23.11.2017, 08:34 Uhr

Kampfsportverein: Der "Kick" fürs Leben

Neben Taekwon-Do werden auch Selbstverteidigungskurse bei Kuroshio angeboten. Gerade in der heutigen Zeit gewinnt dieses Angebot immer mehr an Beliebtheit. (Foto: Kuroshio)

Kuroshio bietet nicht nur den Kampfsport Taekwon-Do sondern auch Selbstverteidigungskurse an.

ST. PÖLTEN. Der Verein Kuroshio wurde am 1. Oktober 1997 gegründet und, mit Standort in St. Pölten, im Jahr 2002 übernommen.

BEZIRKSBLÄTTER: Was bedeutet Taekwon-Do?
Martin Rost: Taekwon-Do ist die koreanische Kunst der Selbstverteidigung. Jede Silbe in dem Wort hat seine Bedeutung. Tae – Fuß - steht für alle Fußtechniken; treten, stoßen. Kwon - Faust - steht für alle Handtechniken; schlagen, blocken. Do - Weg - steht für den Reifezyklus vom Anfänger bis zum Meister.

Gibt es beim Taekwon-Do Wettkämpfe?
Es gibt im Tkwdo regelmäßig nationale und internationale Wettkämpfe bis zur Europa- und Weltmeisterschaft. Das letzte international besetzte Tkwdo-Turnier war übrigens am 18. November 2017 in der Prandtauer Halle in St. Pölten. Hauptdisziplinen waren das Sparring/der Kampf, Bruchtests (Powerbruchtest; Spezialbruchtest mit spektakulären Sprüngen), Bewegungsformen und Selbstverteidigung.

Wie alt muss man sein, um an einem Taekwon-Do Kurs teilnehmen zu können? Gibt es auch eine Altersgrenze?
Eine Altersgrenze nach oben gibt es grundsätzlich nicht. Wir bieten Tkwdo ab einem Alter von vier Jahren (Kinder Tkwdo), ab 7/8 Jahren ein Kids-Tkwdo und ein Tkwdo für Erwachsene an.

Würden Sie gerade Frauen einen Selbstverteidigungskurs empfehlen?
Eine Selbstverteidigung ist grundsätzlich für alle (Frauen und Männer) in jeder Altersklasse zunehmend wichtig. Wir merken aber schon – durch die Vorfälle in der letzten Zeit – ein verstärktes Interesse der Frauen, bieten aber kein geschlechtsspezifisches sondern ein universelles Training an.

Wie lange dauert ein Selbstverteidigungskurs und was genau lernen dabei die Teilnehmer?
Sowohl beim Tkwdo als auch beim Kapap gibt es keinen zeitlich begrenzten Kurs sondern ein regelmäßiges Training. Es kann im Rahmen eines kostenlosen Schnuppertrainings jeder bei uns einfach bei einem Trainingstermin vorbeikommen und mitmachen. Beim Kapap steht der Wettkampf und der Kampfsport nicht im Vordergrund. Kapap ist KEIN Kampfsport sondern eine Technik für die Selbstverteidigung. Beim Tkwdo gibt es genaue Regeln, beim Kapap steht die verhältnismäßige Verteidigung im Alltag (gegen waffenlose Angriffe aber auch gegen Angriffe mit Waffen) im Fokus.

Sollte man einen Selbstverteidigungskurs alle paar Jahre auffrischen?
Es gilt auch hier wie überall „use it or lose it“. Somit ist eine Kontinuität und ein Verfestigen des Gelernten immens (neben der körperlichen Fitness) wichtig.

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