24.09.2014, 08:52 Uhr

Maisernte zur Zeit im vollem Gang

BEZIRK. Tag und Nacht werden zur Zeit die Maisfelder im Bezirk abgeerntet. Aber was passiert mit dem Ertag der Pflanze? Wo werden die Körner hinverfrachtet? Hier eine kleine Zusammenfassung:
Der Mais, Wird in Österreich auch "Kukuruz" genannt Sie ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Süßgräser. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Mexiko ab. Jährlich werden weltweit auf über 170 Millionen Hektar (24 % der Getreideanbaufläche) über 850 Millionen Tonnen (34 % der Getreideproduktion) Mais geerntet. Mais wird vor allem als Futterpflanze genutzt. Darüber hinaus ist Mais ein Nahrungsmittel für die Tierwirtschaft und als eine Energiepflanze zu bezeichnen. Ebenso ist die daraus gewonnene Maisstärke ein Nahrungsmittel für den Menschen, Ausgangsprodukt für Biokunststoffe, Fermentationsrohstoff usw.

Vegetative Merkmale:
Kulturmais ist eine kräftig gebaute, einjährige Pflanze, die eine Wuchshöhe von ein bis zu dre Metern erreichen kann.
Die Laubblätter sind am Halm angeordnet. Das dre bis fünf Millimeter lange Blatthäutchen ist zerschlitzt oder bewimpert. Die einfache, mitunter zerstreut behaarte, dunkelgrüne Blattspreite ist bei einer Länge von bis zu einem Meter und einer Breite von vier bis zehn Zentimeter flach und zum Rand hin wellig.

Anbau:
Mais ist ein Sommergetreide – die Aussaat erfolgt in Östrreich von Mitte April bis Anfang Mai, wenn der Boden warm genug und die Gefahr von Spätfrösten nicht mehr gegeben ist. Mais braucht zur Keimung und zum Feldaufgang eine gewisse Temperatur, eine von Keimung 7–9 °C und eine gewisse Wärmesumme für den Feldaufgang. Bei niedrigen Temperaturen wird der Keimling von Bodenpilzen befallen und verliert seine Triebkraft; lückige Maisbestände mit geringeren Erträgen sind die Folge. Andererseits führt späte Saat ebenfalls zu Ertragsminderungen, weil die Sonnenenergie des Sommers dann nicht voll ausgenutzt werfen kann.
Mais wird in Reihen als Einzelkornsaat mit mechanisch gesät. Die Bestandsdichte der Körner auf dem Feld, ist sorten- und regionsabhängig und beträgt im Durchschnitt etwa zehn Pflanzen/m². Der Reihenabstand beträgt etwa 75 cm, der Säabstand etwa 10 bis 20 Zentimeter.

Ernte:
Die Ernte des Silomaises, normalerweise mit einem Feldhäcksler, findet in Österreich Mitte September bis Anfang Oktober statt (der optimale Erntetermin liegt bei etwa 30 % Feuchtegehalt der Gesamtpflanze). Körnermais wird ab Ende September bis Ende November mit dem Mähdrescher geerntet, wobei ein spezielles Schneidewerk, die Kolben von den Stengeln trennt und die Kolben direkt vom Mähdrescher gedroschen werden. Trotzdem liegt der Feuchtigkeitsgehalt der Körner mit etwa 25–35 % noch so hoch, dass eine entsprechende Trocknung notwendig ist.

Nutzung:
Der größte Teil des in Österreich angebauten Mais wird für Futterzwecke (Silomais, Körnermais) verwendet. Ein kleinerer, aber stark wachsender Anteil wird zur Energiegewinnung in Biogasanlagen eingesetzt. Der Rest wird in Form von Körnermais als Lebensmittel verwendet und dazu zum Großteil in der Lebensmittelindustrie verarbeitet. Die Verarbeitung dieser Körner erfolgt dann entweder in der Trockenmühle (Mehle und Grieße) oder in der Nassmühle (Stärke) zu Produkten wie Maisstärke.
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