29.05.2017, 16:25 Uhr

St. Pölten startet in die Grillsaison

Grillmeister Richard Fohringer ist der Chef am Smoker. (Foto: Archiv)

Experten der Region kennen die Trends und wissen, wie Sie die Grillsaison konfliktlos genießen.

ST. PÖLTEN (bt). 120 Kilo Schweinefleisch wandern bis zu 17 Stunden in den Smoker, um dann mit sogenannten Bärenklauen zerrissen und als Pulled Pork verspeist zu werden. Beim Pulled Pork-Happening am vergangenen Samstag in der Chili-Manufaktur Fireland Foods. Und genau solche "Happenings" sind dieses Jahr angesagt, weiß Chef Richard Fohringer: "Die Leute nehmen sich zehn Stunden Zeit, setzen sich mit ein paar Freunden vor den Griller und freuen sich schon in der Früh auf das Fleisch am Abend."


30 Stunden smoken

Zu den Grillexperten der Region darf sich auch das Team vom Baumarkt Nadlinger, allen voran Marketingleiter Dieter Burghardt, zählen. Die zahlreich angebotenen Kurse und Akademien verlassen selbst Amateure vollgepackt mit Tipps und Tricks. Das Highlight der aktuellen Grillsaison wird das 30-stündige Abenteuer Smoken. "Es gibt viele Sachen, die 24 Stunden am Smoker brauchen, was in einem normalen Kurs nie möglich wäre", freut sich Burghardt bereits auf den 14. Juli. Beim Smoken liegt das Grillgut nicht über einer heißen Glut, sondern wird in einem langen Räucher-Vorgang gegart.
Besonders groß schreiben Grillfans heuer den Komfort. "Es ist ein klarer Trend zum Gasgrill zu sehen, Holzkohle ist eher rückläufig", sagt Dieter Burghardt.

Geschmäcker ändern sich

"Ich habe ein Klientel von jüngeren Leuten, die gezielt ins Fleischerfachgeschäft gehen. Die kennen sich aus und wissen was sie wollen, egal was es kostet. Die Qualität muss passen", freut sich der St. Pöltner Fleischer Karl-Michael Bogner. Er, als einer "von der älteren Generation", nimmt sich nicht die Zeit für mehrstündige Grillexzesse, verkauft aber immer öfter einen ganzen Schopfbraten oder ein ganzes Karree. Landete früher Großteils Schwein am Grill, sind heute besonders Rind aber auch Lamm und Kalb gefragt.

Alarmierung wegen Rauch

Doch aufgepasst, die Grillzeit birgt auch Gefahren in sich. Glücklicherweise musste die Feuerwehr St. Pölten-Stadt in den letzten Jahren zu keinen tatsächlichen Bränden, durch Grillen ausgelöst, ausrücken. Allerdings kam es mehrfach vor, dass Nachbarn oder Passanten durch eine starke Rauchentwicklung einen Brand befürchteten. "Grundsätzlich sollte man daher, gerade im dicht verbauten Wohngebiet, nicht mit Holzkohle, sondern mit Elektro- oder Gasgrillern grillen", empfiehlt Sprecher Maximilian Korten. Besonders hervorheben will die Feuerwehr auch das Verbot von "wildem" Grillen: Ohne Einverständnis des Grundeigentümers darf grundsätzlich nirgendwo gegrillt werden. Dies gilt auch für öffentlichen Grund, in St. Pölten also auch für das Traisenufer oder die Seen im Norden der Stadt. Auf dem Gelände des Ratzersdorfer Sees gibt es allerdings einen öffentlichen Grillplatz, in der Nähe des Beachvolleyballplatzes.

Zur Sache:

Sicherheitstipps der der Feuerwehr St. Pölten-Stadt:
- Auf den sicheren Stand des Grillers achten
- Den Griller nie unbeaufsichtigt lassen
- Genug Abstand zu brennbaren Gegenständen wie Gartenmöbel halten
- Keine brennbaren Flüssigkeiten wie Brennspiritus oder Benzin verwenden
- Restglut mit Wasser ablöschen und in nicht brennbare Behälter geben
- Weiter verwendbare Restkohle im Griller belassen
- Luftzufuhr durch Abdecken mit Deckel oder Metallverschluss unterbinden
- Bei Verwendung eines Gasgrillers, nicht nur das Ventil am Grill sondern auch immer die Flasche zudrehen

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