11.12.2017, 14:11 Uhr

Mentalist Manuel Horeth: 'Wir alle haben empathische Fähigkeiten" (mit Video)

Remigius Rabiega von Best Management und Manuel Horeth (Foto: Werilly)

Der Mann des Unmöglichen: Manuel Horeth begeistert am 13. Jänner im Cityhotel mit seiner Show.

ST. PÖLTEN. „Wie kann das nur alles funktionieren?", fragt sich wohl jeder Zuschauer, der Manuel Horeth bereits live gesehen hat. Die BB trafen den Mentalisten zu einem Interview.


Wie fühlen Sie die Emotionen und Gedanken anderer - ist es eher ein Impuls oder eine Eingebung? Ist es eine Intuition? Wie kann man sich das vorstellen?
Manuel Horeth: Grundsätzlich ist es ja so, dass wir alle die Fähigkeit haben, die Stimmungen des anderen aufzunehmen. Diese Empathie, zu fühlen, was der andere fühlt, das haben wir alle. Man kann es nur auch trainieren und kann es dann halt besser als alle anderen. Man kann grundsätzlich schauen, wie fühlt sich der, wie reagiert der auf Fragen. Eines sag ich gleich vorneweg, es ist nicht Gedankenlesen. Denn ich bin ganz fest der Meinung, dass es Gedankenlesen um 20.15 Uhr auf der Bühne auf Befehl vor einigen hunderten Zuschauern nicht gibt. Ich würde gerne jemanden kennenlernen der diese Fähigkeit hat - aber ich habe sie nicht.
Ich kann nur eines: Ich kann jemandem Gedanken geben, ohne dass er es bemerkt und ihn dann fragen was er denkt, aber ich weiß es ja schon weil es meine Gedanken waren. Es ist eine Manipulation des Menschen, dass er etwas denkt von dem ich möchte, dass er es denkt. In diese Richtung könnte man es auch als Gedankenlesen bezeichnen, aber es ist eher eine Abfrage dessen was ich ihm gegeben hab. Es ist eine Manipulaton - es ist Beeinflussung. Wenn man seine Sinne trainiert, was man sieht, hört, was man von anderen Menschen wahrnimmt, dann kann man sehr schnell eine Grundtendenz von einem Menschen erkennen. Dann ist nur die Frage: Was macht man mit dieser Information?
Es ist nichts Übersinnliches, es ist nichts Geisterhaftes, es ist eine menschliche Fähigkeit die wir haben. Man kann nicht - nicht kommunzieren und genauso kann man auch nicht - nicht beeinflussen. Denn alles beeinflusst einen auf eine gewisse Art und Weise. Wenn jemand mit dir spricht oder du gewisse Dinge mit ihm machst, beeinflusst du ihn. Je besser man es macht, desto weniger bemerkt der andere es. Man braucht gewisse Standard-Menschenkenntnisse. Eine wesentliche Sache ist, dass Körpersprache-Regeln nicht auf jeden zutreffen. Ganz wichtig ist auch die normale Sprache. Wie spricht jemand, welche Wörter benutzt er. Man kann anhand eines Satzes von einem Menschen, wenn du ihn fragst 'Was hast du gestern gemacht', herausfinden welchen Wahrnehmungskanal (Anmerkung: Düfte, die Umgebung, etc.) er hat.

Nutzen Sie Ihre Fähigkeiten beim Lotto spielen?
Nein, leider. Sonst würde ich heute nicht da sitzen. (lacht) Es geht nicht darum Dinge zu beeinflussen, die nicht beeinflussbar sind. Sondern Dinge zu beeinflussen die von mir selber kommen, wo man selber was dafür tun kann. Ich kann für die Lottoziehung leider nichts selber tun. (lacht) Ein Beispiel bei der Show: 100 Fotos und die Person soll eines wählen - und wie bekomme ich die Person dazu, dass er genau das Foto wählt, welches ich will das er wählt. Vorallem, dass er danach sagt, er hat es von sich aus gewählt obwohl das Publikum weiß, dass es nicht so ist, da ich ihnen zuvor das Bild bereits gezeigt habe.

Was war das größte Erfolungserlebnis für Sie?
Eine eigene Sendung im Hauptabendprogramm auf RTL - die eigene Sendung die deinen Namen trägt, das war das Highlight der letzten Jahre. Da hab ich mir gedacht 'Mhm, das war cool' und grundsätzlich gesehen, dass ich einen Beruf hab, der für mich keine Arbeit ist. Ich empfinde es nicht als Arbeit.



Gab es auch schon einmal 'einen Griff daneben' während einer Show?

Das kann passieren, wenn ich merke die Person vertraut mir nicht. Oberster Faktor bei der Beeinflussung ist Vertrauen. Wenn der Mensch dir nicht vertraut, kann es nicht funktionieren. Oder man merkt zum Beispiel ziemlich schnell wenn jemand auf der Bühne bewusst dagegen arbeitet und versucht mich auszutesten. Dann gibt es zwei Varianten: Entweder ich mache dann etwas wo es egal ist, denn das Publikum weiß ja oft nicht was kommt, oder ich muss den Zuschauer austauschen. Ich sage auch am Anfang dazu, es gibt keine Mathematik oder Lieder die gesungen werden, sondern es ist eine Show mit dem Publikum. Das heißt es hängt nicht nur von mir sondern auch von den Zuschauern ab.

Zur Sache

Am Samstag, den 13. Jänner 'verzaubert' Manuel Horeth das Publikum im Cityhotel in St. Pölten (Völklplatz 1). Einlass ist um 19 Uhr - Beginn um 20 Uhr. Karten erhalten Sie unter www.bestmanagement.at

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