30.11.2016, 09:20 Uhr

ÖBB zeigen originales CARE-Paket am Hauptbahnhof St. Pölten

(Foto: Care)
ST. PÖLTEN (red). Vor 70 Jahren erreichten die ersten CARE-Paket Österreich. Sie halfen, die Not und den Hunger in der Nachkriegszeit zu lindern. Die ÖBB präsentieren im Rahmen einer Wanderausstellung, die in Kooperation mit der Hilfsorganisation CARE entstanden ist, ein originales CARE-Paket an ausgewählten österreichischen Bahnhöfen.
Von 24. November 2016 bis 11. Jänner 2017 ist es am Hauptbahnhof in St. Pölten zu sehen.

Von den USA zur Verfügung gestellt

Corned Beef, Margarine, Kaffee, Milchpulver, Kaugummi: Das und viel mehr enthielten die CARE-Pakete, die in den Nachkriegsjahren von den USA nach Europa geschickt wurden. Die Pakete kamen meist mit dem Zug nach Österreich und erhöhten die Kalorienzufuhr für österreichische Familien – Wien galt einst als die hungrigste Großstadt Europas. Im Schnitt hat jede/r siebte Österreicher/in ein CARE-Paket erhalten, auch niederösterreichische Familien haben davon profitiert. Als spontane Hilfsaktion begonnen, wurde CARE zu einer der größten Hilfsorganisationen der Welt. Die Wanderausstellung von CARE und ÖBB wirft einen Blick auf die historischen Anfänge des CARE-Pakets und zeigt aktuelle Hilfsprojekte von CARE, die heute weltweit umgesetzt werden.

CARE-Paket Empfänger Fritz Vesely berichtet:
„Die Freude von damals ist kaum zu beschreiben: Nicht nur wegen der so dringend benötigten Lebensmittel und der Kleinigkeiten, die so viel Freude und Spaß machten, sondern wegen dem Erkennen, dass da draußen irgendwo in der Welt Menschen sind, die für dich da sind und die dir helfen.“

Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin CARE Österreich:
„Das CARE-Paket ist seit 1946 ein Symbol für Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft für Menschen in Armut und Not“, sagt Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich. „Dass wir ein originales CARE-Paket gemeinsam mit den ÖBB zeigen dürfen, passt gut zur Geschichte des berühmten Hilfspakets: Die CARE-Pakete wurden in der Nachkriegszeit mit dem Zug nach Österreich transportiert.“

Erstes CARE-Paket traf mit Zug ein

1946 trafen die ersten CARE-Pakete am Wiener Franz Josef-Bahnhof ein: 3.200 Kartons, die zu einem Symbol für Hilfe wurden. Die Pakete waren gefüllt mit Dosenfleisch, Zucker, Kondensmilch, Käse, Obst und Pudding und sicherten jeweils einer Familie mindestens eine Woche lang das Überleben. Insgesamt wurden in den Nachkriegsjahren rund 1 Million CARE-Pakete verteilt. Heute zählt CARE mit Projekten in 95 Ländern, die im Jahr 2015 rund 65 Millionen Menschen zugute kamen, zu den größten privaten Hilfsorganisationen weltweit. Weitere Informationen: www.care.at/70jahre

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