluteten Räumen wie hier lässt es sich gut leben und arbeiten, das gilt sowohl für die SchülerInnen als auch für die PädagogInnen“, sagt Bildungsministerin Dr. Sonja Hammerschmid, beim Festakt mit zahlreichen Ehrengästen.

„Investitionen in die Bildung bringen den meisten Ertrag“, hält Bürgermeister Mag. Matthias Stadler bei der Wiedereröffnung fest und verweist darauf, dass alle höheren Schulen in St. Pölten im Sanierungs- und Ausbauprogrammprogramm des Bundes enthalten sind. „Bei der Sanierung der Schulen ist bereits sehr viel geschehen, aktuell wird das Gymnasium in der Josefstraße saniert und ausgebaut. Neben dem Bund nehmen wir auch selbst viel Geld für den Ausbau der Pflichtschulen und der Fachhochschule samt Privatuniversität in die Hand. Aktuell werden in den Bildungsstandort St. Pölten 312 Millionen Euro investiert. Damit wird die Bedeutung des Bildungsstandortes St. Pölten eindrucksvoll unterstrichen.“

Einhellig herrschte bei der offiziellen Wiedereröffnung die Meinung, dass der Ausbau und die Sanierung des Bundeschulzentrums St. Pölten durch die Bundesimmobiliengesellschaft äußerst gut gelungen sind. Etwa 2.500 SchülerInnen in über 120 Klassen finden nun ein optimales Lernumfeld vor. Der finanzielle Aufwand betrug rund 83 Millionen Euro netto.

Neubau

Der neue Zubau mit seiner auffälligen grünen Fassade verbindet die bestehenden Gebäude von HTL und HAK miteinander, wobei für den damit entstandenen Campuscharakter Teile des Bestandes wie die alte Mensa, ein Teil der alten HAK sowie die ehemaligen Festsäle abgebrochen wurden. Vom zentralen Eingang aus erreichen SchülerInnen und LehrerInnen gemeinsam genutzte Räume wie die Bibliothek und den trennbaren Vortragssaal. Um Klassen und Lehrerzimmer zu erreichen, biegen die SchülerInnen und LehrerInnen der HAK/HAS nach links und jene der HTL nach rechts in den größeren Teil des Neubaus ab. Die neue Mensa ist ein besonderes Highlight: Sie steht als freier, gläserner Raum im Erdgeschoß unter dem auf Stelzen stehenden dreigeschoßigen Klassentrakt der HTL und öffnet sich zum neuen Campus mit einer Terrasse.

Auch das Innere wird modernsten Schulstandards gerecht. Die Gänge zwischen den Unterrichtsräumen werden durch Oberlichten, also Fenstern die Licht von den Klassenräumen in den Gang lassen, erhellt. Zusätzlich sind sämtliche Gänge dank Dachfenstern mit Tageslicht durchflutet. Um die Schule aber nicht nur mit Licht sondern auch mit frischer Luft zu versorgen, wurde eine automatische Nachtlüftung eingebaut. Fenster und Oberlichten öffnen sich dann automatisch und versorgen die Innenräume so mit kühler Nachtluft. Untertags dienen Außenjalousien als Sonnenschutz. Bei direkter Sonneneinstrahlung fahren sie automatisch herunter und neigen sich je nach Sonnenstand.

Bestandssanierung

Die in die Jahre gekommenen Bestandsgebäude der HTL und die Turnsäle wurden sowohl thermisch als auch funktionssaniert. Dabei wurden eine neue Fassade, Fenster und Sonnenschutz angebracht, um das Klima und den Energieverbrauch zu verbessern. Im Inneren sind Räume umstrukturiert und so die Nutzung optimiert. Auch der Bestand der HAK/HAS ist innen saniert. Die Oberflächen, beispielsweise Böden, sind erneuert sowie einige Räume neu angeordnet.

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